In der Gebietsliga West hat SV Weichberger Oberndorf am Freitagabend bei USC kaschütz Rohrbach einen 0:2-Rückstand noch in einen 4:2-Auswärtssieg verwandelt. Trainer Ivan Saric sprach danach von einem klaren Sieg, auch wenn es rund um die Pause und direkt nach Wiederbeginn überhaupt nicht danach aussah. Ausschlaggebend waren für ihn Moral, Charakter und eine zweite Halbzeit, in der seine Mannschaft immer mehr das Kommando übernahm.

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Der Spielverlauf war aus Sicht von SV Weichberger Oberndorf zunächst einer, der nur schwer zum Endergebnis passen wollte. USC kaschütz Rohrbach ging in der 28. Minute durch Muhammed Rehman mit 1:0 in Führung und nahm diesen Vorsprung auch in die Pause mit. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel folgte dann der nächste Rückschlag, als Kai-Bernd Schafhauser in der 46. Minute auf 2:0 für USC kaschütz Rohrbach stellte. Saric sah die Partie trotzdem anders, als es der Spielstand vermuten ließ. "Wir waren klar dominant, haben uns in der ersten Halbzeit einige Möglichkeiten herausgespielt und das berühmte Tor nicht gemacht", sagte der Trainer. Und er legte offen nach: "Man muss ehrlich sagen, der Gegner hat aus zwei Chancen einfach zwei Tore gemacht." Dazu kam laut Saric, dass "jeder kleine Fehler bei uns hart bestraft wird".
Dass SV Weichberger Oberndorf an diesem Abend trotzdem noch zurückkam, erklärte Saric vor allem mit der Reaktion seiner Mannschaft auf das 0:2. Schon fünf Minuten nach dem zweiten Gegentor verkürzte Martin Glinz auf 2:1 und hielt seine Mannschaft damit früh in der zweiten Halbzeit wieder im Spiel. In der 68. Minute folgte durch Blaz Udovcic der Ausgleich, ehe derselbe Spieler sechs Minuten später auch das 2:3 erzielte. Genau dieser Treffer war für Saric der Moment, in dem er endgültig spürte, dass die Partie kippt. "Nach dem 3:2 hat man gesehen: Da brennt nichts mehr an", sagte er. Kurz vor der 60. Minute stellte Saric nach eigenen Angaben um, danach lief das Spiel immer klarer in Richtung seiner Mannschaft. Den Schlusspunkt setzte Jonas Biber in der 87. Minute mit dem 2:4.
Im Mittelpunkt der Analyse stand für Saric weniger die bloße Anzahl der Tore als die Art und Weise, wie SV Weichberger Oberndorf dieses Spiel noch drehte. "Die Mannschaft hat nicht aufgegeben. Tolle Moral, toller Charakter", sagte der Trainer und betonte dabei auch die äußeren Bedingungen. Gerade in der zweiten Halbzeit seien Wind und Regen sehr schwierig gewesen. Umso höher bewertete er den Umschwung nach dem 0:2. "Nach einem 0:2 noch zurückzukommen, speziell bei diesem Wetter, das war richtig gut", sagte Saric. Gleichzeitig verschwieg er nicht, wo er noch Luft nach oben sieht. "Wir brauchen dieses berühmte 1:0", meinte er. Wenn SV Weichberger Oberndorf gegen solche Gegner früh in Führung gehe, werde vieles leichter. Saric war sogar überzeugt, dass sein Team den Vorsprung am Ende noch höher hätte ausbauen können: "Es hätte zum Schluss auch 5:2 oder 6:2 werden können oder sogar müssen."
Bei aller Freude über das Comeback sprach Saric auch respektvoll über den Gegner. USC kaschütz Rohrbach sei "jung, dynamisch und ungestüm" und keine schlechte Mannschaft. Gerade solange das Ergebnis für USC kaschütz Rohrbach spreche, werde es gegen dieses Team unangenehm, weil dann noch mehr investiert werde. Für Saric war das auch ein Hinweis auf die Liga insgesamt. "In der Gebietsliga West muss man jede Woche an die Leistungsgrenze gehen, um den Gegner zu schlagen", sagte er. Strittige Szenen gab es aus seiner Sicht keine. Am Ende blieb damit vor allem ein Eindruck stehen: SV Weichberger Oberndorf nahm nicht nur drei Punkte mit, sondern auch die Bestätigung, dass diese Mannschaft selbst nach einem 0:2 noch ein Spiel auf ihre Seite ziehen kann.