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„Es wäre deutlich mehr drinnen gewesen“ – Ladinig erklärt seinen Abschied beim SV Draschitz

Draschitz

Beim Blick auf die 2. Klasse B wirkt Platz acht von SV Draschitz auf den ersten Blick solide. Ex-Trainer Mario Ladinig, der mit Juni auf eigenen Wunsch aufhören wird, ordnet die Saison aber differenziert ein. Der Herbst war stark, das Frühjahr zäh – vor allem wegen der schwachen Trainingsbeteiligung sowie durchschnittlichen Ergebnissen im Frühjahr. „Für den Verein ist Platz acht sehr gut, für mich okay, aber es wäre deutlich mehr drinnen gewesen, wenn alle an einem Strang gezogen hätten“, sagt Mario Ladinig.

Nahaufnahme iener weißen Markierungslinie auf Fußballrasen

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Herbst stark, Frühjahr zäh: Warum Ladinig Good bye sagt!

Mario Ladinig beginnt seinen Rückblick ohne Umschweife. „Wir haben eine Bombenherbstsaison gespielt“, erzählt er, und genau da setzt seine Erklärung an. Denn mit Beginn des Frühjahrs sei die Luft dünner geworden und gewisse Spieler hatten keine Teamplayer Mentalität. „Die Trainingsbeteiligung war sehr schlecht im Frühjahr, scheinbar ein altes Draschitz Leiden. Der Kader war plötzlich zu wenig, das Kaderpersonal viel zu gering“, so der ehemalige Coach. Aus seiner Sicht erklärt das, warum die Resultate nach der Winterpause abgefallen sind. Auch der Zeitpunkt seines Abschieds war früh fixiert: „Der sportliche Leiter, hat mir bereits im November eine Verlängerung angeboten. Ich habe abgelehnt, die endgültige Entscheidung ist im April meinerseits gefallen.“ Wichtig ist ihm der Ton des Abschieds: „Der Verein hätte mich gerne weitergehabt. Ich gehe aber nicht im Streit warum auch war eine schöne Zeit da oben, ich gehe als Freund von SV Draschitz.“

Kleiner Kader, viele Abgänge: Ein Umbruch mit Ansage

Die Kaderdecke war im Frühjahr das Dauerthema und sie bleibt es. „Vier bis fünf Spieler werden den Verein verlassen. Das ist kein Geheimnis – viele davon habe ich überhaupt erst hergebracht“, sagt Ladinig. Zwei erfahrene Stützen beendeten ihre Laufbahn: „Daniel Ottowitz und Florian Kaiser haben die Karriere beendet. Die haben im Vorhinein schon gesagt, sie spielen bei mir die letzte Saison.“ Zusätzlich belasteten zahlreiche Ausfälle. „Wir hatten einige Ausfälle wegen Studium/Matura und zwei Langzeitverletzte mit Fabian Rauscher und dem Philipp Abuja. Und Lukas Eisendle hat bis August Sportverbot." Klare Schlussfolgerung des Ex-Trainers: „Der Verein wird neue Leute brauchen die geil sind zu trainieren und ehrgeizig sind, weil der Kader sonst viel zu klein ist und einige boys unzuverlässig sind.“

Neuer Mann an der Linie und offene Baustellen

Mit dem Wechsel auf der Bank beginnt für Draschitz eine neue Etappe. „Es kommt ein Übungsleiter ja", bestätigt Ladinig. Zu Transfers hält er sich bewusst zurück: „Die letzte Neuverpflichtung habe ich noch gemacht mit dem Sami Omic. Alles weitere müssen Sie den Herrn Martinz Senior oder meinen Nachfolger fragen.“ Personell wird es weitere Veränderungen geben, auch im Umfeld. „Michael Lamprecht meine rechte Hand wird auch nicht mehr in Draschitz bleiben, weil er in erster Linie wegen mir raufgekommen ist, und auch der Karl Höller“, erklärt Ladinig. „Ich bin mit vielen weiter gut vernetzt/befreundet und einige sind wegen mir nach Draschitz mitgekommen bzw. auch zurückgekommen . Wenn man wieder Ziele hat, regelmäßig trainiert und alle an einem Strang ziehen, werden wir sicher wieder Kontakt pflegen.“

Lob für Stützen, Respekt vor Gegnern und ein Abschied mit Dank

Bevor Ladinig den Blick nach vorne freigibt, verteilt er Anerkennung – an eigene Spieler und an Rivalen. „Karl Höller – Wahnsinn, wie gern der mit zweiundvierzig Jahren bei mir gespielt hat“, beginnt er. „Florian Kaiser: Kommunikation top, Menschlichkeit top, Spieler sehr gut. Den Daniel Ottowitz muss ich hervorheben – wichtiger, guter Spieler. Last but not least: der 38 jährige Christoph Marko als Drehscheibe im Mittelfeld und der Manuel Mostetschnig im Tor, der mit 40 Jahren so brennt – das wünsche ich mir von einigen Jungen.“ Auch die Liga hat Eindruck hinterlassen: „Treffen und Feffernitz waren für mich vorher schon die Favoriten. Sehr positiv überrascht hat mich der FC Rennweg, wieder leider knapp am Aufstieg vorbei. In der Rückrunde war für mich der SV Obermillstatt die Überraschung mit einer Top Rückrunde,. sowie die 1b von Seeboden über die gesamte Saison hinweg mit Trainer Mario Pirker – super Arbeit, super Trainingsteilnahme, super Verein. Hut ab.“ Zum Schluss wird Ladinig persönlich: „Ich bedanke mich beim SV Draschitz für die erfolgreichen 16 Monate, bei allen Draschitzer natürlich in erster Linie den tollen Fans, bei meinen Spielern, beim Michael Lamprecht und Karl Höller. Bei Christian Proprenter der aktuell mit mir leider nicht telefonieren will, sowie bei Luk Hans. Vielleicht sieht man sich eines Tages wieder. Ich gehe von SV Draschitz als Freund.“