In der 1. Klasse Nord hat UFC Podersdorf am See am Samstag gegen SC Apetlon mit 0:2 verloren. Fabio Haider brachte die Gäste in der 36. Minute in Führung, Leon Achs erhöhte in der 71. Minute. Für Apetlon-Trainer Clemens Mahr war es ein verdienter Erfolg, der vor allem die Entwicklung seiner Mannschaft unterstrich. Deutliche Kritik übte er allerdings an der Spielleitung.

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„Wir haben von Beginn an gezeigt, dass wir diese Partie gewinnen wollen, und sind entsprechend entschlossen aufgetreten“, erklärte Mahr. Podersdorf sei dennoch keineswegs einfach zu bespielen gewesen und habe ebenfalls seine Möglichkeiten gehabt. „Insgesamt waren wir aber besser auf das Spiel eingestellt und haben verdient gewonnen.“ Dabei mussten die Gäste am Spieltag kurzfristig umstellen: Vági und Reich, die beide für die Startelf vorgesehen waren, sagten am Morgen ab. Niklas Weinzettl rückte aus der U23 nach, Leon Achs kam erstmals von Beginn an zum Einsatz. „Niklas hat seine Aufgabe wieder gut erfüllt. Leon hat sich bei seinem ersten Startelfeinsatz mit dem Treffer zum 2:0 gleich selbst zum Geburtstag beschenkt“, freute sich der Trainer.
Für Mahr war der Erfolg vor allem das Ergebnis des gemeinsamen Auftritts und der Vorbereitung auf den Gegner. Mit dem Auswärtssieg habe seine Mannschaft ihren Anspruch auf einen Platz im oberen Tabellendrittel unterstrichen. Besonders positiv bewertete er den wachsenden Zusammenhalt: „Die Mannschaft wächst immer mehr zusammen. Es entsteht eine tolle Dynamik, und es macht wirklich Freude, ein Teil davon zu sein.“
Mit der Schiedsrichterleistung zeigte sich Mahr hingegen unzufrieden. Aus seiner Sicht fehlte eine klare Linie, während sich der Unparteiische teilweise zu sehr mit nebensächlichen Details beschäftigte. Eine wichtige Korrektur hob er ausdrücklich hervor: Bei einem zunächst gegebenen Elfmeter griff der Linienrichter ein, weil der Ball zuvor bereits im Aus gewesen war. „Die Veo-Aufnahmen bestätigen das eindeutig. Die Rücknahme war völlig richtig. Auch ein Foul kann ich auf den Bildern nicht erkennen“, erklärte Mahr. Seine deutlichste Kritik betraf jedoch eine andere Situation: Nach seiner Schilderung lag einer seiner Spieler bewusstlos am Boden, ohne dass trotz mehrerer Zurufe sofort reagiert wurde. „Da geht es um die Sicherheit der Spieler. So etwas ist für mich indiskutabel“, sagte der Trainer. Er regte deshalb an, auch in der 1. Klasse Headsets zur Kommunikation innerhalb des Schiedsrichterteams einzusetzen: „Aus der Landesliga kenne ich das bereits. Gerade aus Sicherheitsgründen würde ich mir das auch hier wünschen.“
Während Apetlon mit drei Punkten die Heimreise antrat, blieb Podersdorf bei fünf Zählern. Mahr fand für den Gegner dennoch anerkennende Worte: „Ich habe ihre Spiele in dieser Saison verfolgt und finde, dass sie sich bereits mehr Punkte verdient hätten.“ Dass auch Freunde von ihm in Podersdorf spielen, verlieh dem Duell eine persönliche Note. „Natürlich freut mich unser Sieg. Gleichzeitig gefällt mir ihr Weg mit vielen regionalen Spielern. Ich hoffe, dass sich dieses Projekt auszahlt und sie sich das nötige Spielglück erarbeiten.“