In der 1. Klasse Süd hat USVS Hausbauführer Rudersdorf am Freitagabend ein 0:1 zur Pause noch in einen klaren 4:1-Heimsieg gegen ASK Markt Neuhodis verwandelt. Lange sah es nach einer schwierigen Partie aus, doch nach dem Seitenwechsel legte Rudersdorf deutlich zu. Für Martin Salber war genau das der entscheidende Punkt: mehr Aggressivität, mehr Kampf und eine zweite Halbzeit, in der seine Mannschaft das Spiel klar auf ihre Seite zog.
Dass dieses 4:1 am Ende so deutlich ausfiel, war nach den ersten 45 Minuten noch nicht abzusehen. Markt Neuhodis ging in der 19. Minute durch Patrik Puskas mit 1:0 in Führung und nahm diesen Vorsprung auch mit in die Pause. Salber machte nach dem Spiel keinen Hehl daraus, dass ihm der erste Durchgang aus Sicht der Gastgeber nicht gefallen hatte. „Die erste Halbzeit war nicht ganz so gut“, sagte der sportliche Leiter offen. Gleichzeitig ordnete er auch die Leistung des Gegners ein und meinte: „Markt Neuhodis war in der ersten Halbzeit sehr gut. Sie waren ebenbürtig, vielleicht sogar ein bisschen besser.“ Genau dieses Bild spiegelte auch der Spielstand zur Halbzeit wider, denn Rudersdorf musste zunächst einem Rückstand hinterherlaufen.
Nach dem Wechsel zeigte sich dann aber ein anderes Gesicht der Heimelf. Schon in der 51. Minute gelang durch Nikola Mutak der Ausgleich zum 1:1, nachdem Rudersdorf laut Salber bei einem Standard erfolgreich war. Danach kippte die Partie Schritt für Schritt in Richtung der Gastgeber. „In der zweiten Halbzeit waren wir sehr gut im Spiel und haben verdient die Partie gedreht“, fasste Salber die Phase nach dem Seitenwechsel zusammen. Besonders wichtig war für ihn das 2:1 in der 80. Minute, das Ibrahim Sahin erzielte. „Das entscheidende Tor war dann eigentlich das 2:1, der Elfmeter“, erklärte Salber. Damit war die Wende nicht nur auf der Anzeigetafel vollzogen, sie gab Rudersdorf auch endgültig die Kontrolle über das Spiel. Sechs Minuten später legte Ibrahim Sahin mit seinem zweiten Treffer des Abends das 3:1 nach. Salber sprach dabei von einem „wunderschönen Sololauf“. Den Schlusspunkt setzte David Schendl in der Nachspielzeit mit dem 4:1. Auch dieses Tor blieb dem Rudersdorfer Funktionär in Erinnerung: „Das vierte war ein herrliches Tor, ein Schupfer über den Tormann.“
Für Salber war der Grund für den Umschwung klar erkennbar. „Die zweite Halbzeit war der Schlüssel zum Erfolg“, sagte er, und er verband diese Aussage gleich mit mehreren Punkten, die aus seiner Sicht besser wurden. Rudersdorf sei „sehr aggressiv, kampfstark“ aufgetreten und habe dazu auch „schöne Spielzüge“ gezeigt. Es ging für ihn also nicht nur um einzelne Treffer, sondern um das Gesamtbild der Mannschaft nach der Pause. Noch deutlicher wurde er bei der Bewertung der eigenen Leistung: „Wir sind insgesamt sehr gut als Team aufgetreten. Der Teamgeist vom ganzen Team, der Einsatz und alles, das war heute wichtig.“ Auch deshalb liest sich das Ergebnis am Ende klarer, als die erste Halbzeit vermuten ließ. Während Markt Neuhodis laut Salber vor der Pause einen sehr guten Eindruck hinterließ, hatte Rudersdorf im zweiten Abschnitt die bessere Mischung aus Einsatz und Zug zum Tor. Auf genau dieser zweiten Hälfte wird man in Rudersdorf aufbauen wollen, denn sie hat gezeigt, wie viel in dieser Mannschaft steckt, wenn Intensität und Spielfreude zusammenkommen.