In der II. Liga Süd hat ASKÖ Oberdorf gegen ASKÖ Korkisch Rotenturm mit 2:4 verloren. In der 26. Runde drehte Oberdorf nach der Pause zunächst das 0:1, doch Rotenturm antwortete eindrucksvoll und holte sich dank einer starken letzten halben Stunde drei wichtige Auswärtspunkte. Co-Trainer Florian Mayer sprach vom entscheidenden Ausgleich als Wendepunkt und lobte eine Mannschaft, die nach dem Rückstand nicht nachließ, sondern sich mit Mut, Laufbereitschaft und Konsequenz in die Partie zurückkämpfte.

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Rotenturm kam gut ins Spiel, suchte die Tiefe und legte die Richtung fest. Co-Trainer Florian Mayer hielt fest: "Wir haben sehr gut begonnen, von Beginn weg Druck ausgeübt und die erste klare Chance gehabt." In Minute 37 fiel das 0:1: Jan Pascal Takacs traf zur Führung, die laut Mayer nach einem strittigen Elfmeter zustande gekommen war: "Wir haben dann einen Elfmeter bekommen, der strittig war, aber damit sind wir 1:0 in Führung gegangen." Oberdorf kam noch vor der Pause besser auf, ohne Zählbares – zur Halbzeit stand es 0:1. Nach dem Wechsel hatten die Gastgeber deutlich mehr vom Spiel. Dominik Farkas glich in der 51. Minute aus, Luka Klisanin drehte die Partie in Minute 63 auf 2:1. Genau da setzte Rotenturm die Reaktion, von der Mayer sprach: Bendeguz Balazs Becsy stellte in der 70. Minute auf 2:2. "Das war für uns der Knackpunkt. Von dort weg haben wir das Kommando übernommen", sagte er. In der Schlussphase nutzten die Gäste ihre Räume eiskalt: Daniel Fekete traf in der 82. Minute zum 2:3, Patrick Zambo legte in Minute 89 das 2:4 nach – der verdiente Auswärtssieg war fixiert.
Für Mayer lag der Schlüssel weniger in einer einzelnen Kombination als in der Haltung seiner Elf. "Wir haben trotz zweier Rückschläge nicht aufgegeben. Als das Spiel augenscheinlich in Richtung Oberdorf gegangen ist, sind wir nach dem Rückstand zurückgekommen und haben bis zum Schluss gefightet", erklärte der Co-Trainer. Gleichzeitig blieb er selbstkritisch. "In der Mannschaft steckt viel mehr Potenzial. Das blitzt phasenweise auf, aber in gewissen Phasen haben wir Durchhänger." Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht den Befund: Rotenturm steht nach 26 Runden mit 28 Punkten auf Rang 14 und braucht jeden Zähler. Umso wichtiger, dass das Team in der entscheidenden halben Stunde zupackte, den Ausgleich suchte und danach konsequent nachlegte. Mayer brachte es auf den Punkt: "Ausschlaggebend war unsere Reaktion nach dem 1:2 – das 2:2 hat uns das Kommando zurückgegeben."
Mayer ließ keinen Zweifel daran, dass Oberdorf Qualität mitbringt. "Wir haben gewusst, was ihre Stärken sind. Vor allem offensiv haben sie richtige Qualität", sagte er und ordnete die Spielphasen klar ein: "Von Minute 30 bis kurz nach Minute 60 waren sie besser. Da haben sie auch die Führung übernommen." Gerade deshalb wertete er den Sieg als Ergebnis eines reifen Auftretens nach dem Rückstand. Beim Thema Schiedsrichter blieb Mayer sachlich: "Ich will die Schiedsrichterleistung nicht kommentieren. Es gab auf beiden Seiten strittige Aktionen, sowohl unser Elfmeter als auch das 2:1 für Oberdorf. Am Ende war es trotzdem souverän geleitet." Für Oberdorf, das mit 35 Punkten auf Rang 10 liegt, war mehr drin – doch Rotenturm ließ hinten in der Schlussphase wenig zu und nutzte vorne die Chancen eiskalt.