In der 2. Klasse C steht Mario Johann Obitsch mit seinem Verein SV Naturstein Kogler St. Urban mitten in einer intensiven Saisonphase. Nach wechselhaften Ergebnissen – einem 1:1 gegen WSG Brückl, einer Niederlage gegen SV Union Gurk, zwei Siegen gegen ASKÖ Poggersdorf Youngsters und Krumpendorf sowie einem abschließenden 3:4 gegen SG Wölfnitz/Oberglan 1b – zieht der Trainer eine Zwischenbilanz: zwischen Aufbruch und der Suche nach Konstanz, aber mit spürbar positiver Grundstimmung im Verein.

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Obitsch blickt auf eine erste Saisonhälfte zurück, in der seine Mannschaft spielerisch vieles richtig machte, aber an der nötigen Beständigkeit scheiterte. „Das Mannschaftsgefüge hat sehr gut funktioniert, wir waren als Einheit stark“, betont der Coach.
Zugleich räumt er ein, man habe „in den falschen Momenten die falschen Entscheidungen getroffen“. Diese Schwankungen spiegeln sich auch in den jüngsten Ergebnissen wider: auf ein Remis folgte eine Niederlage, dann zwei überzeugende Auftritte – ehe ein weiteres 3:4 den nächsten Sprung in der Tabelle verhinderte. Aktuell liegt St. Urban auf Rang acht.
Im Winter hat der Klub punktuell nachgelegt – unter anderem auf der Torhüterposition. Abgänge gab es keine. Während die Neuen noch dabei sind, sich in die Strukturen einzufügen, muss der Verein auf Stürmer Lukas Maier verzichten. „Leider ist unser Stürmer verletzt von der letzten Partie noch. Es ist was beim Knie, wir wissen noch nicht, ob es operiert werden muss oder nicht“, erläutert Obitsch. Ein Rückschlag, weil Maier in der Offensive eine wichtige Rolle spielt.
Besonders lobende Worte findet der Trainer für seinen Kapitän Philipp Kandut. „Er hat sich wieder als absolute Leitfigur hervorgetan, vor allem in den letzten drei Wochen der Vorbereitung“, sagt Obitsch. Kandut sei nicht nur spielerisch, sondern auch menschlich ein Vorbild für die jüngeren Spieler – das habe eine spürbare Aufbruchsstimmung ausgelöst.
„Wir haben einen guten Teamspirit, es gibt keine negativen Einflüsse von außerhalb“, fasst Obitsch die Atmosphäre zusammen. Auch strukturell blieb alles ruhig: keine Wechsel im Betreuerteam, keine Unruhe von außen – beste Voraussetzungen, um den positiven Trend zu stabilisieren.
In der Liga zeigt sich ein deutlicher Leistungsabstand zwischen den Spitzenteams und dem breiten Mittelfeld. Besonders beeindruckt hat Obitsch der Tabellenführer SV Weitensfeld, „weil sie sowohl spielerisch als auch physisch absolut überlegen waren und jedes Mal, wenn sie müssen, noch einmal eine Schaufel draufgelegt haben“.
Dennoch bleibt St. Urban optimistisch: Mit der Rückkehr verletzter Spieler, der behutsamen Integration der Winterzugänge und der Führungsstärke erfahrener Akteure will man Stabilität, Teamgeist und weitere Punkte vereinen – um in der 2. Klasse C erneut ein Ausrufezeichen zu setzen.