In der II. Liga Süd hat SV KB-Performance Rechnitz im Duell mit SV Stegersbach nach einem 1:2 zur Pause noch ein 2:2 geholt. Trainer Joachim Parapatits sprach danach von einem intensiven Spiel, in dem seine Mannschaft zunächst einen Rückschlag verdauen musste, nach dem Seitenwechsel aber klar zulegte. Seine Einordnung fiel deshalb nüchtern, aber stimmig aus: „Letztendlich ist es ein gerechtes Unentschieden.“

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Der Abend begann für die Mannschaft von Joachim Parapatits durchaus ordentlich, auch wenn der Trainer offen ansprach, dass SV Stegersbach vor der Pause „leichte spielerische Vorteile“ hatte. Trotzdem ging SV KB-Performance Rechnitz in Minute 20 in Führung. Jan Langer brachte die Gastgeber mit dem 1:0 voran. Lange freuen konnte sich SV KB-Performance Rechnitz darüber aber nicht, denn nur zwei Minuten später glich Thomas Herrklotz zum 1:1 aus. Genau dieser Abschnitt ärgerte Parapatits besonders, weil seine Mannschaft davor die große Möglichkeit auf das 2:0 liegen ließ. „Wir vergeben die Riesenchance auf das 2:0 und bekommen im Konter durch einen individuellen Fehler das 1:1“, sagte der Trainer. Kurz vor der Pause wurde es dann noch bitterer, als David Garger in Minute 44 das 1:2 für SV Stegersbach nachlegte. Für Parapatits war das „natürlich ein schwerer Schlag vor der Halbzeit“.
Was SV KB-Performance Rechnitz nach dem Rückstand zeigte, war aus Sicht des Trainers aber die richtige Antwort. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann den Ton angegeben“, sagte Joachim Parapatits, der dabei auch ausdrücklich auf die Wirkung der Wechsel verwies. Die Gastgeber wurden aktiver, hatten mehr vom Spiel und brachten mehr Druck auf den Gegner. In der 73. Minute kam dann noch die Rote Karte gegen David Sauhammel von SV Stegersbach dazu, eine Szene, die Parapatits eindeutig bewertete: „Die rote Karte war völlig richtig.“ Drei Minuten später fiel schließlich der verdiente Ausgleich, als Ádám Mihály Schreiner zum 2:2 traf. Damit war SV KB-Performance Rechnitz wieder voll da, auch wenn die Partie in der Schlussphase offen blieb. Parapatits sagte selbst, dass am Ende „noch die eine oder andere Chance“ auf beiden Seiten da war, weshalb das Spiel nicht mehr in eine klare Richtung kippte.
Dass SV KB-Performance Rechnitz nach dem Pausenrückstand zurückkam, erklärte Joachim Parapatits vor allem mit grundlegenden Dingen, die im Unterhaus oft den Unterschied machen. „Die Ordnung war sehr gut, die Disziplin und die Laufbereitschaft waren sehr gut“, sagte der Trainer und beschrieb damit genau jene Punkte, auf die sich seine Mannschaft in einer schwierigen Phase verlassen konnte. Gleichzeitig machte er kein Geheimnis daraus, warum aus dem starken zweiten Durchgang am Ende nicht noch mehr wurde. „Natürlich können wir die Chancenauswertung noch verbessern und hinten noch kaltschnäuziger verteidigen“, meinte Parapatits. Auch den Gegner stufte er hoch ein. „Vom Gegner weiß man, dass er spielerisch zu den besten Mannschaften in der Liga gehört, auch vom Kader her“, sagte er. Umso mehr sprach aus seinen Aussagen heraus, dass er mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft dagegenhielt, durchaus leben konnte.
Am Ende blieb bei SV KB-Performance Rechnitz weder das Gefühl eines verpassten Sieges noch der Eindruck, mit dem Remis hadern zu müssen. Parapatits formulierte es nach dem Schlusspfiff klar: „Weder der Gegner noch wir haben die entscheidenden Chancen am Ende genutzt. Somit ist es ein gerechtes Unentschieden.“ Diese Einschätzung zog sich durch seine gesamte Analyse. Er sah eine schwierige erste Halbzeit, eine starke Reaktion nach der Pause und ein offenes Ende, in dem beide Mannschaften noch ihre Möglichkeiten hatten. Dazu passte auch seine Bewertung des Unparteiischen, der laut Parapatits „sehr gut gepfiffen“ und viel laufen gelassen habe, ohne eine Seite zu benachteiligen. Für SV KB-Performance Rechnitz steht damit nach zwei Runden der zweite Punkt zu Buche. Noch wichtiger als die nackte Zahl dürfte aber sein, dass die Mannschaft nach dem 1:2 zur Pause sichtbar zurückkam und sich für ihren Aufwand in Halbzeit zwei zumindest noch belohnte.