Im Duell von SV Gottsdorf/M./P. gegen SG Purkersdorf/Pressbaum I in der Gebietsliga West stand am Ende eine faire, kontrollierte Nullnummer. Trainer Fabian Riedler bilanzierte ein 0:0, mit dem beide Seiten leben können: Sein Team hatte mehr Ballkontrolle, die Gäste dafür die klareren Möglichkeiten. Die Partie blieb ruhig und ohne Diskussionen – auch dank einer Leitung, die Riedler als die beste der Rückrunde bezeichnete.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Die Marschrichtung war klar: Gottsdorf bestimmte weite Strecken den Ball, Purkersdorf setzte die schärferen Nadelstiche. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit hatte Gottsdorf die Führung am Fuß: Rund um die 20. Minute scheiterte Fabian Stadler mit einer Großchance am stark reagierenden Gästetorhüter. Kurz darauf parierte der Gottsdorfer Schlussmann ebenso entschlossen auf der Gegenseite. Mit 0:0 ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel wurden die Abschlüsse der Gäste zwingender: zweimal rettete das Aluminium, zudem verhinderte der Heimkeeper mit zwei bis drei starken Paraden den Rückstand. Riedlers Fazit: In Halbzeit zwei lag die Chancenmehrheit klar bei Purkersdorf, seine Mannschaft hielt mit Einsatz und guter Organisation dagegen.
Ruhende Bälle spielten kaum eine Rolle. Der gefährlichste Moment entstand, als ein Gottsdorfer Eckball abgeblockt wurde und Purkersdorf aus dem Rückraum an das Lattenkreuz traf. Abseits solcher Szenen blieb es über neunzig Minuten äußerst fair und unaufgeregt. Strittige Situationen gab es aus Trainersicht keine – das Gespann habe jede Entscheidung sehr gut getroffen, für Riedler die beste Schiedsrichterleistung der gesamten Rückrunde. Auch die Atmosphäre passte: Beide Teams agierten diszipliniert, Purkersdorf unterband mögliche Foulsituationen früh – ein ausdrückliches Kompliment des Coaches.
Eine Einzelauszeichnung vergab Riedler nicht: Im Vordergrund standen zwei kompakte Teamleistungen – Gottsdorf mit viel Spielkontrolle, Purkersdorf mit stabiler Defensive und den schärferen Abschlüssen. Für die kommenden Einheiten kündigte er gezielte Arbeit an der Durchschlagskraft an: mehr Lösungen gegen tief stehende Gegner, Halbräume besser bespielen, Chancen kreieren und konsequenter verwerten.