In der 1. Klasse West hat ASKÖ Dellach/Drau am Sonntag gegen TSU Ainet einen deutlichen 5:0-Heimsieg eingefahren. Schon zur Pause lagen die Gastgeber 3:0 vor, nach dem Seitenwechsel legte Amer Jukan noch zweimal nach. Trainer Suvad Rovcanin erklärte den Erfolg vor allem mit Effizienz vor dem Tor und einer stabilen Defensive, wollte den klaren Endstand intern aber trotzdem nicht überbewerten.

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Dellach war am Ende klar vorne, und der Grundstein dafür lag schon in der ersten halben Stunde. Bereits in der 2. Minute brachte Julian Ritscher die Gastgeber in Führung. Rovcanin erinnerte dabei vor allem an die Standardsituation und sagte: "Das 1:0 war ein Eckball, der Kopfball war sehr gut." Danach blieb Dellach dran und erhöhte bis zur Pause noch zweimal. Alkiviadis Tsakiris stellte in der 25. Minute auf 2:0, nur sechs Minuten später sorgte Diego Mareschi für das 3:0. Damit war die Partie früh in eine klare Richtung gelenkt. Für Rovcanin war das aber nicht einfach nur ein schnelles Ergebnis, sondern auch ein Hinweis darauf, dass "die Qualität schon auf unserer Seite war".
Genau diesen Punkt hob der Dellacher Coach nach dem Schlusspfiff besonders hervor. "Wichtig ist natürlich, dass wir unsere Chancen verwertet haben und hinten sehr, sehr stabil gestanden sind", sagte Rovcanin. Aus seiner Sicht lag darin der entscheidende Unterschied. Ainet kam nach seiner Einschätzung nur zu wenigen Möglichkeiten, während Dellach seine Chancen konsequent nutzte und laut dem Trainer sogar noch weitere gute Möglichkeiten hatte. Nach dem Seitenwechsel machte Amer Jukan den Sieg mit seinem Doppelpack endgültig deutlich. In der 66. Minute traf er zum 4:0, in der 73. Minute setzte er mit einem sehenswerten Freistoß über die Mauer ins Kreuzeck den Schlusspunkt. Rovcanin sagte dazu: "Wunderschön war das Tor von Jukan über die Mauer, genau ins Kreuzeck."
Trotz des klaren Ergebnisses fand Rovcanin auch deutliche Worte für den Gegner. "Der Gegner hat bis zum Schluss nichts aufgegeben. Hut ab, was Ainet kämpferisch gemacht hat", sagte der Trainer. Gerade das war ihm wichtig, weil die Gäste nach seiner Wahrnehmung auch beim Stand von 0:3 und 0:4 weiter dagegenhielten. Deshalb wollte er das 5:0 nicht als ein Spiel ohne Widerstand darstellen. Im Gegenteil: "Wir haben 5:0 gewonnen, aber der Gegner hätte sicher ein oder zwei Tore schießen können." Diese Aussage passte zu seiner insgesamt nüchternen Einordnung. Dellach ließ wenig zu und hatte das Spiel im Griff, aber Rovcanin sah sehr wohl, dass die Gäste bis zum Ende alles investierten und sich mit dem klaren Rückstand nicht einfach abfanden.
Vielleicht war genau das die auffälligste Botschaft nach diesem klaren Heimsieg: Rovcanin wollte den Auftritt seiner Mannschaft nicht größer machen, als er ihn selbst gesehen hat. "Ich will die Mannschaft nicht viel loben, aber ich glaube, wir haben in Magdalen besser Fußball gespielt", sagte der Dellacher Trainer. Dass diesmal ein 5:0 auf der Anzeigetafel stand, war für ihn also kein Grund, die Leistung automatisch über alles andere zu stellen. "Wir haben heute 5:0 gewonnen, aber die Leistung war nicht besser als in Magdalen. Ich glaube schon, dass unsere Mannschaft noch besser kann." Unterm Strich bleibt für Dellach dennoch ein klarer Erfolg in Runde 9, ein früher 3:0-Vorsprung und ein Auftritt, der vor allem durch Effizienz und Stabilität getragen wurde. Genau daran wird sich die Mannschaft auch in den nächsten Wochen messen lassen müssen.