Spielberichte

Winkler nach 0:6 in Großebersdorf: "Das Eigentor war der Knackpunkt"

SV Großebersdorf
SC Marchegg

In der 1. Klasse Nord feierte der SV Großebersdorf gegen den SC mapo Marchegg einen klaren 6:0-Heimsieg. Ein unglückliches Eigentor öffnete dem Tabellenführer die Tür, danach nutzten die Hausherren ihre Chancen eiskalt. Marchegg-Trainer Horst Winkler sprach von einem klaren Knackpunkt und anerkannte die Überlegenheit des Gegners, lobte aber auch den tadellosen Schiedsrichter. 

Spieler ziehen auf der Ersatzbank ihre Schuhe an

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühes Eigentor, dann legt der Leader gnadenlos nach

Aus Marchegger Sicht waren die ersten 30 Minuten „in Ordnung“, doch in Minute 24 passierte das, was Horst Winkler später den Knackpunkt nannte: Ein unglückliches Eigentor von Baris Turan stellte auf 1:0. Großebersdorf blieb danach das aktivere Team und erhöhte noch vor der Pause durch Samir Mujic in der 38. Minute auf 2:0 – mit diesem Polster ging es in die Kabinen. Kaum zurück, legten die Hausherren nach: Philipp Hackl traf in der 47. Minute zum 3:0, Christoph Pekarek stellte in Minute 51 auf 4:0. Wieder Hackl legte mit dem 5:0 in der 58. Minute nach, ehe Marcel Lischak in der 67. Minute den 6:0-Endstand besorgte. Der Tabellenführer nutzte seine Chancen eiskalt und ließ hinten wenig zu.

Winkler: "Das Eigentor war der Knackpunkt"

Horst Winkler suchte keine Ausreden, sondern ordnete klar ein: „Die ersten dreißig Minuten waren in Ordnung. Dann kam das 1:0 durch ein unglückliches Eigentor – das war der Knackpunkt.“ Der zweite Treffer kurz vor der Pause gab aus seiner Sicht die Richtung vor: „Mit dem 2:0 war der Kuchen gegessen.“ Zur Qualität des Gegners sagte der Marchegg-Trainer: „Sie waren fußballerisch stärker und auch körperlich besser. Die sind nicht umsonst die Nummer eins, die werden meiner Meinung nach Meister.“ Beim 3:0 merkte er an: „Den kann man vielleicht halten.“ Nach der Pause, so Winkler, „haben sie sich in einen Flow gespielt“. Ein Sonderthema gab es nicht: „Der Schiri war okay, tadellose Leistung.“

Trotz 0:6: kleine Ansatzpunkte und der Blick nach Haringsee

Ganz schwarz wollte Winkler den Abend nicht malen. „Wir haben alles probiert und uns nicht aufgegeben“, betonte er. In der ersten Hälfte setzte Marchegg spielerisch „ein paar Akzente“, doch der letzte Pass oder der Abschluss fehlte. Umgekehrt hob Winkler die Kaltblütigkeit des Gegners hervor: „Die Effizienz war überragend, sie haben aus jeder Chance ein Tor gemacht.“ Dass Großebersdorf als Tabellenführer mit 57 Punkten vorneweg marschiert, unterstrich die Schwere der Aufgabe. Marchegg hält bei 29 Zählern und will schnell wieder Tritt fassen. Winklers Botschaft nach dem Abpfiff war klar: „Wenn man 0:6 verliert, muss man aufstehen. Nächstes Spiel in Haringsee wollen wir wieder punkten – dann schauen wir weiter.“

1. Klasse Nord: Großebersdorf : Marchegg - 6:0 (2:0)

  • 67
    Marcel Lischak 6:0
  • 58
    Philipp Hackl 5:0
  • 51
    Christoph Pekarek 4:0
  • 47
    Philipp Hackl 3:0
  • 38
    Samir Mujic 2:0
  • 24
    Eigentor durch Baris Turan 1:0