Spielberichte

Loosdorf dreht 0:2 zur Pause – „Der Anschlusstreffer war sehr wichtig“

ASK Loosdorf
SV Oberndorf

In der Gebietsliga West lieferte der ASK Loosdorf am Freitagabend ein klares Lebenszeichen: Nach 0:2 zur Pause drehte die Koppensteiner-Elf das Heimspiel gegen den SV Reifen Weichberger Oberndorf noch in ein 3:2. Martin Wetzel, Marco Moser und Tomas Salata trafen nach dem Seitenwechsel und ließen den Zweiten der Tabelle jubeln. „Der Anschlusstreffer war sehr wichtig“, betonte Trainer Christoph Koppensteiner, der vor allem die deutliche Steigerung nach der Pause hervorhob.

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Starker Start, zwei Nackenschläge – und ein aberkanntes Tor

Loosdorf erwischte den besseren Beginn und hatte in den ersten 30 Minuten mehr vom Spiel. Christoph Koppensteiner schilderte es so: „Wir haben die erste halbe Stunde das Spiel kontrolliert, Oberndorf hat keine Torchance gehabt, und wir sind zu zwei, drei guten Abschlüssen gekommen.“ In dieser Phase jubelte Loosdorf sogar – doch der Führungstreffer zählte wegen Abseits nicht. „Das war ganz klar kein Abseits“, ärgerte sich der Coach, blieb aber fair: „Die Elfmeterentscheidung gegen uns war eine harte Entscheidung, vielleicht vertretbar.“ Kurz darauf kippte die Partie: Jonas Biber traf in der 43. Minute zum 0:1 vom Punkt, und in der Nachspielzeit legte Philipp Penzenauer nach einem Konter zum 0:2 (45+2) nach. „In der letzten Viertelstunde vor der Pause waren wir nicht mehr so konzentriert“, gab Koppensteiner offen zu – der Pausenstand von 0:2 war damit Realität.

Der Anschluss zündet die Wende: Wetzel, Moser und Salata treffen

Nach dem Seitenwechsel trat Loosdorf wie ausgewechselt auf. „Wir haben den Gegner besser unter Druck gesetzt, besser nach vorne gespielt und bessere spielerische Lösungen gefunden“, beschrieb Koppensteiner die klare Reaktion seiner Mannschaft. Der Schlüssel war der schnelle Anschluss: In der 62. Minute traf Martin Wetzel zum 1:2 – „ein schöner, geschlenzter Schuss ins lange Eck“, so der Coach. Das gab spürbar Rückenwind. Zehn Minuten später glich Loosdorf durch Marco Moser zum 2:2 (72.) aus, „gut herausgespielt und stark vollendet“. Die Partie stand nun völlig offen, doch die Hausherren blieben am Drücker und belohnten sich: Eine Standardsituation brachte in Minute 77 die Entscheidung, als Innenverteidiger Tomas Salata per wuchtigem Kopfball das 3:2 fixierte. „Der Anschlusstreffer war sehr wichtig, um wieder ins Spiel zu kommen“, unterstrich Koppensteiner.

„Froh über die Reaktion“ – Tabellenplatz zwei und der Blick auf die letzten Runden

Nach dem Schlusspfiff überwog die Erleichterung. „Wir sind natürlich froh, dass wir das Spiel noch auf unsere Seite gedreht haben und als Sieger vom Platz gegangen sind“, sagte Koppensteiner. Auch für den Gegner fand er respektvolle Worte: „Oberndorf ist eine gute Mannschaft.“ In der Tabelle hält Loosdorf nach 24 Runden bei 47 Punkten und bleibt Zweiter hinter Waidhofen/Ybbs (50), Oberndorf rangiert mit 32 Zählern im Mittelfeld. Diskussionen gab es rund um das aberkannte 1:0 – „ganz klar kein Abseits“ aus Loosdorfer Sicht – und den Elfmeterpfiff vor dem 0:1, den der Trainer als „hart, aber vielleicht vertretbar“ einordnete. Der Fokus liegt nun auf dem Saisonfinish: „Wir haben noch zwei Spiele. Die wollen wir natürlich auch erfolgreich bestreiten.“

Gebietsliga West: Loosdorf : Oberndorf - 3:2 (0:2)

  • 77
    Tomas Salata 3:2
  • 72
    Marco Moser 2:2
  • 62
    Martin Wetzel 1:2
  • 47
    Philipp Penzenauer 0:2
  • 43
    Jonas Biber 0:1