Als Aufsteiger hat der SV Straßburg eine bemerkenswerte erste Saison in der 1. Klasse Mitte hingelegt und sie am Ende als Sechster abgeschlossen. Obmann Jakob Andreas Leitgeb blickt mit Bodenhaftung und klaren Worten auf einen starken Herbst und ein gedämpftes Frühjahr zurück. Während die Stimmung gut ist, bleibt der Kader weitgehend zusammen und soll mit jungen Kräften ergänzt werden. Leitgeb betont die Teamidee, sieht die Konkurrenz realistisch – und will den eingeschlagenen Weg ohne Hektik weitergehen.

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Straßburgs erste Halbsaison nach dem Aufstieg gab den Takt vor. „Wir sind als Aufsteiger in die Klasse gestartet und haben einen sehr starken Herbst gespielt. Nach der Herbstsaison waren wir Dritter, über den Winter Vierter. Das war sicher über den Erwartungen“, ordnet Obmann Jakob Andreas Leitgeb ein. Der Aufsteiger nahm den Schwung mit, „hat einige überrascht“ und war „lange vorne dabei“. Das spiegelt auch der Saisonverlauf: In den ersten zehn Runden bewegte sich Straßburg konstant im Spitzenfeld. „Das hat uns sehr zufrieden gestellt“, sagt Leitgeb – ohne abzuheben, aber mit dem Bewusstsein, dass die Mannschaft sich in einer neuen Liga schnell zurechtfand und Woche für Woche stabil punktete. Der Lohn: ein Platz in der oberen Tabellenhälfte, der dem Aufsteiger Sicherheit und Rückenwind für die nächsten Schritte gibt.
Im Frühjahr lief nicht mehr alles wie im Herbst, die klare Ruhe blieb dennoch. „Die Stimmung ist gut. Im Frühjahr konnten wir die Saison nicht so fortsetzen wie im Herbst, aber schlussendlich sind wir trotzdem am sechsten Platz gelandet“, so Leitgeb. Der Satz, der hängen bleibt: „Vor der Saison hätten wir den sechsten Platz dankend angenommen.“ Der Obmann macht keinen Hehl daraus, dass „mit optimalem Lauf etwas mehr möglich gewesen wäre“, verweigert aber jede Schönfärberei: „Es hat nicht alles hundertprozentig funktioniert.“ Für die neue Saison setzt Straßburg auf Kontinuität: „Der Kader bleibt im Prinzip fast gleich. Es wird kaum Abgänge geben, wir starten mehr oder weniger unverändert.“ Ergänzt werden soll die Stammtruppe behutsam: „Ziemlich sicher mit ein paar jungen, sehr jungen Kräften.“ Ein Kurs, der zum Verein passt – bodenständig, ohne große Schlagzeilen, aber mit einem klaren Plan.
Personell gibt es vor allem Fragezeichen bei der Verfügbarkeit einzelner Spieler – aber keine Panik. „Grobe Verletzungen gibt es nicht. Nach einer Operation bei Markus Tamegger gab es einen Rückschlag, er wird wahrscheinlich am Anfang nicht zur Verfügung stehen“, erklärt Leitgeb. Auch Felix Schmölzer könnte nicht in jedem Spiel helfen: „Er macht sein Doktorstudium in Graz, da wird es schwierig, dass er für die Spiele da ist.“ Ansonsten heißt es: ruhig weiterarbeiten. „Bei uns ist alles beim Alten“, sagt der Obmann zum Umfeld. In der Liga blickt Straßburg mit Respekt nach links und rechts: „Man kann nur den aktuellen Meister hervorheben, sie waren am konstantesten und sind verdient aufgestiegen. Gegen Schiefling haben wir zweimal sehr gut gespielt und vier Punkte geholt, in Summe sind sie auch verdient Zweiter geworden. Bad Kleinkirchheim hat einen sensationellen Lauf gehabt und sich in der Relegation durchgesetzt. Und zu erwähnen ist noch der GSC Liebenfels, die im Frühjahr eine der stärksten Mannschaften waren.“ Einen Einzelnen will Leitgeb nicht herausheben: „Wir leben und arbeiten als Team. Es gehen immer ein paar voran, aber alle ziehen an einem Strang.“ Der Blick nach vorne bleibt positiv, aber geerdet: „Wir sind guter Dinge, hoffen, dass nichts Grobes dazukommt, und starten dann gut in die neue Meisterschaft.“