Der 1. Klasse Nord-Vierte hat eine starke Rückrunde hinter sich: Der USC Kronberg schraubte sich nach einem schwierigen Herbst bis auf Rang vier und schloss die Rückrundentabelle laut Coach Felix Wallner sogar als Nummer eins ab. „Wir wollten uns vom siebten Platz verbessern und in der Rückrunde unter die Top fünf. Am Ende standen wir ganz oben“, sagt Wallner. Nach Torhüterproblemen im Herbst wurde im Winter gezielt nachgeschärft – die Basis für einen Lauf, der die Stimmung im Verein tragen sollte.

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Wallner blickt ohne Umwege auf den Knackpunkt: „Im Herbst hatten wir auf der Torwartposition aufgrund schwerer Verletzungen Probleme. Im Winter war klar, dass wir uns dort verstärken. Das haben wir gemacht.“ Zusätzlich kam vorne Drago Durcevic, den der Trainer als Volltreffer beschreibt: „Da wussten wir, dass das ein Starker wird. Er hat eine sehr gute Rückrunde gespielt.“ Intern gab Kronberg aus, sich vom Herbstplatz sieben zu steigern und in der Rückrundenwertung unter den Top fünf zu landen. „Wir haben das außergewöhnlich gut abgeschlossen, weil wir in der Rückrundentabelle am ersten Platz stehen.“ Der Lauf nährte den Zusammenhalt: „Die Stimmung ist großartig. Die Mannschaft ist enger zusammengerückt.“ Besonders wichtig war für Wallner, dass sein Team in heiklen Phasen ruhig blieb: „Wir haben uns durch kleine Rückschläge nicht aus dem Konzept bringen lassen und oft Rückstände in Siege gedreht. Das zeigt die Moral und wie hungrig die Burschen sind.“
Personell hält Kronberg den Kern zusammen, nur Marcin Szmidt verlässt den Klub nach sechs Jahren. „Er möchte noch ein bis zwei Jahre vom Start weg spielen“, erklärt Wallner ohne Groll. Gleichzeitig wurde vorausschauend ergänzt. „Julian Hofmeister, Jahrgang 2009 aus Deutsch Wagram, den ich in der Jugend ausgebildet habe, ist für mich eines der größten Defensivtalente seines Jahrgangs in unserer Region.“ In der Offensive kommt Jannik Sendelhofer vom SC Marchegg: „Er wird uns Breite und Tiefe im Offensivfußball geben. Auf ihn freuen wir uns sehr, weil er jung ist und trotzdem schon Erfahrung und Klasse mitbringt.“ Einzelne Helden will Wallner nicht küren: „Ich möchte keinen herausheben. Die Mannschaft war unser Erfolgsfaktor.“ Auch an der Seitenlinie wird nachgeschärft: „Wir bekommen mit Markus Seidl einen zusätzlichen Co-Trainer. Er wird mich vor allem beim Abschlusstraining und am Spieltag ergänzen und unterstützen.“
Im Rückblick nennt Wallner enge Duelle – und offene Rechnungen. „Das Heimspiel gegen den SC Orth/Donau bleibt mir in Erinnerung, weil wir in der 95. Minute das 3:2 gemacht haben. Orth war einer der forderndsten Gegner mit jungen, schnellen, hungrigen Spielern.“ Schmerzhaft bleibt die Bilanz gegen ASV Asparn/Zaya: „Da haben wir keinen Punkt geholt. Das müssen wir in der neuen Saison ändern – mit noch mehr Motivation.“ Gleichzeitig trat Kronberg gegen die Topteams stark auf: „Gegen die ersten zwei haben wir zehn von zwölf Punkten geholt, dazu zwei Derby-Siege gegen den SC Kreuttal.“ Der Blick nach vorne ist klar: „Wir starten am 13. Juli ins Training und werden, Stand jetzt, alle Spieler an Bord haben. Urlaub ist genehmigt, weil die Saison so früh beginnt.“ Und noch etwas ist Wallner wichtig: „Wir vergessen nicht, wo wir herkommen. Letztes Jahr waren wir Abstiegskandidat. Jetzt werden wir es auch mal genießen, der Gejagte zu sein.“