In der II. Liga Süd hat der SC Grafenschachen am Freitagabend gegen USV Autohaus Fortmüller Neuhaus nach einer schwachen ersten Hälfte noch ein 4:2 geholt. Zur Pause lag die Mannschaft von Trainer Bernd Dorner mit 0:1 zurück, nach dem Seitenwechsel drehte sie die Partie aber in kurzer Zeit. Für Dorner lag der Schlüssel klar in den Umstellungen und in einer deutlich besseren zweiten Halbzeit.

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Bernd Dorner sprach nach dem Schlusspfiff sehr offen über die Probleme vor der Pause. "Wir haben in der ersten Hälfte zu wenig im Kurzpassspiel gemacht. Wir wollten nur lange Bälle spielen und immer sofort den letzten Pass", sagte der Trainer des SC Grafenschachen. Dazu sei zu wenig Bewegung gekommen, außerdem habe es wenig bis gar keine Pässe in Räume gegeben wo man sich Chancen herausspielen kann. Dass der SC Grafenschachen mit einem Rückstand in die Kabine ging, passte für ihn daher ins Bild. In Minute 29 brachte Thomas List den USV Autohaus Fortmüller Neuhaus mit 1:0 in Führung, und bis zum Halbzeitstand hatte Dorner den Eindruck, dass der Gegner vor allem gegen Ende des ersten Durchgangs besser in der Partie war.
Die Wende setzte unmittelbar nach Wiederbeginn ein, und aus Sicht des Trainers begann sie schon in der Pause. "Die Einwechslungen haben uns, richtig Speed, richtig Power gegeben. Das war ein riesengroßer Mitgrund für den Sieg", sagte Bernd Dorner. Auf dem Feld war das sofort auch im Ergebnis zu sehen: Zunächst glich Stefan Hettlinger in der 49. Minute zum 1:1 aus, vier Minuten später drehte Uwe Stipits die Partie mit dem 2:1, ehe Klemens Höller in der 55. Minute auf 3:1 stellte. Gerade dieses Tor hob Dorner besonders hervor: "Das 3:1 war sicher ein ganz wichtiger Schritt Richtung Sieg."
Mit diesem Dreifachschlag war die Partie aber noch nicht vollständig entschieden. Der SC Grafenschachen hatte laut Dorner nach dem Seitenwechsel zwar viel mehr von dem auf den Platz gebracht, was unter der Woche trainiert worden war, doch ganz ruhig blieb der Abend nicht. Sebastian Weber verkürzte in Minute 62 für den USV Autohaus Fortmüller Neuhaus auf 3:2, und genau da sprach der Trainer von einem eigenen Fehler seiner Mannschaft. "Nach dem 3:2 bringen wir den Gegner wieder selbst zurück ins Spiel. Da war eine kurze Phase, wo das 3:3 hätte fallen können", sagte Dorner. Trotzdem blieb seine Einordnung am Ende klar: "Aufgrund der 2. Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft."
Warum der SC Grafenschachen die Partie am Ende dennoch mit 4:2 nach Hause brachte, erklärte Bernd Dorner vor allem mit der viel reiferen zweiten Halbzeit. "Im Kurzpassspiel und beim Brechen der Linien waren wir nach der Pause viel besser. Das trainieren wir unter der Woche, wir müssen es halt auch umsetzen", sagte er. Dazu kam in Minute 76 noch der zweite Treffer von Stefan Hettlinger, der den Endstand herstellte und dem SC Grafenschachen wieder Luft verschaffte. Fast noch wichtiger als der reine Spielstand war für Dorner aber die Wirkung seiner Wechselspieler: "Es ist sehr wichtig, dass Spieler von der Bank kommen und entscheidend sein können. Das war wieder der Fall. Das zeigt, dass wir alle 16, 17 brauchen und nicht nur elf." Mit dem 4:2 hält der SC Grafenschachen nach zwei Runden bei drei Punkten, und Dorner machte zugleich klar, dass trotz des Sieges "natürlich genug" Luft nach oben bleibt.