In der 1. Klasse Ost meldet sich der FC Eisenkappel nach Platz vier mit klaren Worten zu Wort. Trainer Christopher Kucher blickt selbstkritisch zurück und zugleich selbstbewusst nach vorne. „Wir waren sehr nah dran am Aufstieg, aber die da oben sind nicht umsonst da oben“, sagt er. Die Top drei hießen am Ende SK Kühnsdorf, SV Gallizien und ASKÖ Mittlern – Eisenkappel blieb knapp dahinter. Trotzdem ist die Richtung klar: „Wir greifen wieder voll an.“

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Christopher Kucher spart im Rückblick nicht mit offener Einordnung. „Wir waren in der letzten Saison, so wie auch schon die Saison davor, sehr nah dran am Aufstieg. Aber die Vereine, die da oben sind, sind nicht umsonst da oben“, betont der Coach. Der Blick auf die Tabelle unterstreicht das: Hinter Kühnsdorf, Gallizien und Mittlern landete Eisenkappel als Vierter. Über die Wochen arbeitete sich das Team nach oben, stand zeitweise sogar auf Rang drei, ehe es zum Saisonende Platz vier wurde. „Wir haben alles versucht, konnten aber aufgrund unserer Kaderbreite leider Gottes nicht aufsteigen“, sagt Kucher – kein Jammern, eher eine nüchterne Erklärung, warum es ganz vorne noch nicht gereicht hat.
Für die neue Saison setzt Kucher auf einen kompakten Kader mit klaren Rollen. „Die Stimmung ist gut. Wir haben uns vor allem in gewissen Situationen verstärkt. Der Kader wird nicht groß sein, aber wir werden alles versuchen, um auch nächstes Jahr wieder vorne mit anzufassen“, erklärt er. Fix ist: „Bei uns haben Koraschnigg und Figo aufgehört.“ Die Lücken wurden umgehend geschlossen: „Kraxner aus Annabichl und Schorli aus Sittersdorf sind zu uns gestoßen und werden mit ihrer Erfahrung ein guter Bestandteil der Mannschaft sein.“ Dazu bleibt die Achse bestehen. „Wir konnten im Prinzip neunzig Prozent der Mannschaft beibehalten“, so Kucher. Besonders freut ihn die Entwicklung im eigenen Stall: Den Kapitän hebt er hervor, ebenso die Jungen. „Die ganzen jungen Spieler haben sich super weiterentwickelt und ich bin stolz, Trainer dieser Mannschaft zu sein.“
Eine offene Personalie trägt das Team durch die Vorbereitung: „Florian Opietnik, unser Topstürmer, hat sich entschieden, vorerst nicht zu spielen“, berichtet Kucher. Mehr will und muss er dazu nicht sagen – der Respekt vor der Entscheidung steht im Vordergrund. Wichtig ist ihm etwas anderes: „Ansonsten sind eigentlich alle fit und motiviert für die nächste Meisterschaft.“ Das passt zur grundsätzlichen Stimmung im Kader, die Kucher mehrfach betont. Die Mischung aus erfahrenen Kräften und nachrückenden Eigenbauspielern soll tragen.
In Sachen Zielsetzung wird Kucher sehr deutlich. „Wir wollen nächste Saison wieder voll vorne mitspielen“, sagt er – und verbindet das mit einem Arbeitsauftrag. „Wir werden alles daran setzen, in der Vorbereitung schon den Grundstein zu legen, damit wir im Herbst ein sehr ernst zu nehmender Gegner sind.“ Der Trainer blickt dabei nicht nur in die Kabine, sondern auch auf die Tribüne. „Wir sind natürlich auf unsere Zuschauer angewiesen. Sie haben uns immer maximal unterstützt, und wir hoffen, dass sie zahlreich bei den Heimspielen erscheinen, weil wir dadurch einen gewissen Vorteil haben.“ Die Botschaft ist klar: Eisenkappel will mit harter Arbeit, enger Einheit und lauter Unterstützung den nächsten Schritt machen – und diesmal ganz oben dranbleiben.