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„Wenn man kein Tor schießt, kann man nicht gewinnen“ – Straßburg lässt in Wernberg den Ausgleich liegen

SV Wernberg
SV Straßburg

In der 1. Klasse Mitte musste sich SV Straßburg am Samstag auswärts bei SV Wernberg mit 0:1 geschlagen geben. Entscheidend war aus Sicht von Obmann Jakob Andreas Leitgeb das Gegentor in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Weil Straßburg danach mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt ließ, blieb eine starke zweite Halbzeit unbelohnt. „Wenn man kein Tor schießt, kann man nicht gewinnen und in diesem Fall auch keinen Punkt mitnehmen“, brachte es Leitgeb auf den Punkt.

Duell zweier Spieler in grünen und weißen Trikots

Foto von Ian Taylor auf Unsplash

Ein ausgeglichenes Spiel kippt mit dem Pausenpfiff

Lange Zeit war es laut Leitgeb eine enge und offene Partie. „Das Spiel startete sehr ausgeglichen. Nach circa 20 Minuten gab es eigentlich keine Chancen auf beiden Seiten“, schilderte der Straßburger Obmann. Danach setzte Wernberg zwar den ersten Akzent, ein Treffer wurde wegen Abseits aber aberkannt. In der Folge kam auch Straßburg zu seinen Momenten, wie Leitgeb sagte: „Wir kamen zu einer Halbchance und zwei guten Chancen und konnten diese nicht nutzen.“ Genau da machte er ein bekanntes Problem aus. Gegen Ende der ersten Hälfte wurden dann auch die Gastgeber wieder gefährlicher, ehe die Partie in der Nachspielzeit ihren ersten und einzigen Treffer bekam. Nach einem Eckball köpfte Milos Bukumirovic zum 1:0 für Wernberg ein. Leitgeb beschrieb die Szene so: „Wir haben das nicht konsequent verteidigt. Er konnte ziemlich freiköpfen und unser Goalie hatte da keine Chance.“ Weil das praktisch mit dem Pausenpfiff passierte, wog dieses Gegentor aus Straßburger Sicht doppelt schwer.

Straßburg nach der Pause klar besser, Wernberg verteidigt den Vorsprung

Was Straßburg in der ersten Hälfte vermissen ließ, brachte die Mannschaft nach dem Seitenwechsel deutlich besser auf den Platz. Leitgeb sprach von einem ganz anderen Spiel: „In der zweiten Halbzeit traten wir dominant auf, besser, und kamen zu einigen Möglichkeiten, sicher zu drei, vier guten Möglichkeiten.“ Wernberg konzentrierte sich nun fast nur noch auf die Defensive und verteidigte den knappen Vorsprung konsequent. Gerade das machte es für die Gäste schwer, obwohl sie über weite Strecken das aktivere Team waren. „Wernberg machte offensiv eigentlich gar nichts mehr“, sagte Leitgeb, schränkte aber auch ein, dass sich das in der Schlussphase änderte, als Straßburg hinten aufmachen musste. Dadurch ergaben sich für die Heimischen noch zwei sehr gute Konterchancen. Auf der anderen Seite war der Ausgleich mehrfach möglich, doch entweder wurde gut verteidigt oder der Wernberger Tormann war zur Stelle. „Wenn es so weit war, hat der Wernberger Tormann ausgezeichnet gehalten“, meinte Leitgeb und verwies unter anderem auf einen Kopfball und einen weiteren Abschluss, die der Schlussmann entschärfte.

Schwache erste Hälfte, alte Baustelle vor dem Tor, trotzdem ein Ansatz für die nächsten Wochen

Die Niederlage ordnete Leitgeb deshalb durchaus selbstkritisch ein. „Wir haben eigentlich eine schlechte erste Halbzeit gespielt und konnten nicht so auftreten, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte er. Auch die Platzverhältnisse wollte er nicht als Ausrede gelten lassen, obwohl sie aus seiner Sicht für beide Mannschaften schwierig waren. „Der Platz war aufgrund der Sommerhitze und technischer Gebrechen schwer zu bespielen, aber das betrifft beide Mannschaften. Das ist keine Ausrede“, stellte er klar. Viel wichtiger bleibt für ihn die Chancenverwertung, weil sich dieses Thema laut Leitgeb schon seit mehreren Spielen durchzieht. „Die Effizienz muss verbessert werden“, sagte er deutlich. Trotzdem klang beim Straßburger Obmann keine Resignation mit. Die zweite Halbzeit sei „um ein, zwei Klassen besser“ gewesen, dazu lobte er auch das Schiedsrichterteam ausdrücklich: „Über neunzig Minuten kann man nur ein Lob aussprechen.“ Der Blick geht nun nach vorne. Leitgeb erwartet, dass das Trainerteam die schwache erste Hälfte klar anspricht, zugleich will er an der positiven Entwicklung festhalten: „Wenn wir so weiterspielen und weiter konsequent daran arbeiten, dann wird das auch besser werden.“ Mit diesem Gefühl geht Straßburg nun in die nächste Woche und in das anstehende Derby.

1. Klasse Mitte: Wernberg : Straßburg - 1:0 (1:0)

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    Milos Bukumirovic 1:0