Spielberichte

SV-Draschitz-Trainer Mario Ladinig: "Wir haben uns vehement gewehrt"

FC Rennweg
Draschitz

Nach dem 1:1 bei FC Rennweg in der 2. Klasse B ordnete der Trainer des SV Draschitz, Mario Ladinig, die Partie als hart erarbeiteten Punktgewinn ein. Er lobte die Gastgeber als starkes Team und würdigte Coach Martin Holzer, sah den Ballbesitz klar beim Heimklub und beschrieb ein Duell, in dem seine Elf nach einer taktisch schwierigen ersten Hälfte mit mehr Offensive und Biss zurückkam. Im Mittelpunkt seiner Analyse standen der Lattenschuss des Kapitäns, ein gefährlicher Freistoß von Florian Kaiser und die letzten 15 Minuten, in denen Rennweg nochmals auf die Entscheidung drückte. Für den Moment überwiegt bei Ladinig die Zufriedenheit über den Zähler beim Tabellendritten – verbunden mit der Überzeugung, dass in den nächsten Wochen noch mehr kommen wird.

Zweikampf zwischen Spielern in Rot und Weiß-Blau - Ball in der Luft

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Erste Halbzeit: taktischer Fehler und viel Arbeit gegen ein Top-Team

"Rennweg ist ein sehr guter Gegner – nicht umsonst auf Platz drei", hielt Ladinig fest. Seine Mannschaft setzte den Matchplan im ersten Abschnitt nicht sauber um: "In der ersten Halbzeit hat Rennweg nicht unverdient geführt." Ein taktischer Fehler leitete das 0:1 aus Draschitzer Sicht ein, zur Pause lag seine Elf zurück. Offensiv gab es dennoch Momente: "Die Großchance war der Lattenschuss unseres Kapitäns; zudem hatten wir zwei, drei Möglichkeiten, kamen aber nicht sauber zum Abschluss." Rennweg drängte auf das mögliche 2:0, "aber wir haben uns vehement gewehrt".

Umstellungen, Standards und der späte Druck der Heimelf

Zur Pause nahm Draschitz klare Justierungen vor. "Das formationsspezifische Verschieben wurde zunächst nicht wie geplant umgesetzt. Danach haben wir taktisch und kämpferisch endlich das umgesetzt was ich gefordert habe. So sind wir dann in der zweiten Halbzeit zu mehr Torchancen gekommen – bis auf die letzten 15 Minuten. Da war Rennweg aus meiner Sicht wieder klar besser und hat auf die Entscheidung gedrückt." Gefährlich blieb Draschitz bei ruhenden Bällen: "Wir hatten einen guten Freistoß von Florian Kaiser – kommt der präziser, gewinnen wir das Spiel." Gleichzeitig blieb Selbstkritik: "Die Standards, speziell die Eckbälle, haben diesmal nicht so funktioniert, wie wir es uns im Abschlusstraining am Freitag vorgenommen hatten." Die Treffer fielen durch Grega Gorisek zum 0:1 (37.) und durch Raphael Martinz zum 1:1 (64.).

Ballbesitz, Zweikampfverhalten und Ausblick

Beim Ballbesitz sah Ladinig Vorteile beim Heimteam: Gleichzeitig betonte er die Entwicklung seiner Elf: "In der zweiten Halbzeit waren wir bissiger in den Zweikämpfen und früher am Mann." Rennweg habe "in der Schaltzentrale mit Dejan Bozicic einen überragenden Spielmacher, der in der ersten Halbzeit die Bälle sehr gut verteillen konnte. Der Blick nach vorn fällt zuversichtlich aus: "Wir haben erst am 2. Februar mit dem Training begonnen; wir werden noch zwei bis drei Wochen brauchen." Für das nächste Heimspiel gegen Stockenboi kündigt Ladinig an: "Wir werden den Gegner nicht unterschätzen, aber deutlich offensiver agieren. Zu Hause sind wir eine Klasse stärker als auswärts und werden von Anfang an Druck machen. Die Partien gegen Rennweg und Sonntag zu Hause kann man auch nicht vergleichen: Rennweg ist ein Aufstiegskandidat, wir ein Mittelständler und der nächste Gegner eine neuformierte Truppe– mit vollem Offensivdrang wären wir in Rennweg sang- und klanglos untergegangen."

2. Klasse B: FC Rennweg : Draschitz - 1:1 (1:0)

  • 64
    Raphael Martinz 1:1
  • 37
    Grega Gorisek 1:0