In der Unterliga West nahm SV WEB-STAPLER Arnoldstein beim SV Malta nach einem turbulenten ersten Durchgang ein 2:2 mit. Trainer Stevo Pipunic sprach von einer ausgeglichenen Partie, in der seine Mannschaft den Rückstand schnell korrigierte, das Spiel zwischenzeitlich drehte, gegen die unangenehmen Gastgeber aber ständig gefordert blieb. Vor allem eine große Chance am Ende ließ ihn mit dem Gefühl zurück, dass sogar noch mehr möglich gewesen wäre.
Für Pipunic war die Richtung des Spiels von Beginn an klar. "Es war eine ausgeglichene Partie", sagte der Arnoldstein-Trainer, der Malta als Mannschaft erlebte, die vor allem verteidigen und auf Konter spielen wollte. Seine Elf habe dennoch selbst mitspielen wollen, genau das habe die Aufgabe aber so schwierig gemacht. Nach 23 Minuten ging Malta durch Marcel Rudolf Schönherr in Führung, wobei Pipunic offen ansprach, dass dem 1:0 ein Abwehrfehler und zu spätes Reagieren vorausgegangen seien. Die Gäste schüttelten den Rückstand aber schnell ab. "Wir wollten gleich ausgleichen", sagte er, und genau das gelang bereits eine Minute später durch Roman Binter. Arnoldstein blieb danach am Drücker, machte weiter Druck und drehte die Partie in der 32. Minute durch Nermin Konjevic auf 2:1. "In dieser Phase haben wir gut gespielt", hielt Pipunic fest. Noch vor der Pause kam Malta allerdings wieder zurück, als Marcel Rudolf Schönherr in der 41. Minute auch das 2:2 erzielte.
Dass Arnoldstein am Ende mit einem Punkt abreiste, lag aus Sicht des Trainers auch an der Spielweise der Heimischen. "Malta ist eine ganz unangenehme Mannschaft mit einer guten Verteidigung und einem guten Tormann", sagte Pipunic. Vor allem die Konter bereiteten seiner Mannschaft immer wieder Probleme. Der Trainer hob dabei einen sehr schnellen Offensivspieler und die guten Zuspiele aus dem Mittelfeld hervor. "Das war ganz schwer zu verteidigen", sagte er und schilderte damit ziemlich genau, warum Arnoldstein trotz eigener guter Phasen nie wirklich Ruhe in die Partie bekam. Auch nach dem Seitenwechsel blieb dieses Thema bestehen. Dazu kam ein Elfmeter für Malta in der zweiten Hälfte, der diesmal aber ohne Folgen blieb, weil Arnoldsteins Tormann stark reagierte. Pipunic sah darin einen wichtigen Moment für seine Mannschaft. "Das hat uns noch mehr Mut gegeben, dass wir weiter nach vorne spielen", erklärte er. Tatsächlich suchten die Gäste danach weiter den Weg in die Offensive und kamen am Ende noch zu einer großen Möglichkeit. "Normal musst du den machen, dann ist der Sieg auf unserer Seite", sagte der Trainer.
Im Rückblick ordnete Pipunic das Remis deshalb nicht nur über den Spielstand ein, sondern auch über die Umstände. Arnoldstein musste einige Ausfälle verkraften, was sich nach seiner Einschätzung vor allem im Spiel nach vorne bemerkbar machte. "Nach vorne ist ein bisschen weniger gegangen, weil uns Passspieler gefehlt haben", erklärte er. Gleichzeitig sah er in der zweiten Hälfte eine stabilere Defensivleistung als noch vor der Pause. In den ersten 45 Minuten habe sich seine Abwehr mit dem Tempo der Malta-Offensive noch schwergetan, danach habe sie besser gestanden und die Situationen sauberer gelöst. Den Mannschaftsgeist wollte Pipunic trotz des verpassten Sieges ausdrücklich hervorheben. Er sprach von einer guten Partie mit "Luft nach oben", betonte aber ebenso, dass in dieser Liga jede Aufgabe schwer sei und auch Malta keine schlechte Mannschaft habe. Zu den strittigen Situationen wollte er sich nicht groß äußern, hielt sich auch bei der Bewertung des Schiedsrichters zurück. So bleibt für Arnoldstein unter dem Strich ein 2:2, das man mitnehmen kann, das aber auch das Gefühl hinterlässt, dass in Malta durchaus ein Auswärtssieg drin gewesen wäre.