Spielberichte

„Unser Ziel war der Nichtabstieg – jetzt haben wir den Cup-Platz“: Schaffer zufrieden mit Saison

ASK Schlaining

In der II. Liga Süd hat sich ASKÖ Schlaining Schritt für Schritt nach oben gearbeitet und die Saison schließlich auf Rang 8 abgeschlossen – gleichbedeutend mit dem anvisierten Cup-Platz. Trainer Roman Schaffer blickt deshalb mit einem zufriedenen, aber wachen Blick auf die vergangenen Monate. „Unser Ziel war Nichtabstieg. Wir haben dann auch das erweiterte Ziel mit Cup-Platz erreicht“, sagt er und betont die gute Stimmung im Verein. Ab 24. Juni startet Schlaining mit dem kompletten Kader in die Vorbereitung – mit klaren Ideen für den nächsten Schritt.


Ball am Spielfeld bei Sonnenuntergang

Foto von Markus Spiske bei Pexels

Vom hinteren Drittel in die Top 8: Schlaining macht Meter

Der Blick auf die Rundenplatzierungen zeigt, wie sehr sich Schlaining in dieser Saison entwickelt hat. Nach einem zähen Einstieg rund um die ersten Wochen (Rang 15 in Runde 1, dann 16) stabilisierte sich das Team sukzessive und arbeitete sich in den zweistelligen Bereich vor. Gegen Herbstende pendelte man um Platz 11, im Frühjahr setzte es den nächsten Schub: Ab Runde 16 standen sie erstmals auf Rang 8 – und schlossen die Saison schließlich auch dort ab. „Wir sind mit dem Saisonverlauf zufrieden“, sagt Schaffer, „unser Ziel war Nichtabstieg, haben dann auch den Cup-Platz erreicht.“ Die Folge: „Die Euphorie ist im Verein groß, und daran wollen wir in der nächsten Saison anknüpfen.“ Dieses Selbstvertrauen ist spürbar, ohne dass es überdreht wirkt – eher wie eine Belohnung für konsequente Arbeit.

Spielidee und Ansatz: Dominanz zeigen, hinten dichter, vorne zielstärker

Inhaltlich bleibt die Richtung klar. Schlaining will am Ball weiter mutig auftreten – und gleichzeitig an den Stellschrauben drehen, die Punkte kosten können. „Wir wollen uns in der Spieldominanz weiterhin präsentieren“, erklärt Schaffer. Dazu gehören klare Abläufe mit und gegen den Ball. Der Trainer nimmt aber beides in die Pflicht: „Verbesserungsmöglichkeiten haben wir in der Defensive – und in der Offensive natürlich auch ein, zwei Tore mehr machen.“ Dass dieser Plan auf einem breiten Fundament steht, zeigt sein Blick auf die Kabine: „Wir haben eine sehr gute Mischung aus Routiniers und Youngsters, dazu eine starke Mittelschicht. Alle haben an einem Strang gezogen – darauf wollen wir als Team aufbauen.“ Es ist die nüchterne Analyse eines Trainers, der weiß, dass kleinen Serien oft kleine Details vorausgehen.

Kader, Kontinuität und Startschuss: ein Abgang, ein Talent, volle Stärke ab 24. Juni

Personell gibt es behutsame Anpassungen statt Umbruch. „Wir haben einen Abgang – er macht aus beruflichen Gründen eine Karrierepause“, berichtet Schaffer. Gleichzeitig unterstreicht der Verein seinen Weg mit regionalen Kräften: „Wir haben einen jungen Spieler aus der Umgebung, der unseren Weg bestätigt. Und wir setzen natürlich auf unsere Youngsters, die sich bereits bewiesen haben.“ Wichtig für die nächsten Schritte: Der gesamte Kader ist fit. „Unser Kader ist gesund, und wir werden am 24. Juni die Vorbereitung mit dem kompletten Kader losstarten.“ Auch im Umfeld bleibt die Basis stabil. „Es bleibt alles beim Alten. Trainerteam und Funktionäre bleiben zusammen und halten zusammen“, sagt Schaffer – Kontinuität als bewusst gewählte Stärke.

Messlatte im Blick und Appell: starke Gegner, klare Ziele, Fans als Extra-Prozent

Wer vorne mitreden will, muss wissen, wo die Latte hängt – Schaffer benennt sie ohne Umschweife. „Im Herbst war es ganz klar Stegersbach, das der Favoritenrolle gerecht wurde. Und im Frühjahr war Pinkafeld im Angriff herausragend.“ Aus solchen Referenzen zieht Schlaining Orientierung, nicht Ehrfurcht. Dazu passt der Schlussappell des Trainers an die eigene Anhängerschaft: „Wir wollen so weitermachen wie wir aufgehört haben – und hoffen wieder auf zahlreiche Unterstützung unserer Fans im Stadion.“ Vieles spricht dafür, dass Schlaining mit diesem Mix aus Bodenhaftung und Mut auch 2026/27 wieder eine verlässliche Größe der Liga sein kann.