Der SC Orth/Donau hat das Derby in der 1. Klasse Nord gegen den SV GG Haringsee mit 2:1 gewonnen. Vor der Pause klar am Drücker, nach Seitenwechsel kurz geschockt – und postwendend die richtige Antwort: So lässt sich der 24. Spieltag für den SC Orth/Donau zusammenfassen. Constantin Müller traf früh zur Führung, ein Eigentor brachte Haringsee zurück, ehe Benjamin Forster im direkten Gegenzug entschied. „Das schnelle 2:1 war der Schlüssel“, sagte Sektionsleiter Alexander Windisch, der anschließend eine kämpferische Schlussphase sah.

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Orth legte im Derby los wie die Feuerwehr, stand hoch, gewann viele zweite Bälle und setzte Haringsee früh unter Druck. „In der ersten Halbzeit waren wir klar überlegen. Wir hatten einige Torchancen, sind aber nur mit 1:0 in die Pause gegangen“, hielt Sektionsleiter Alexander Windisch fest. Das 1:0 fiel in der 22. Minute – und war obendrein ein schöner Treffer. Windisch schilderte die Entstehung so: „Es war ein Pass von Pascal Pokorny auf Constantin Müller. Er ist von links in die Mitte gezogen. Der Tormann hat mit einem Stanglpass gerechnet, er hat aber ins kurze Kreuzeck abgeschlossen. Sehr sehenswert.“ Auch wenn Orth weitere Möglichkeiten liegen ließ, stand zur Halbzeit ein verdienter 1:0-Vorsprung, der die Dominanz der Heimelf unterstrich und das Derby in die gewünschte Richtung lenkte.
Nach dem Wechsel kippte die Partie zunächst kurz in eine andere Richtung. „Der Ausgleich fiel aus dem Nichts. Ein Stanglpass wurde von uns ins eigene Tor befördert“, so Windisch über das 1:1 in Minute 58, das als Eigentor von Marko Hausner gewertet wurde. Viel Zeit zum Grübeln blieb Orth aber nicht – und genau das machte an diesem Nachmittag den Unterschied. Nur eine Minute später stellte Benjamin Forster auf 2:1 (59.). „Nach dem Corner kam der Ball flach an die Sechzehnerlinie zurück, Benjamin Forster hat direkt abgezogen und flach ins lange Eck getroffen – unhaltbar“, erklärte Windisch die Entstehung des Treffers. Der Sektionsleiter brachte es auf den Punkt: „Das schnelle 2:1 nach dem Ausgleich war der Schlüssel. Dadurch waren wir sofort wieder vorne – das war für den Sieg entscheidend.“ In der Folge verwaltete Orth die Führung, während Haringsee einige Halbchancen bekam, ohne den Ausgleich zu erzwingen.
In der Schlussphase blieb es ein echtes Derby: intensiv, zweikampfbetont, mit viel Laufarbeit auf beiden Seiten. „Wir haben alle über neunzig Minuten gekämpft. Das erwarte ich mir aber auch in einem Derby gegen Haringsee“, sagte Windisch, der zugleich auf einen möglichen Deckel hinwies: „Wir haben verabsäumt, das 3:1 aus einem Konter zu machen. Da sind wir zu viert aufs Tor gerannt und haben leider die falsche Entscheidung getroffen.“ Ein Sonderlob verteilte Windisch an das Gespann: „Der Schiedsrichter war sehr gut und hatte das Derby hundert Prozent unter Kontrolle.“ Mit dem Sieg hält Orth nach 24 Runden bei 32 Punkten und liegt im Mittelfeld, Haringsee steht bei 23. Spielerisch sieht Windisch trotz des Dreiers Luft nach oben: „Wir haben uns gegenüber den letzten Spielen gesteigert, da ist aber noch Potenzial.“