In der Unterliga West hat sich ATUS VFI-Center Nötsch am Samstag daheim URC Thal/Assling mit 0:1 geschlagen geben müssen. Das entscheidende Tor fiel erst in der 90. Minute, als Uros Palibrk nach einem Eckball traf. Für Thal-Trainer Markus Hanser war das aber kein später Zufall, sondern die Belohnung für einen Auftritt, in dem seine Mannschaft aus seiner Sicht „von der ersten Minute weg“ das aktivere Team gewesen sei.

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Hanser ließ nach dem Schlusspfiff keinen Zweifel daran, wie er die 90 Minuten gesehen hat. „Das war von Anfang an ein überragendes Spiel von uns“, sagte der Trainer der Gäste und sprach von einer Mannschaft, die in Nötsch sofort im Spiel war. Vor allem die erste Hälfte strich er dabei deutlich heraus. Thal sei „spielbestimmend von der ersten Minute weg“ gewesen und habe in seinen Augen in allen Belangen mehr vom Spiel gehabt. Dass es zur Pause trotzdem 0:0 stand, änderte für ihn nichts an diesem Eindruck. „Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis wir das erste Tor machen“, sagte Hanser, auch wenn diese Belohnung zunächst noch ausblieb.
Ein Punkt war für Hanser dabei besonders wichtig: die Ordnung seiner Mannschaft. Auf dem großen Platz in Nötsch sei es darum gegangen, nicht auseinanderzufallen und trotzdem aktiv zu bleiben. „Wir sind auf diesem riesengroßen Platz relativ kompakt gestanden“, erklärte er. Dazu kam aus seiner Sicht ein weiterer Faktor, der an diesem Nachmittag eine Rolle spielte. „Es war relativ heiß, und wir haben wirklich den Ball laufen lassen.“ Genau das habe seiner Mannschaft in die Karten gespielt. Schon vor der Pause habe Thal das laut Hanser „relativ super gemacht“, und auch danach blieb seine Elf geduldig. Erst in der 90. Minute fiel dann doch noch das Tor, auf das die Gäste so lange hingearbeitet hatten: Nach einem Eckball entstand vor dem Tor ein Getümmel, aus dem Uros Palibrk zum 0:1 abschloss.
Wenn Hanser einen Grund für diesen späten, aber aus seiner Sicht verdienten Erfolg nennen sollte, musste er nicht lange überlegen. „Das Miteinander“, sagte er knapp, schob aber sofort die Erklärung nach. „Wir haben im Kollektiv verteidigt.“ Genau dieses geschlossene Auftreten machte für ihn den Unterschied aus. Thal habe nicht nur hinten gemeinsam gearbeitet, sondern insgesamt in allen Mannschaftsteilen einen guten Tag erwischt. „Wir waren in allen Positionen eigentlich die bessere Mannschaft“, meinte der Trainer. Umso klarer fiel dann auch seine Einschätzung des Gegners aus. Er habe vor Nötsch „relativ Respekt“ gehabt, sagte Hanser, fügte aber ebenso deutlich an: „An diesem Tag hätten sich die Nötscher den Sieg sicher nicht verdient.“ Mit dem Unparteiischen hatte er dagegen nichts zu beanstanden. „War alles in Ordnung. Hat gepasst“, sagte der Thal-Coach.
Neben dem Sportlichen sprach Hanser noch einen Punkt an, der ihm nach dem Spiel sichtlich nicht gefiel. Vor allem aus dem Bereich nahe der Gäste-Bank habe es seiner Darstellung nach schon früh im Spiel unfaire Zurufe von Zuschauern gegeben. „Das hat mir überhaupt nicht gefallen“, sagte er und sprach von Beschimpfungen gegen Ersatzbank und Trainerteam. Rund um die Schlussphase sei das noch einmal hochgekocht, als in der 90. Minute nach dem Siegtor Bewegung hineinkam. Hanser betonte aber auch, dass seine Mannschaft damit gut umgegangen sei. „Positiv“, lautete seine Antwort auf die Frage, wie sein Team diese Stimmung aufgenommen habe. Die Bank selbst habe „wenig dazu beigetragen“, meinte er. Sportlich blieb am Ende ohnehin das Entscheidende stehen: Thal nimmt aus Nötsch einen 1:0-Auswärtssieg mit, und weil der Treffer von Palibrk ganz spät fiel, bekam der aus Sicht des Trainers starke Auftritt doch noch den Ertrag, den er sich über weite Strecken verdient hatte.