Spielberichte

Grein holt das 0:0 – Valaitis lobt Defensive, hadert mit Flanken und Abschluss

TSV Grein
SG Purkersdorf/Pressbaum I

In der Gebietsliga West trennten sich der TSV Meisl Grein und die SG Purkersdorf/Pressbaum I mit 0:0. Grein setzte auf Stabilität, hielt die Null und suchte geduldig nach Lösungen. Im letzten Drittel fehlte aber die Genauigkeit. Trainer Eimantas Valaitis lobte seine Mannschaft für Organisation und Umstellung, haderte jedoch mit der fehlenden Durchschlagskraft: Die Chancen waren da, genutzt wurden sie nicht. So blieb es bei einem Punkt in einem intensiven Duell ohne Sieger.

Eckball - Blick von der Eckfahne auf den fliegenden Ball und die Beine des Spielers

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Hart gearbeitet, aber vorne ohne Punch

Vom Anpfiff an stand bei Grein die Ordnung im Vordergrund. Valaitis hatte den Fokus klar auf die Defensive gelegt, und seine Elf setzte das diszipliniert um. „Wir waren von hinten bis vorne gut organisiert“, sagte der Trainer, „nur in der letzten Phase haben uns bei Flanken und im Abschluss die Genauigkeit gefehlt.“ Zur Pause stand es 0:0, was ins Bild passte: hinten sicher, vorne ohne den entscheidenden Punch im Strafraum. Auch nach der Halbzeit suchte Grein weiter geduldig nach Lösungen, fand immer wieder Ansätze, brachte die Situationen aber nicht zu Ende. „Wir hatten ein paar Momente, in denen wir ein Tor machen können“, so Valaitis, „leider haben wir das nicht genutzt.“ Am Ende stand ein hart erarbeiteter Punkt, der sich ordentlich anfühlt, aber mehr möglich erscheinen ließ.

Viel Substanz in der Defensive – Systemumstellung greift

Der Coach hob vor allem die taktische Disziplin hervor. „Wir haben mit einer anderen Aufstellung, mit einem anderen System gespielt“, erklärte Valaitis. „Die Spieler haben das gut verstanden und umgesetzt.“ Gegen einen Gegner, den er als aggressiv einschätzt, lag dieser Plan nahe. „Purkersdorf ist stark im Pressing und im Konter, sie haben viele schnelle Spieler. Das wussten wir“, sagte er. Grein reagierte darauf mit Kompaktheit und wenig Risiko in der Vorwärtsbewegung. Ziel war es, dem Gegner kaum Räume für schnelle Umschaltaktionen zu geben und selbst kontrolliert aufzubauen. Über weite Strecken funktionierte das, weil die Mannschaft eng stand und die Null hielt. Was fehlte, war der letzte Pass ins gefährliche Drittel – genau dort, wo eine entschlossene Aktion das Spiel hätte entscheiden können.

Punkt okay – aber die Uhr tickt

Mit dem Remis bleibt Grein in einer heiklen Lage. In der Tabelle hält die Mannschaft als 13. bei 15 Punkten, während Purkersdorf auf Rang neun steht. Valaitis machte keinen Hehl daraus, was fehlt: „Gefehlt haben uns die Punkte. Wir brauchen Punkte, und dafür müssen wir ein Tor machen.“ Gleichzeitig fand er lobende Worte: „Ein großes Kompliment an das Team. Die Motivation, der Wille und die Laune waren gut. Immer Kopf hoch und weiterschauen. Immer positiv.“ Diskussionen über den Schiedsrichter gab es keine, das hakte der Trainer knapp ab. Für die letzten drei Runden legte er die Marschroute fest: „Für uns sind die nächsten Spiele wie Finals. Wir kommen wie im Finale – und wollen sie gewinnen.“