Spielberichte

"Das Glück war auf Oberlienzer Seite" – großer Kampf bleibt am Ende unbelohnt

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Oberlienz
SV Baldramsdorf

In der 1. Klasse West setzte sich Sportunion Oberlienz am Samstag mit 2:1 gegen SV "Malerei Delic GmbH" Baldramsdorf durch. Aus Sicht von Obmann Herbert Kogler war es eine heiße und kämpferische Partie, in der seine ersatzgeschwächte Mannschaft lange an einem Punkt schnupperte und erst ganz spät doch noch leer ausging. "Das Glück war an diesem Tag auf der Seite von Oberlienz", sagte Kogler.

Abstoß: Nahaufnahme auf Ball und Schuhe

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Oberlienz hat mehr vom Spiel, Baldramsdorf hält dagegen

Wer diese Partie nur auf das nackte Ergebnis reduziert, lässt nach Koglers Einschätzung einen wichtigen Teil weg. Der Baldramsdorfer Obmann sah eine Begegnung, in der Oberlienz über weite Strecken spielerisch die Oberhand hatte, seine Mannschaft aber mit viel Einsatz, Disziplin und einer stabilen Defensive dagegenhielt. "Oberlienz dominierte das Spiel spielerisch, doch wir hielten defensiv sehr stark dagegen", fasste er den Verlauf zusammen. Gerade in der ersten Halbzeit mussten sich die Gastgeber ihre Vorteile hart erarbeiten, weil Baldramsdorf die Räume eng machte und nur wenig zuließ. In der 8. Minute brachte Luis Henrique Oliveira de Almeida Oberlienz dann aber mit 1:0 in Führung.

Der Ausgleich passt zum mutigen Auftritt der Gäste

Baldramsdorf ließ sich von diesem Rückstand nicht aus dem Konzept bringen und fand noch vor der Pause die passende Antwort. In der 36. Minute führte ein gut gespielter Konter zum 1:1, als Dejan Marijanovic traf. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Halbzeit, und nach dem Seitenwechsel blieb das Bild laut Kogler ähnlich: Oberlienz war das aktivere Team, Baldramsdorf stemmte sich mit allem dagegen. Dazu kam, dass den Gästen vier Stammspieler fehlten. "Besonders stolz war ich auf jene Spieler, die wegen unserer vier Ausfälle spielen mussten und trotzdem über 90 Minuten eine kämpferisch sehr starke Leistung abgeliefert haben", sagte Kogler.

Ein Volley in der Schlussphase entscheidet das Spiel

Lange sprach deshalb vieles für eine Punkteteilung. Kogler meinte sogar, ein Unentschieden wäre aus seiner Sicht verdient gewesen, weil seine Mannschaft den Druck der Gastgeber immer wieder abfangen konnte und trotz der personellen Probleme voll im Spiel blieb. Doch unmittelbar vor dem Ende kippte die Partie noch einmal. In der 90. Minute erzielte Elias Ebner das 2:1 für Oberlienz. Für Kogler war genau das der entscheidende Punkt dieses Nachmittags: "Der entscheidende Knackpunkt war weder spielerisch noch kämpferisch. Wir hatten beim zweiten Tor einfach Pech. Der Volley ging durch fünf Spieler hindurch, und Philipp Ronacher konnte den Ball nicht sehen."

Trotz Niederlage bleibt viel Anerkennung für die eigene Mannschaft

Bemerkenswert war nach dem Schlusspfiff vor allem der Ton, den Kogler anschlug. Er suchte keine Ausreden und machte die Niederlage auch nicht an der Spielleitung fest. "Der Schiedsrichter und der Linienrichter haben beide eine solide Leistung abgeliefert", sagte er und beendete damit jede mögliche Diskussion in diese Richtung sofort. Viel wichtiger war ihm die Leistung seiner Mannschaft. "Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich mit meiner Mannschaft, obwohl wir verloren haben, sehr zufrieden bin", erklärte der Obmann. Gleichzeitig erkannte er an, warum Oberlienz am Ende doch als Sieger vom Platz ging: "Sie haben über die meisten Phasen das Spiel beherrscht und sind dadurch auch zum Sieg gekommen, weil sie nie aufgegeben haben." Für Baldramsdorf blieb damit zwar nichts Zählbares, aber sehr wohl eine kämpferische Leistung, auf die man trotz des späten 1:2 aufbauen kann.

1. Klasse West: Oberlienz : Baldramsdorf - 2:1 (1:1)

  • 90
    Elias Ebner 2:1
  • 36
    Dejan Marijanovic 1:1
  • 8
    Luis Henrique Oliveira de Almeida 1:0