Ein offenes Duell mit vielen Aktionen prägte in der 1. Klasse West das Aufeinandertreffen zwischen dem FC Mölltal Obervellach und dem SV Egg. Aus Sicht von Thomas Warmuth war es ein Nachmittag mit frühem Wirkungstreffer, viel Defensivarbeit gegen ein druckvolles Mölltal und einer klaren Steigerung nach der Pause: früh die Führung nach Standard, dann Stabilität und im zweiten Durchgang gefährliche Konter. Warmuth lobte zudem das Schiedsrichterteam und stellte die geschlossene Leistung seines Teams in den Vordergrund.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die Partie begann mit einem Standard, der sofort Wirkung zeigte: In der 5. Minute brachte Uros Parezanin den SV Egg nach einer Ecke mit 1:0 in Führung. Das passte zum Charakter des Spiels, das beide Seiten mutig nach vorne trugen. Warmuth ordnete die Kräfteverhältnisse im ersten Abschnitt klar ein: „In der zweiten Halbzeit waren wir die bessere Mannschaft, wir haben besser ins Spiel gefunden und hatten super Konterchancen.“ Auch ruhende Bälle blieben ein Thema: Die Freistöße waren gefährlich – insbesondere, wenn Mario Tscheliessnig antrat. Kurz vor der Pause legte Egg nach: In der 41. Minute erhöhte Mario Tscheliessnig auf 2:0, ehe der FC Mölltal quasi postwendend antwortete und durch Tim Schorratz in der 43. Minute auf 2:1 verkürzte – zur Halbzeit stand es 2:1 aus Egg-Sicht.
Aus der Kabine kam Egg mit mehr Kontrolle und klarerem Timing im Umschalten. Die Gäste setzten wiederholt gefährliche Konter, blieben kompakt und nutzten in der Schlussphase ihre Räume eiskalt. In der 92. Minute machten sie den Deckel drauf: Erst erhöhte Sebastian Fritz auf 3:1, zwei Minuten darauf stellte Matej Verstovsek auf 4:1 – zwei späte Treffer, die die Dominanz der zweiten Halbzeit unterstrichen.
Auf die Frage nach dem besten Spieler wich Warmuth einer Einzelkritik bewusst aus und rückte die Gruppe in den Mittelpunkt: „Bei uns war es wieder eine souveräne Mannschaftsleistung.“ Auch abseits der eigenen Bank fand er klare Worte: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung.“ Für die Trainingswoche nennt der Coach ein klares Arbeitsfeld, ohne das Positive zu schmälern: Das Zweikampfverhalten müsse noch besser werden. Unterm Strich passte der 4:1-Erfolg zum Verlauf, den Warmuth skizzierte: ein offenes Spiel mit vielen Aktionen, in dem sein Team vor allem nach der Pause die Oberhand gewann, Chancen konsequent ausspielte und geschlossen auftrat.