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Sablatnig: "Wir haben zu viele Chancen gebraucht" – Viktring schaut trotzdem zuversichtlich nach vorn

SV Viktring

In der 2. Klasse D blickt der SV Viktoria Viktring nach einer starken Saison auf Rang drei zurück. Trainer Christian Sablatnig spricht von einer sehr stabilen Defensive, aber einer fehlenden Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Der verpasste Aufstieg tut zwar noch ein wenig weh, die Stimmung ist aber wieder gut, das Team startet am Montag in die Vorbereitung. Ein neuer Co-Trainer ist da, im Kader gab es kleine Veränderungen – und trotz aller Enttäuschung überwiegt der Optimismus für die nächste Spielzeit.

Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Rückblick: stabil hinten, vorne zu verschwenderisch

Christian Sablatnig ordnet die abgelaufene Saison nüchtern ein und setzt klare Schwerpunkte. „Das letzte Jahr war sehr erfolgreich. Wir haben am dritten Platz abgeschlossen“, sagt der Coach, um gleich danach die Schlüsselerkenntnis zu liefern: „Leider haben wir den Aufstieg verpasst.“ Was aus seiner Sicht gut funktioniert hat, ist eindeutig: „Wir haben die zweitbeste Defensive in ganz Kärnten gehabt. Das hat gepasst.“ Gleichzeitig benennt er den Grund, warum es nicht ganz gereicht hat, ohne Umschweife: „Wir haben einfach zu viele Chancen gebraucht, um Tore zu erzielen.“ Diese Mischung aus defensiver Stabilität und fehlender Effizienz zieht sich durch seine Rückschau. Sablatnig wirkt dabei weder geknickt noch ausweichend, sondern bringt es auf den Punkt: Die Basis stimmt, der letzte Punch im Strafraum hat zu oft gefehlt.

Stimmung gedreht, kleine Kaderbewegungen und ein neuer Co-Trainer

Nach dem verpassten Aufstieg war die Gefühlslage erwartbar gedrückt, doch der Schalter ist bereits wieder umgelegt. „Nach Ende der Saison war’s die ersten Tage sehr schwierig, aber die Stimmung ist schon wieder gut“, erklärt Sablatnig. „Wir fangen am Montag wieder zu trainieren an und dann gehen wir raus in die neue Saison.“ Am Kader wird parallel gearbeitet, doch vorerst blieb es ruhig. „Neuzugänge gab es noch keine, aber da sind wir am Arbeiten“, so der Trainer. Abgänge gibt es trotzdem zu vermelden: „Zwei Spieler – Nico Hrstic und Lukas Hartl – beenden ihre Karriere. Und Elias Kunter ist ab sofort beim Bundesheer.“ Positiv: „Verletzte haben wir im Moment nicht.“ Zudem stellte der Verein die Weichen im Staff: „Ich hab seit ungefähr einem Monat den Hannes Herbner als Co-Trainer an meiner Seite.“ All das passt zur Botschaft: Kein Aktionismus, sondern gezielte Justierung – und die Gruppe hält zusammen.

Leistungsträger, Anerkennung für St. Margarethen und ein klarer Ausblick

Bei den Leistungsträgern spart der Trainer nicht mit Lob, ohne den Teamgedanken aus den Augen zu verlieren. „Raphael Kassler hat, glaube ich, 25 Tore geschossen. Und Yevhen Sutkovyi hat sehr viele Assists verbucht“, sagt Sablatnig, ergänzt aber sofort: „Eigentlich hat die ganze Mannschaft gut gearbeitet – vielleicht muss man die zwei noch ein bisschen herausheben, aber insgesamt war die ganze Mannschaft in Ordnung.“ Beeindruckt hat ihn in der Liga vor allem St. Margarethen im Lavanttal: „Am meisten beeindruckt hat mich sicher St. Margarethen im Lavanttal, weil sie sehr konsequent waren und guten Fußball mit vielen Eigenbauspielern gespielt haben. Die gehen den gleichen Weg wie wir.“ Der Blick nach vorne ist damit klar umrissen: an der Effizienz feilen, die defensive Stabilität mitnehmen, den ruhigen Sommer nutzen – und mit frischer Energie in eine Saison starten, in der Viktring wieder ganz vorne mitreden will.