In der Gebietsliga West hat USC kaschütz Rohrbach am Freitagabend gegen SC Rabenstein einen 2:0-Heimsieg gefeiert. Co-Trainer Patrick Bruche sah zunächst eine enge Partie mit Vorteilen für die Gäste, ehe seine Elf nach der Pause mehr Zugriff bekam. Aus seiner Sicht brachte vor allem das gewonnene Mittelfeldduell und die Überzahl ab der 60. Minute den Ausschlag für einen verdienten Erfolg.

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Patrick Bruche musste nach dem Schlusspfiff nicht lange überlegen, wie er die ersten 45 Minuten einordnet. "Zu Beginn und in der ersten Halbzeit war das Spiel ausgeglichen, mit Vorteilen und Chancen für Rabenstein", sagte der Co-Trainer. Rohrbach hatte also von Beginn an eine Aufgabe zu lösen, weil die Gäste mit ihrer Art gut in die Partie fanden. Bruche beschrieb Rabenstein als "sehr kampfkräftigen, zweikampfstarken, unangenehmen Gegner", mit dessen Spielweise seine Mannschaft anfangs Probleme hatte. Umso wichtiger war aus Sicht der Heimischen, dass sie noch vor der Pause in Führung gingen. In der 42. Minute erzielte Abd Al Rahman Osman Ali das 1:0, mit diesem Treffer nahm Rohrbach den Vorsprung auch mit in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel veränderte sich die Partie laut Bruche aber spürbar. Rohrbach bekam im Mittelfeld mehr Zugriff, war in den Zweikämpfen besser da und schaffte es damit, dem Spiel eine andere Richtung zu geben. "In der zweiten Halbzeit konnten wir im Mittelfeld viele Zweikämpfe gewinnen und einige gute Chancen kreieren", sagte Bruche. Genau darin lag für ihn der Unterschied zu den ersten 45 Minuten. Besonders hob er das Pressing im Zentrum hervor: "Wir haben im Mittelfeld ein gutes Pressing gespielt, viele Zweikämpfe gewonnen und dann schnell umschalten können." Als klaren Wendepunkt machte er außerdem die 60. Minute aus. "Die gelb-rote Karte war schon ein großer Vorteil für uns. Da haben wir dreißig Minuten in Überzahl gespielt", erklärte der Rohrbacher Co-Trainer.
Rohrbach nutzte die stärkere zweite Halbzeit nicht sofort zur endgültigen Entscheidung, blieb nach Bruches Einschätzung aber auf Kurs und wurde dafür spät belohnt. In der 89. Minute machte Mikail Ünlü mit dem 2:0 alles klar und setzte damit den Schlusspunkt unter einen Abend, den Bruche vor allem als Erfolg des Kollektivs verstanden wissen wollte. "Die Mannschaft war heute vom elften bis zum sechzehnten Spieler am Punkt und hat alles umgesetzt, was wir ihnen mitgegeben haben", sagte er. Gerade diese geschlossene Leistung sei der Hauptgrund gewesen, warum der Sieg aus seiner Sicht verdient war. Ganz ohne Ansatzpunkte für die weitere Arbeit blieb der Co-Trainer dennoch nicht: "Im Umschaltspiel nach vorne könnten wir manchmal etwas schneller in die Spitze spielen." Insgesamt überwog aber klar die Zufriedenheit. "Wir sind stolz auf die Mannschaft, dass sie das, was wir im Training erarbeitet haben, so im Spiel umgesetzt hat." Strittige Szenen hatte Bruche keine gesehen, auch die Leistung des Schiedsrichters ordnete er als "im Großen und Ganzen sehr gut" ein. Für Rohrbach war es damit nicht nur ein 2:0-Heimsieg, sondern auch die Bestätigung, dass der einstudierte Plan an diesem Abend aufgegangen ist.