In der Kärntner Liga hat KAC 1909 gegen SV Dellach/Gail nach einer torlosen ersten Hälfte noch deutlich mit 4:0 gewonnen. Trainer Christian Rauter sah den Unterschied vor allem im Auftreten seiner Mannschaft. „Wir wollten einfach mehr“, sagte er nach dem Spiel. Vor allem nach der Pause sei sein Team mutiger geworden, habe die Räume besser bespielt und sich für eine starke zweite Halbzeit auch klar belohnt.

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Rauter schilderte einen Beginn, in dem seine Mannschaft gleich gut in die Partie fand. „Wir sind recht gut reingekommen und haben trotz der ganz schwierigen Rasenbedingungen das Spiel am Anfang gut gestaltet“, sagte der KAC-Coach. Dazu kamen in der Anfangsphase auch die ersten klaren Chancen. Ganz einseitig blieb die Partie aber nicht. Mitte der ersten Halbzeit kam Dellach/Gail laut Rauter besser ins Spiel, vor allem über gute Umschaltmomente. Dadurch entwickelte sich eine Phase, in der die Gastgeber nicht mehr ganz so klar am Drücker waren. Für den Trainer war deshalb auch das Pausenresultat stimmig. „Das 0:0 zur Pause war eigentlich gerechtfertigt“, hielt er fest und brachte damit eine erste Hälfte auf den Punkt, in der beide Seiten ihre Momente hatten.
Nach dem Seitenwechsel sah Rauter dann genau jene Entwicklung, die er sich erhofft hatte. „Nach der Pause sind wir richtig gut rausgekommen“, sagte er, und das zeigte sich auch rasch am Spielstand. In der 50. Minute brachte Noa Mosser den KAC 1909 in Führung. Für Rauter war diese Szene der Knackpunkt. „Das 1:0 war der große Öffner“, sagte er über den Treffer, der nach einem schnell abgespielten Freistoß und einer Flanke von links entstand. Jonas Reithofer legte den Ball dabei akrobatisch in den Rückraum, wo Mosser vollendete. Acht Minuten später erhöhte Mihret Topcagic per Elfmeter auf 2:0, nachdem laut Rauter eine starke Aktion von Reithofer zum Strafstoß geführt hatte. Mit dem zweiten Tor musste Dellach/Gail weiter aufmachen, und genau darin sah der Trainer den nächsten Vorteil für seine Mannschaft. Die Räume wurden größer, der KAC blieb sauber im Spiel und legte nach. In der 71. Minute traf Denin Matoruga nach einer Hereingabe von links zum 3:0. Beim 4:0 in der 79. Minute begann alles mit einem Ballgewinn von Mario Gugganig, dann wurde schnell über Milan Mosser umgeschaltet, Alexander Kerhe spielte den letzten Pass, und Matoruga schloss erneut ab.
Für Rauter lag der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften nicht nur in den Toren, sondern vor allem in der Art, wie sein Team das Spiel angenommen hat. „Wir waren im Vergleich zum letzten Spiel mit dem Ball viel aktiver und präsenter“, sagte er. Gerade in der zweiten Hälfte habe seine Mannschaft trotz schwieriger Bedingungen „richtig gut Fußball gespielt“. Dellach/Gail erlebte er zunächst eher tief und zurückhaltend, später aber mutiger, weil über Umschaltmomente Selbstvertrauen dazukam. Nach dem 2:0 sei die Partie aus seiner Sicht allerdings im Wesentlichen entschieden gewesen. Rauter begründete das auch mit dem geschlossenen Auftreten seines Teams. „Wir waren mutiger im Vorwärtsattackieren, wir waren mutiger beim Fußballspielen und wir sind als Einheit aufgetreten“, sagte er. Dazu kam für ihn ein Punkt, der über das einzelne Spiel hinausgeht: „Bei uns passt es in der Kabine, bei uns passt es vom Platz heraus.“
Zum Schluss sprach Rauter nicht nur über Taktik und Tore, sondern auch über das, was hinter so einem Abend steht. Dabei rückte für ihn das Funktionieren des Trainerteams noch stärker in den Vordergrund. Er bedankte sich ausdrücklich bei seinem Co-Trainer Felix Stromberger, TW-Trainer Endrit Sadiku und auch bei Tim Tassotti, die ihn großartig vertreten haben. „Ich bin sehr stolz auf das, was wir da zusammengestellt haben“, sagte Rauter. Besonders wichtig ist ihm, wie die Gruppe arbeitet. „Die Jungs trainieren fleißig, die Stimmung ist überragend“, so der KAC-Coach. Mit 13 Punkten aus fünf Spielen steht der KAC 1909 damit an der Spitze der Kärntner Liga. Ausruhen will sich in Klagenfurt darauf aber niemand. Rauter kündigte an, weiter am Spiel mit dem Ball, an der Duellführung und auch am Verhalten gegen den Ball arbeiten zu wollen. Nach diesem 4:0 hatte sein Team dafür jedenfalls die passende Bestätigung.