Spielberichte

„Wir haben dem Gegner die Schneid abgekauft“ – Weitensfeld legt mit frühem Druck den Grundstein fürs 5:1

SV Weitensfeld
WSG Wietersdorf

In der 1. Klasse Mitte hat SV Weitensfeld/Zweinitz am Samstag gegen WSG Wietersdorf einen klaren 5:1-Heimsieg eingefahren. Trainer Lucas Londer sah den Unterschied vor allem in der Anfangsphase: Seine Mannschaft machte früh Druck, gewann viele Zweikämpfe und nahm dem Gegner damit schnell den Mut. Schon zur Pause stand es 4:0, nach dem 5:0 kurz nach Wiederbeginn war die Partie im Grunde entschieden.

Mannschaft schwört sich vor dem Spiel ein - im Vordergrund ist das Tor zu sehen

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Frühe Tore bringen die Gastgeber rasch auf Kurs

Dass Londer von einem sehr guten Beginn sprach, ließ sich schon früh am Spielstand ablesen. Adrian Schindler brachte Weitensfeld bereits in der 3. Minute mit 1:0 in Führung. Damit war sofort die Richtung dieser Partie vorgegeben. Die Gastgeber blieben am Drücker und legten vor der Pause konsequent nach. Marco Pechmann erhöhte in der 25. Minute auf 2:0, danach war es wieder Schindler, der in der 37. Minute das 3:0 und noch vor dem Seitenwechsel auch das 4:0 erzielte. Zur Halbzeit hatte sich Weitensfeld damit eine ganz klare Führung herausgespielt, und genau diese erste Hälfte war es auch, die Londer im Rückblick besonders hervorhob.

Kompakt im Verteidigen, stark in den Zweikämpfen

Der Trainer führte den Unterschied nach dem Schlusspfiff vor allem darauf zurück, wie seine Mannschaft in die Partie gegangen war. „Wir haben sehr viel Druck gemacht. Wir haben uns in der ersten und zweiten Halbzeit  sehr gut präsentiert, was das Zweikampfverhalten angeht“, sagte Londer. Für ihn lag dort der entscheidende Unterschied zwischen beiden Teams. Noch deutlicher formulierte er es in seiner Zusammenfassung: „Wir haben dem Gegner einfach die Schneid abgekauft.“ Dazu passte auch seine Einschätzung zum eigenen Spiel gegen den Ball. „Es hat sehr gut funktioniert, dass wir sehr kompakt und relativ schnell im Angriffsdrittel gepresst haben“, erklärte der Weitensfeld-Coach.

Nach dem 3:0 war die Partie gelaufen

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Weitensfeld vorerst am Drücker. In der 53. Minute stellte Adrian Schindler mit seinem vierten Treffer an diesem Tag auf 5:0 und setzte damit den Schlusspunkt unter eine sehr einseitige Phase der Begegnung. Londer ordnete auch diesen Abschnitt ohne große Ausschmückung ein: „Wir haben es in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht. Natürlich schaltet jeder nach einem 5:0 ein bisschen ab, aber das ist auch so in Ordnung.“ Dass Wietersdorf trotz des klaren Rückstands in der Schlussphase noch zum Ehrentor kam, änderte am Gesamtbild nichts mehr. Toni Krijan traf in der 89. Minute zum 5:1-Endstand. Bemerkenswert war zudem, dass Londer den Gegner trotz der Niederlage ausdrücklich respektvoll einordnete: „Das sind sehr gute Fußballer.“ Auch an der Leitung der Partie gab es aus seiner Sicht nichts auszusetzen, die Leistung des Schiedsrichters sei „sehr in Ordnung“ gewesen.

Ein klarer Sieg, aber kein Grund zum Zurücklehnen

Für Weitensfeld ist dieser Erfolg in der sechsten Runde ein deutliches Lebenszeichen. Nach dem 5:1 hält die Mannschaft bei sechs Punkten, Wietersdorf bleibt bei vier Zählern. Viel wichtiger als der Blick auf die Tabelle dürfte für Londer aber gewesen sein, wie dieser Sieg zustande kam. Seine Aussagen nach dem Spiel klangen nicht nach Zufriedenheit im bequemen Sinn, sondern nach einem Trainer, der die Linie bestätigt sah: aggressiv auftreten, kompakt stehen und dem Gegner früh zusetzen. Genau das hat seine Mannschaft diesmal über weite Strecken umgesetzt. Wenn Weitensfeld diese Intensität aus der Anfangsphase auch in den kommenden Spielen auf den Platz bringt, dürfte dieses klare Ergebnis mehr sein als nur ein guter Nachmittag.

1. Klasse Mitte: Weitensfeld : Wietersdorf - 5:1 (4:0)

  • 89
    Toni Krijan 5:1
  • 53
    Adrian Schindler 5:0
  • 45
    Adrian Schindler 4:0
  • 37
    Adrian Schindler 3:0
  • 25
    Marco Pechmann 2:0
  • 3
    Adrian Schindler 1:0