In der Unterliga West hat sich SV WEB-STAPLER Arnoldstein im Derby gegen SV Egg mit 0:2 geschlagen geben müssen. Für Trainer Thomas Warmuth war der Auswärtssieg vor allem deshalb stimmig, weil seine Mannschaft die Partie früh in den Griff bekam, vor der Pause doppelt traf und auch personelle Ausfälle wegsteckte. Entscheidend waren für ihn nicht nur die Tore, sondern vor allem „die Geschlossenheit der Mannschaft“.

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Warmuth hatte nach dem Schlusspfiff ein sehr klares Bild von der Partie. „Von Anpfiff an hatten wir das Spiel unter Kontrolle“, sagte der Trainer der Gäste und machte zugleich deutlich, dass es trotzdem kein lockerer Auftritt war. „Es war ein harter Derby-Fight, aber richtig fair geführt von beiden Mannschaften.“ Nach seiner Schilderung kam Egg vor allem über die rechte Seite immer wieder gut nach vorne. In der 13. Minute fiel daraus die Führung, als Abdulmomen A. S. Bashir das 1:0 erzielte. Warmuth beschrieb die Szene so: „Fabio Mörtl spielte einen scharfen Ball herein und Abdulmomen Bashir verwertete zum 1:0.“ Auch das 2:0 in der 37. Minute passte aus seiner Sicht genau in dieses Bild. Wieder ging es über rechts, wieder hob der Trainer die Aktion von Fabio Mörtl hervor, diesmal schloss Gal Zinic erfolgreich ab. Mit dem 2:0 zur Pause war das Spiel für Warmuth schon deutlich auf die Seite der Egg-Elf gekippt.
Dass die Gäste in Arnoldstein kaum ins Wanken gerieten, führte Warmuth nicht zuerst auf die beiden Tore zurück, sondern auf die Arbeit seiner Mannschaft gegen den Ball. „Die Geschlossenheit der Mannschaft, das kompakte Zusammenhalten, das war sehr wichtig“, sagte er. Gerade in einem Derby sei entscheidend gewesen, dass sich die Spieler gegenseitig halfen und in den direkten Duellen nicht allein gelassen wurden. „Es wurde immer gedoppelt. Also richtig gut“, meinte der Trainer, der auch das Zweikampfverhalten als wesentlichen Punkt hervorhob. Dem Gegner sprach er dabei nicht grundsätzlich die Gefährlichkeit ab. Arnoldstein habe „gefährlich mitgespielt“, sagte Warmuth, im letzten Drittel sei aus seiner Sicht aber zu wenig gekommen. „Vorne hatten sie nur eine Chance. Es war einfach zu wenig, was von Arnoldstein kam.“ Ein paar strittige Situationen sprach er ebenfalls an, relativierte das aber sofort wieder. Selbst wenn vielleicht einmal eine Abseitsentscheidung diskutiert werden könne, habe das „für das Spiel eigentlich wenig ausgemacht“.
Besonders zufrieden war Warmuth auch deshalb, weil der Sieg nicht in Bestbesetzung zustande kam. „Uns haben heute wirklich fünf Stammspieler gefehlt, und wir hatten das trotzdem im Griff“, sagte er. Für den Trainer ist das ein Hinweis darauf, dass Egg derzeit nicht nur von einzelnen Akteuren lebt, sondern vom gesamten Kader. „Wir haben eigentlich einen sehr guten Kader, und es gefällt mir, wie alle trainieren und jeder für jeden fightet.“ Dieses Miteinander zog Warmuth nicht nur auf den Platz, sondern auch auf die Ränge. Nach seinen Angaben waren rund 100 Zuschauer aus Egg mit nach Arnoldstein gereist, worauf er ausdrücklich stolz war. „Ich bin richtig stolz auf die Zuschauer, die heute mit nach Arnoldstein gefahren sind und uns angefeuert haben“, sagte er. Mit dem 2:0-Auswärtssieg hält Egg nach sechs Runden bei zwölf Punkten und liegt damit aktuell auf Rang drei. Für die Gäste war es also nicht nur ein Derby-Erfolg, sondern auch ein Abend, der viele Aussagen des Trainers bestätigt hat.