In der 1. Klasse Mitte setzte sich Friesacher AC/Hirter Pils gegen SV Weitensfeld/Zweinitz mit 3:0 durch und bestätigte damit seine starke Frühform. Für Weitensfeld-Trainer Lucas Londer fiel das Ergebnis allerdings deutlicher aus, als es sich für ihn angefühlt hat. "Wir haben gut mitgehalten, aber die Chancen nicht genutzt", sagte er nach einer Partie, in der seine Mannschaft vor allem vor der Pause dran war.

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Aus Sicht von Lucas Londer begann die Partie keineswegs so, dass sich das spätere 0:3 früh abgezeichnet hätte. Seine Mannschaft hielt dagegen und sah sich nach dem Rückstand noch immer in der Begegnung. In der 31. Minute brachte Andreas Wolfger die Gastgeber mit einem Treffer zum 1:0 in Führung, und Londer sprach dabei von einem "Traumtor". Trotzdem, so der Trainer, sei Weitensfeld nicht eingebrochen. "Wir haben uns nicht beeindrucken lassen und weiter Druck gemacht", erklärte er. Gerade die erste Halbzeit bleibt ihm deshalb in Erinnerung, weil seine Elf laut eigener Einschätzung nicht nur mithielt, sondern auch selbst Möglichkeiten auf ein Tor vorfand. "Wir hätten auch selber ein Tor erzielen können und haben sehr, sehr gute Chancen gehabt", sagte Londer. Mit dem 0:1 zur Pause war aus seiner Sicht also noch nichts entschieden.
Nach dem Seitenwechsel blieb Friesach auf Kurs und legte in der 64. Minute durch Fabian Sortschan das 2:0 nach. Spätestens da wurde der Weg für die Gastgeber leichter, auch weil Weitensfeld seine ordentlichen Phasen nicht in Zählbares ummünzen konnte. Londer wollte seiner Mannschaft diesen Einsatz trotzdem nicht absprechen. "Wir haben sehr gut Druck gemacht. Wir haben ein sehr gutes Pressing gespielt", sagte er und beschrieb damit jenen Teil des Auftritts, mit dem er zufrieden war. Gleichzeitig benannte er aber auch sehr klar, warum am Ende nichts mitzunehmen war. "Im letzten Drittel waren wir nicht konsequent beziehungsweise haben zu viele Fehler gemacht", meinte der Trainer. Genau dort lag für ihn der Unterschied zwischen einem Spiel, in dem man dranbleibt, und einem Spiel, in dem man den Favoriten wirklich ins Wanken bringt. In der Nachspielzeit machte Alonso Da Conceicao Melo mit dem 3:0 endgültig alles klar.
Dass Friesach am Ende als verdienter Sieger vom Platz ging, führte Londer nicht nur auf die eigene mangelnde Chancenverwertung zurück, sondern auch auf die Klasse des Gegners am Ball. "Friesach war spielerisch überlegen und hat das ab und zu gut rausgespielt", sagte er. Besonders einzelne Akteure der Gastgeber hob er dabei ausdrücklich hervor: "Die spielerischen Qualitäten von einzelnen Spielern sind überragend." Auf der anderen Seite blieb seine eigene Analyse ebenso deutlich. Auf die Frage, was aus Weitensfelder Sicht nicht funktioniert habe, kam die Antwort ohne Umwege: "Die Chancenverwertung." Damit war für den Trainer der Kern des Spiels getroffen. Friesach steht nach fünf Runden mit 13 Punkten ganz oben, Weitensfeld bleibt vorerst bei drei Zählern. Für Londer ist nach diesem 0:3 aber vor allem entscheidend, woran nun gearbeitet werden muss. "Daran werden wir arbeiten", sagte er mit Blick auf die Fehler im letzten Drittel und auf jene Situationen, in denen seine Mannschaft sich für eine ordentliche Leistung nicht belohnt hat.