Ein intensiver Ostersonntag in der 1. Klasse Ost lieferte dem SV Eitweg gegen den SV ASKÖ Sittersdorf vor allem eine Erkenntnis: Standards entscheiden Spiele. Für Trainer Pascal Robert Mörtl überwog nach dem Duell die Zufriedenheit – vom taktischen Zugriff bis zur Stimmung am Platz. Er sprach von einem verdienten 2:0, hob die Stabilität im Abwehrzentrum hervor und blickte bereits nach vorn: Man sei ohne Niederlage in die Rückrunde gestartet, habe nun vier Punkte und wolle den positiven Schwung mitnehmen, um das Punktekonto weiter auszubauen.
Vor der Pause war die Partie von viel Physis und klaren Mustern geprägt. Sittersdorf suchte immer wieder den Weg über lange Einwürfe und Eckbälle, erzeugte damit Druckphasen und forderte Eitwegs Defensive. Dennoch kam Eitweg zu eigenen Möglichkeiten: Zwei gute Chancen und eine Halbchance standen im ersten Abschnitt zu Buche, ohne dass Zählbares heraussprang. Der Spielstand zur Halbzeit lautete folgerichtig 0:0. In seiner Gesamtschau blieb Mörtl bei einer klaren Bewertung des Auftritts: Das Remis zur Pause war dem Spielverlauf entsprechend. Er stützte dieses Fazit auf die Stabilität seiner Mannschaft, die die heiklen Standards des Gegners überstand und gleichzeitig ihre eigene Zielstrebigkeit sukzessive steigerte.
Mit dem Wiederanpfiff kippte die Statik spürbar in Richtung Eitweg. Für Mörtl lag der Schlüssel klar bei ruhenden Bällen: „Standards spielen stets eine große Rolle.“ Genau darüber fiel die Führung, als Wolfgang Theuermann in der 49. Minute zum 1:0 traf. Der Treffer wirkte wie ein Türöffner, Eitweg erarbeitete sich nun mehr und klarere Abschlüsse. Die Vorentscheidung fiel erneut nach einer Standardsituation: In der 64. Minute lenkte Sittersdorfs Alen Hadzic den Ball unglücklich ins eigene Tor – 2:0. Dass beide Treffer aus ruhenden Bällen entstanden, passte zur Spielanlage dieses Nachmittags: Präzision bei Standards, Konsequenz in der Box und eine Defensive, die die zuvor gefährlichen Einwürfe und Ecken der Gäste zunehmend entschärfte.
Die Begegnung blieb frei von Aufregern – ein Umstand, den der Trainer ausdrücklich hervorhob: Der Schiedsrichter habe mit einer klaren, langen Linie souverän geleitet, strittige Szenen habe es nicht gegeben. Abseits des Rasens prägte die Kulisse den Rahmen: Für einen Ostersonntag waren sehr viele Zuschauer vor Ort, die das Team lautstark unterstützten. Sportlich setzte Mörtl ein Ausrufezeichen hinter das Abwehrzentrum und lobte die Leistung seiner Innenverteidiger Michael Baumgartner und Samuel Fellner, die den Grundstein für Stabilität legten. Für die nächsten Wochen formulierte der Coach ein klares Ziel: den Rückenwind mitnehmen, die starke Rückrundenbasis ohne Niederlage und mit bislang vier Punkten bestätigen und das Punktekonto weiter ausbauen – mit derselben Disziplin gegen Standards und der Energie von der Tribüne.