In der 1. Klasse Ost hat sich der ASV St. Margarethen/Lav. mit einem 4:1 gegen SG SV Tainach/HSV Haimburg viel Selbstvertrauen geholt. Nach einer starken ersten Hälfte stand es zwar nur 1:1, danach legte die Mannschaft von Werner Kothmaier aber nach und zog in der Schlussphase klar davon. Der Trainer sah vor allem den starken Willen und die mannschaftliche Geschlossenheit als Grund für den verdienten Heimsieg.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Dass der Sieg am Ende so deutlich ausfiel, hatte aus Sicht von Werner Kothmaier viel mit dem Spielbeginn zu tun. „Wir waren in der ersten Halbzeit dominant. Wir hatten die SG SV Tainach/HSV Haimburg in ihrer eigenen Hälfte eingeschnürt“, sagte der Trainer des ASV St. Margarethen/Lav. Schon in der 12. Minute brachte Maximilian Piskernik seine Mannschaft mit 1:0 in Führung. Kothmaier hob aber auch hervor, dass aus dieser Überlegenheit vor der Pause zu wenig gemacht wurde. „Wir hatten Torchancen. Uns ist in der ersten Halbzeit nur ein Tor gelungen“, sagte er. Das machte sich in der 37. Minute bemerkbar, als Adnan Vilic nach einem Konter zum 1:1 traf. Für Kothmaier war das zwar die einzige echte Möglichkeit der Gäste, trotzdem ging seine Mannschaft mit einem Remis in die Kabine, obwohl sie den ersten Durchgang aus seiner Sicht klar bestimmt hatte.
Ganz so ruhig blieb die Partie nach dem Seitenwechsel zunächst nicht. Kothmaier schilderte, dass die SG SV Tainach/HSV Haimburg zu Beginn der zweiten Hälfte ein wenig Druck machte und damit kurz zeigte, dass sie im Spiel bleiben wollte. Entscheidend war für ihn aber, wie seine Mannschaft darauf reagierte. „Nach circa 20 Minuten hatten wir das Spiel fest im Griff und wir haben dann gezeigt, dass wir einfach die stärkere Mannschaft waren“, sagte er. Genau in dieser Phase fiel dann auch die Entscheidung. Christoph Raphael Joham traf in der 69. Minute zum 2:1, nur sieben Minuten später legte Maximilian Piskernik das 3:1 nach. Als Christoph Raphael Joham in der 92. Minute noch auf 4:1 stellte, war das für den Trainer nur die logische Folge des zweiten Durchgangs. „Wir haben nach dem 2:1 das Spiel wieder bestimmt und letztendlich ist das 4:1 mehr als verdient“, meinte Kothmaier.
Dass Werner Kothmaier nach dem Spiel keinen einzelnen Spieler herausheben wollte, passte gut zu seiner gesamten Analyse. Für ihn lag der entscheidende Unterschied nicht in einer Einzelleistung, sondern im gemeinsamen Auftreten seiner Mannschaft. „Der entscheidende Moment war für mich die mannschaftliche Geschlossenheit. Es ist kein einziger Spieler hervorzuheben, aber wir haben mannschaftlich gezeigt, dass wir sehr gut drauf sind“, sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht, dass viele Abläufe stimmten, die im Unterhaus oft über Sieg oder Niederlage entscheiden. „Mannschaftlich hat es sehr gut funktioniert, die Raumaufteilung. Wir haben gut attackiert“, erklärte Kothmaier. Ganz ohne Kritik wollte er den Abend aber nicht stehen lassen. Trotz vier erzielter Tore sieht er weiterhin Luft nach oben, vor allem dort, wo seine Mannschaft das Spiel schon früher hätte klarer machen können. „Luft nach oben ist bei der Verwertung der Torchancen“, sagte der Trainer, und genau dieser Punkt zog sich schon durch die erste Halbzeit.
Auch den Gegner ordnete Kothmaier nüchtern ein. Die SG SV Tainach/HSV Haimburg sei eine Mannschaft, „die hohe Bälle nach vorn spielt“ und vorne ein, zwei sehr aktive Stürmer habe. Viel wichtiger war ihm aber, was seine eigene Mannschaft nach den vergangenen Wochen auf den Platz gebracht hatte. Nach zuletzt drei Niederlagen wollte der ASV St. Margarethen/Lav. nicht nur irgendwie anschreiben, sondern ein klares Zeichen setzen. „Der Unterschied war, glaube ich, dass unser Wille sehr stark war. Nach den letzten drei Niederlagen hatten wir auch sehr viel Pech dabei und wir haben gesagt, wir wollen heute das Glück erzwingen. Das ist uns auch gelungen“, sagte Kothmaier. Entsprechend fiel auch sein Blick nach vorne aus. „Die Mannschaft ist intakt, die Mannschaft ist gut drauf und wir wollen den Weg fortführen“, hielt der Trainer fest. Das 4:1 soll für den ASV St. Margarethen/Lav. also nicht das Ende einer Reaktion sein, sondern der Anfang einer stabileren Phase.