In der 1. Klasse Süd hat SC "SPAR Hinterleitner" Bad Tatzmannsdorf auswärts bei Erdbau Berger Deutsch Kaltenbrunn einen 0:1-Rückstand noch in einen 2:1-Sieg verwandelt. Co-Trainer Ernst Bürger sah auf schwierigem Geläuf lange eine völlig offene Partie, ehe seine Mannschaft nach der Pause zulegte. Entscheidend waren für ihn das 1:1 von Tim Bürger und danach der Siegtreffer von Ivan Cecura.

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Aus Sicht der Gäste begann die Partie unter alles andere als einfachen Voraussetzungen. Ernst Bürger sprach nach dem Spiel von einem holprigen Platz und verwies auch auf die personelle Situation bei den Tatzmannsdorfern. „Auf diesem Platz war es natürlich sehr schwierig zu spielen, er war sehr holprig. Wir hatten auch ein paar Verletzte und krankheitsbedingt ein paar Ersatzspieler“, sagte der Co-Trainer. Trotzdem entwickelte sich nach seiner Einschätzung zunächst ein Spiel auf Augenhöhe. „Bis zum 1:0 für Deutsch Kaltenbrunn war das Match sehr ausgeglichen. Jeder hätte eine Chance gehabt“, hielt Bürger fest. In Führung gingen dann aber die Gastgeber, als Fabian Kniedl in der 30. Minute das 1:0 erzielte. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause, obwohl Bad Tatzmannsdorf die Partie keineswegs schon aus der Hand gegeben sah.
Gerade die Reaktion nach dem Rückstand war für Bürger der Kern dieses Erfolgs. In der Kabine sei klar gewesen, dass seine Mannschaft noch einmal alles investieren müsse. „Zur Halbzeit haben wir gesagt, wir wollen noch einmal alles probieren“, schilderte er. Nach dem Seitenwechsel zog Bad Tatzmannsdorf laut Bürger das Spiel an und kam selbst zu Möglichkeiten. Der Ausgleich in der 65. Minute durch Tim Bürger war für ihn der entscheidende Schritt zurück in die Partie. „Das 1:1 war ganz wichtig. Da haben wir etliche Chancen vorher schon vergeben“, sagte der Co-Trainer. Zehn Minuten später folgte der zweite Treffer der Gäste, als Ivan Cecura auf 2:1 stellte. Auch dieses Tor ordnete Bürger klar ein: „Natürlich war dann auch das 2:1 ganz wichtig.“ Aus einem offenen Spiel wurde damit ein Auswärtssieg, den die Tatzmannsdorfer mit viel Einsatz auf ihre Seite zogen.
In der Schlussphase wurde es nach den Worten von Bürger noch einmal hektischer. Er sprach von einer ruppigen letzten Viertelstunde, in der seine Mannschaft den Vorsprung aber über die Zeit brachte. Den Hauptgrund für den Erfolg sah er vor allem in der Haltung nach der Pause. „In der zweiten Halbzeit war wieder der Kampfgeist da und der bedingungslose Kampf bis zum Schluss“, sagte Bürger. Dazu kam aus Sicht der Gäste noch eine Szene, die für Diskussionen sorgte: Ein Treffer von Bad Tatzmannsdorf wurde zunächst gegeben und dann doch aberkannt. „Warum, wissen wir auch nicht. Aber es ist egal“, meinte Bürger, der die Leistung des Schiedsrichters insgesamt dennoch ausdrücklich positiv bewertete. Trotz des Auswärtssiegs beließ er es nicht beim Lob. „Jeder Spieler muss sich läuferisch und konditionell noch ein bisschen steigern, dann werden wir vorne immer mitspielen“, sagte der Co-Trainer. Mit dem 2:1 bleibt Bad Tatzmannsdorf in der Spitzengruppe und nimmt aus einem schwierigen Auswärtsspiel vor allem eines mit: drei Punkte dank Moral und einer klaren Steigerung nach der Pause.