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„Der Ausschluss war der entscheidende Moment“ – ASKÖ Oberdorf gibt in Großpetersdorf die Partie aus der Hand

ASKÖ SV Großpetersdorf
ASKÖ Oberdorf

In der II. Liga Süd musste sich ASKÖ Oberdorf am Freitagabend bei ASKÖ SV Elektro Unger Großpetersdorf mit 1:3 geschlagen geben. Nach einer laut Obmann Günter Halper ausgeglichenen ersten Halbzeit war für die Gäste vor allem eine Szene nach der Pause der Knackpunkt. „Der Ausschluss war der entscheidende Moment“, sagte Halper und sah danach das Spiel klar auf die Seite der Gastgeber kippen.


Ball auf blauer Kunstrasenmatte

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Oberdorf antwortet stark auf den Rückstand

ASKÖ Oberdorf hielt die Partie laut Günter Halper in der ersten Halbzeit offen und war über weite Strecken auf Augenhöhe. Zwar brachte Paulo Heimo Jani ASKÖ SV Elektro Unger Großpetersdorf in der 30. Minute mit 1:0 in Führung, doch Halper sprach dabei von einem „Glückstreffer mit dem Kopf“ und wollte den Rückstand nicht als Ausdruck einer klaren Überlegenheit des Heimteams verstanden wissen. Viel wichtiger war aus seiner Sicht die Reaktion seiner Mannschaft. Nur sechs Minuten später stellte David Zsolt Irmes auf 1:1, nachdem nach Halpers Schilderung das Stürmerduo Luka Dragovic und David Zsolt Irmes eine „sehenswerte Kombination“ aufgezogen hatte. Für den Oberdorfer Obmann war genau das der Beleg dafür, dass seine Mannschaft gut im Spiel war. „Die erste Halbzeit war ausgeglichen. Wir waren 1:0 hinten und mit dem Ausgleich waren wir gleich auf“, sagte Halper. Noch mehr ärgerte ihn deshalb, dass ASKÖ Oberdorf vor dem Seitenwechsel nicht nachlegen konnte. „Vor der Halbzeit hatten wir zwei gute Möglichkeiten, die Führung zu schießen. Das haben wir leider nicht gemacht.“

Nach dem Ausschluss kippt die Partie

Nach der Pause veränderte sich das Spiel aus Sicht von ASKÖ Oberdorf dann in einem Moment, den Halper sehr klar als Wendepunkt benannte. „Der entscheidende Moment war der Ausschluss unseres Verteidigers, der für mich nicht ganz gerechtfertigt war, und dann natürlich das daraus folgende 2:1“, erklärte er. Damit war auch gesagt, woran sich die Niederlage für ihn festmachte. Über die Schiedsrichterleistung wollte Halper zwar „wenig sagen“, seine Wahrnehmung fiel aber dennoch deutlich aus, als er von einer „ziemlich einseitigen“ Linie für den Gastgeber sprach. Sportlich ausschlaggebend blieb für ihn aber vor allem, dass ASKÖ SV Elektro Unger Großpetersdorf die neue Situation nützte. In der 68. Minute erzielte Bendegúz Keresztély Szinay das 2:1, und genau ab diesem Zeitpunkt sah Halper sein Team zunehmend im Hintertreffen. „Der Gegner war nach dem Ausschluss und nach der Führung zum 2:1 ganz clever und hat die Räume gut genutzt“, sagte er. ASKÖ Oberdorf musste damit einem Rückstand nachlaufen, während ASKÖ SV Elektro Unger Großpetersdorf das Spiel mehr und mehr auf seine Seite ziehen konnte.

Großpetersdorf spielt es clever fertig

Was ASKÖ Oberdorf im ersten Durchgang noch gut hinbekommen hatte, funktionierte nach Halpers Einschätzung in der entscheidenden Phase nicht mehr im selben Maß. „Das Zusammenspiel wie vorige Woche hat nicht ganz so gut funktioniert, aber man muss auch mit diesem zufrieden sein“, sagte er und lieferte damit eine nüchterne Einordnung der eigenen Leistung. Es war keine komplett schwache Vorstellung, aber eben auch keine, mit der man nach diesem Verlauf noch zurückkommen konnte. Den Unterschied machte für Halper vor allem der Raum, den ASKÖ SV Elektro Unger Großpetersdorf nach dem 2:1 bekam. „Der Unterschied lag sicher dort, dass der Gastgeber nach dem 2:1 mehr Räume hatte und das ganz clever nach Hause gespielt hat“, meinte er. Dass Fabio Michael Jani in der Nachspielzeit noch auf 3:1 stellte, passte genau in dieses Bild und machte den Heimsieg endgültig fix. Für ASKÖ Oberdorf bleibt damit nach zwei Runden der II. Liga Süd ein Auftakt mit drei Punkten, während ASKÖ SV Elektro Unger Großpetersdorf mit vier Zählern vorne dabei ist.

II. Liga Süd: SV Großpetersdorf : Oberdorf - 3:1 (1:1)

  • 92
    Fabio Michael Jani 3:1
  • 68
    Bendegúz Keresztély Szinay 2:1
  • 36
    David Zsolt Irmes 1:1
  • 30
    Paulo Heimo Jani 1:0