Spielberichte

„Wir machen aus viel wenig“ – SV Weichberger Oberndorf lässt zum Auftakt zu viel liegen

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SV Oberndorf
FC Ober-Grafendorf

Zum Auftakt in der Gebietsliga West musste sich SV Weichberger Oberndorf vor eigenem Publikum dem FC STYX Ober-Grafendorf mit 0:2 geschlagen geben. Trainer Ivan Saric sah dabei über weite Strecken keinen klar unterlegenen Auftritt seiner Mannschaft, sondern vor allem ein bekanntes Problem. Oberndorf investierte viel, erarbeitete sich vor allem in der Anfangsphase Möglichkeiten, belohnte sich dafür aber nicht und wurde am Ende dafür bestraft.

Gelber Fußball im Tornetz

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash

Oberndorf legt gut los, lässt aber die Führung liegen

Wer nur auf das Endergebnis schaut, bekommt laut Ivan Saric kein vollständiges Bild dieser Partie. Der Trainer beschrieb einen Start, in dem seine Mannschaft sehr ordentlich ins Spiel kam und über längere Zeit das aktivere Team war. „Wir sind sehr, sehr gut reingekommen ins Spiel, sehr aggressiv, hoch gestanden & gut gepresst, dass der Gegner, speziell vorne Qualität hat wussten wir aber auch dass sie uns einiges anbieten werden", sagte Saric. Gerade in der ersten halben Stunde habe der SV Weichberger Oberndorf viel investiert, viel gearbeitet und sich auch einige gute Chancen herausgespielt. Saric sprach sogar von mehreren Hochkarätern und blieb deshalb bei seiner Einschätzung, dass seine Mannschaft in dieser Phase genug Möglichkeiten gehabt hätte, um das Spiel in eine andere Richtung zu lenken. Dazu kam aus seiner Sicht, dass der Gegner in dieser Anfangszeit nur wenig auf den Platz brachte. „Der Gegner hat 1-2 Möglichenkeiten gehabt“. Zur Pause stand es dennoch 0:0, obwohl Saric meinte, dass gerade diese erste Phase den weiteren Verlauf bereits stark mitbestimmt habe.

Philipp Haberl trifft zweimal, Ober-Grafendorf nutzt seine Momente

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Ergebnis dann rasch. In der 53. Minute brachte Philipp Haberl den FC STYX Ober-Grafendorf mit 1:0 in Führung. Saric schilderte diese Szene aus seiner Sicht klar: „Der Gegner ist über die rechte Seite gekommen, hereingabe haben wir mit dem Kopf noch geklärt, wo der Ball dem Gegner vor die Füße fällt und im fallen noch abschließt.“ Viel mehr habe es aus seiner Sicht in dieser Situation gar nicht gebraucht, weil Ober-Grafendorf den Angriff konsequent zu Ende spielte und die Führung machte. Genau darin lag für den Oberndorfer Trainer der Knackpunkt des Abends. Während seine Mannschaft aus ihren Möglichkeiten keinen Treffer machte, war der Gegner in den entscheidenden Momenten effizient. „Wir machen aus viel wenig und der Gegner macht aus wenig viel“, brachte es Saric auf den Punkt. In der Schlussphase öffnete Oberndorf dann, spielte Risiko und suchte noch den Ausgleich. In der Nachspielzeit fiel aber stattdessen das 0:2, wieder durch Philipp Haberl. Saric sprach von einem Konter, der aus dieser offenen Schlussphase entstand: Man habe aufgemacht, Risiko genommen.

„Der Unterschied lag an den geschossenen Toren“ – Saric bleibt bei einer klaren Erklärung

Auch in der Einordnung nach dem Spiel wich Ivan Saric nicht von seiner Linie ab. Für ihn lag der entscheidende Unterschied nicht in einer langen Liste taktischer Details, sondern ganz schlicht in der Verwertung der Chancen. „Einfach die Tore“, antwortete er auf die Frage, was bei seiner Mannschaft nicht wie gewünscht funktionierte. Seine Mannschaft habe dem Gegner wenig zugelassen, Ober-Grafendorf habe aus seiner Sicht nur wenige Ideen gehabt und oft mit hohen Bällen agiert. Trotzdem reichte das den Gästen, weil sie ihre wenigen Möglichkeiten nutzten. Auf die Frage, was der Gegner besser gemacht habe, antwortete Saric trocken: „Zwei Tore mehr als wir.“ Dass ihn dieses Thema nicht erst seit diesem Abend begleitet, sprach Saric ebenfalls offen an. Die mangelnde Ausbeute aus eigentlich ordentlichen Spielphasen sei etwas, das die Mannschaft „schon die letzten Wochen und Monate beschäftigt und zu schaffen macht“.

Zum Auftakt ohne Ertrag, aber nicht ohne Ansatz

So bleibt für den SV Weichberger Oberndorf nach der 0:2-Heimniederlage zum Start vor allem das Gefühl, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre. Saric zeichnete kein Bild einer völlig misslungenen Leistung, sondern eines Spiels, in dem seine Mannschaft vieles investierte, lange ordentlich dagegenhielt und über weite Strecken wenig zuließ, sich dafür aber nicht belohnte. Damit richtet sich der Blick zusätzlich auf das Wesentliche: Entscheidend war für ihn ausschließlich, dass Oberndorf aus seinen Chancen kein Kapital schlug. Ober-Grafendorf nahm die Punkte dagegen mit, weil Philipp Haberl die beiden Treffer erzielte und die Gäste in den entscheidenden Szenen kaltschnäuziger waren. Für Oberndorf wird es nun darum gehen, aus dem insgesamt ordentlichen Aufwand endlich mehr Ertrag zu machen.

Gebietsliga West: Oberndorf : Ober-Grafendorf - 0:2 (0:0)

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    Philipp Haberl 0:2
  • 53
    Philipp Haberl 0:1