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„Kein gutes Spiel, aber die drei Punkte“ – Nickelsdorf dreht Rückstand in Sankt Andrä

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FC Sankt Andrä
ASV Nickelsdorf

In der 1. Klasse Nord hat FC VEGANIS Sankt Andrä gegen ASV Nickelsdorf lange dagegengehalten, am Ende nahmen die Gäste aber einen 2:1-Auswärtssieg mit. Trainer Christian Pinter sprach danach offen über einen schwachen Auftritt seiner Mannschaft, hielt aber ebenso fest, dass der Wille nach dem Rückstand den Ausschlag gab. „Kein gutes Spiel, aber die drei Punkte, die nimmt uns jetzt keiner weg“, sagte er nach der Partie.


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Viel Stückwerk schon vor der Pause

Wer nur auf das Ergebnis blickt, bekommt von diesem Auswärtssieg nur einen Teil der Geschichte mit. Pinter machte nach dem Abpfiff kein Geheimnis daraus, dass er mit dem Auftritt seiner Mannschaft über weite Strecken nicht einverstanden war. „Von unserer Seite war es kein gutes Spiel“, sagte der Nickelsdorf-Trainer sehr klar. In den ersten rund 30 Minuten sah er seine Elf zwar leicht im Vorteil. „Da waren wir vielleicht das etwas bessere Team und hatten auch die besseren Tormöglichkeiten.“ Wirklich ins Rollen kam Nickelsdorf aber trotzdem nicht. Nach einer längeren Unterbrechung wurde die Partie laut Pinter noch zerfahrener. Vieles blieb Stückwerk, dazu kamen einfache Ballverluste und zu wenig Konsequenz in den Zweikämpfen. „Wir waren einfach nicht richtig in der Partie“, fasste er diese Phase zusammen. So ging es torlos in die Pause.

Schmaler trifft, Nickelsdorf bleibt dran

Der Start in die zweite Halbzeit passte ins Bild eines Nachmittags, an dem bei den Gästen vieles nicht sauber lief. Sankt Andrä kam unmittelbar nach Wiederbeginn zum 1:0. Máté Schmaler brachte die Heimelf in Führung und stellte Nickelsdorf damit vor eine unangenehme Aufgabe. Pinter sprach davon, dass seine Mannschaft schnell in Rückstand geraten sei, und genau in diesem Moment war dann weniger das Spielerische als vielmehr die Reaktion entscheidend. „Dann haben wir unser Herz in die Hand genommen und mit Nachdruck versucht, das Spiel zu drehen“, sagte er. Gerade dieser Satz beschreibt die zweite Hälfte aus Nickelsdorfer Sicht gut. Vieles blieb zwar weiter nicht ideal, aber die Gäste wurden nun druckvoller, legten in dieser Phase zu und wollten sich mit dem 0:1 nicht abfinden. Für den Trainer war wichtig, dass seine Mannschaft trotz schwacher Leistung im Spiel blieb.

Der Ausgleich bringt die Wende

Belohnt wurde dieser Anlauf in der 64. Minute. Nach einer Standardsituation kam Nickelsdorf zum 1:1, offiziell wurde der Treffer als Eigentor von Jan Ziniel gewertet. Pinter schilderte die Entstehung des Ausgleichs so: „Wir haben das 1:1 aus einer Standard gemacht, nach einem Eckball und einem Kopfball, der dann noch von einem Spieler aus Sankt Andrä abgefälscht worden ist.“ Für ihn war dieser Treffer der Moment, in dem die Partie endgültig zu kippen begann. „Mit dem 1:1 war für mich fast klar, dass wir das noch drehen können“, sagte er. Nickelsdorf blieb danach am Drücker und suchte weiter die Entscheidung. In der 86. Minute bekam die Mannschaft einen Foulelfmeter zugesprochen, den Matus Rybansky zum 2:1 verwandelte. „Das 1:1, dann unsere Drangphase und der Elfmeter zum 2:1, das war ausschlaggebend“, ordnete Pinter den entscheidenden Abschnitt ein.

Der Sieg steht, zufrieden ist Pinter nur mit den Punkten

Gerade weil seine Mannschaft das Spiel noch drehte, fiel Pinters Bilanz am Ende zweigeteilt aus. Einerseits hob er hervor, was Nickelsdorf in der Schlussphase auf den Platz brachte. „Schlussendlich waren es der Wille und der Charakter, die uns zum Sieg geführt haben“, sagte er. Andererseits wollte er den Erfolg nicht schönreden. „Vom Spielerischen und vom Fußballerischen war es nicht das Gelbe vom Ei.“ Entsprechend deutlich fiel auch sein Blick auf die nächsten Trainingseinheiten aus. Pinter sprach von „sehr viel Verbesserungspotenzial“ und nannte dabei mehrere Punkte ganz konkret: Laufarbeit, Passspiel und Chancenverwertung. Der 2:1-Auswärtssieg bleibt für Nickelsdorf damit natürlich ein wertvoller Ertrag, doch der Trainer machte ebenso klar, dass dieser Auftritt kein Maßstab sein soll. Mitnehmen will er in erster Linie eines: „Mit den drei Punkten bin ich zufrieden.“

1. Klasse Nord: Sankt Andrä : ASV Nickelsdorf - 1:2 (0:0)

  • 86
    Matus Rybansky 1:2
  • 64
    Eigentor durch Jan Ziniel 1:1
  • 46
    Máté Schmaler 1:0