Drama in der Nachspielzeit: In der 1. Klasse Nordwest-Mitte gewann der SC Getzersdorf bei USC Ruppersthal mit 3:2. Die Gäste führten früh, gerieten nach der Pause in Rückstand und schlugen spät doppelt zurück. Doppelpacker Marcel Haslinger entschied die Partie in Minute 90+3. Trainer Mario Pemmer sprach von einem offenen Spiel, lobte die Moral seiner Mannschaft und freute sich über drei wichtige Punkte in einem umkämpften Auswärtsspiel.

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Die Anfangsphase gehörte den Gästen, das bestätigte auch Mario Pemmer. „Wir hatten am Anfang mehr Ballbesitz und haben verdient das 1:0 gemacht“, sagte der Getzersdorf-Coach. Der frühe Lohn kam in Minute 13: Nach einem schönen Spielzug über Florim Gashi vollendete Andreas Steiner zum 0:1, „der vor dem Tormann die Ruhe behielt“, wie Pemmer betonte. Getzersdorf blieb am Drücker und hatte durch Gashi sogar die große Möglichkeit auf das 0:2. „Danach hatten wir die Chance auf das 2:0 durch Gashi, das wir leider nicht gemacht haben“, ärgerte sich Pemmer kurz. Ruppersthal hielt zwar dagegen, kam vor der Pause aber nicht zum Ausgleich – zur Halbzeit stand es 0:1, der Gast hatte mehr vom Spiel und die bessere Effizienz.
Nach dem Seitenwechsel bekam die Partie ein anderes Gesicht. Ruppersthal kam wacher aus der Kabine und glich in Minute 72 durch Maurice Matzku zum 1:1 aus. Das Heimteam blieb danach am Zug und legte in der 78. Minute durch Artan Selimi das 2:1 nach. Pemmer ordnete diese Phase klar ein: „Nach dem 1:1 hat Ruppersthal mehr für das Spiel gemacht und verdient das 2:1 gemacht, weil sie mehr Druck aufgebaut haben.“ Getzersdorf ließ sich dadurch aber nicht entmutigen. Die Gäste blieben dran und kamen in Minute 86 zum 2:2, Torschütze: Marcel Haslinger. „Wir haben dann Moral bewiesen und konnten das Spiel noch auf unsere Seite ziehen“, so Pemmer. Die Schlussminuten wurden zum offenen Schlagabtausch – mit dem längeren Atem auf Seiten der Gäste.
Die Entscheidung fiel tief in der Nachspielzeit und war obendrein ein Hingucker. „Das schönste Tor war in der 93. Minute: Marcel Haslinger mit einem Weitschuss aus 40 Metern, der genau unter die Latte passte“, schwärmte Mario Pemmer. Damit besiegelte der Doppelpacker den 3:2-Auswärtssieg für Getzersdorf. Trotz Jubel fand der Trainer auch anerkennende Worte für den Gegner: „Ruppersthal war ein unangenehmer Gegner, sie haben sehr gut dagegengehalten und waren verdient 2:1 vorne.“ Gleichzeitig hob er die Geschlossenheit seiner Mannschaft hervor: „Wir haben sehr gut zusammengehalten.“ Zur Schiedsrichterfrage wollte Pemmer nichts sagen. In der Tabelle hält Getzersdorf nach 22 Runden bei 43 Punkten auf Rang drei, Ruppersthal steht mit 32 Zählern auf Platz acht. Mit diesem späten Sieg nimmt Getzersdorf reichlich Rückenwind in die nächsten Aufgaben mit.