Spannung bis ganz zum Schluss in der 1. Klasse Nordwest-Mitte: Der SV Spitz/Donau ringt den SV Heldenberg mit 3:2 nieder – entschieden durch einen Treffer von Christoph Fertl in Minute 90+5. Zuvor hatte eine wilde erste Hälfte mit einem unglücklichen Eigentor von Peter Sekora und einem Ausgleich desselben Spielers begonnen, Heldenbergs Matthias Arnold legte zwischenzeitlich wieder vor. Trainer Alija Strugalioski sprach von einer starken Reaktion nach der Pause und betonte: „Der Unterschied war heute der Wille. Wir wollten den Sieg mehr.“

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Beide Teams legten mit hohem Tempo los, doch das frühe 0:1 passierte Spitz selbst: In Minute 8 lenkte Peter Sekora den Ball unglücklich ins eigene Tor. Der Verteidiger machte seinen Lapsus aber prompt wieder gut und traf nur sieben Minuten später zum 1:1. Heldenberg blieb gefährlich und ging durch Matthias Arnold erneut in Führung (27.), ehe Christoph Fertl kurz vor der Pause das 2:2 markierte (38.). Nach dem Seitenwechsel hatte Spitz mehr vom Spiel, drückte den Gegner phasenweise tief hinten hinein und blieb am Drücker. Heldenberg verteidigte kompakt, lauerte auf Nadelstiche, doch die klareren Momente hatte weiter die Heimelf. Als vieles schon nach einem Remis aussah, stand Fertl in der Nachspielzeit noch einmal goldrichtig und stellte in Minute 90+5 auf 3:2 – die Entscheidung in einem intensiven Match.
Trainer Alija Strugalioski ordnete das Spiel gewohnt direkt ein: „Es war eine spannende Partie mit hohem Tempo und guten Aktionen auf beiden Seiten.“ Die Gegentreffer vor der Pause verbuchte er selbstkritisch unter Eigenfehlern: „Die beiden Gegentore sind aus unseren eigenen Fehlern entstanden – einmal ein Missgeschick, einmal ein Tormannfehler.“ Wichtig für den Heimsieg war aus seiner Sicht die klare Steigerung nach der Pause: „Wir waren in der zweiten Halbzeit die dominantere Mannschaft. Wir haben umgestellt, mehr Pässe gespielt – mit Rester und Christoph Fertl ist es besser gelaufen.“ Dass seine Elf lange anrannte, aber Chancen ausließ, fasste er so zusammen: „Wir hatten Alupech, da war auch einmal die Stange dabei.“ Zum späten Winner sagte er ausdrücklich: „Für mich waren es zwei Elfmeter – vor dem Ausgleich und auch vor dem Treffer in der Nachspielzeit.“ Und als Quintessenz hielt er fest: „Der Unterschied war heute der Wille. Wir wollten den Sieg mehr.“
Bei allem Jubel fand Strugalioski faire Worte für den Gegner: „Heldenberg war kompakt und technisch gut, vorne war Arnold richtig stark.“ Auch das Schiedsrichterteam bekam ein gutes Zeugnis: „Das Schiedsrichterteam hat sehr gut gepfiffen, da gibt es nichts zu sagen.“ Besonderheit am Rand: Wegen Unwetter begann die Partie mit rund einer halben Stunde Verspätung, der Stimmung tat das nach dem Abpfiff keinen Abbruch. „Nach drei Niederlagen haben unsere Zuschauer den verdienten Sieg gefeiert. Heute haben Kampfmannschaft und Reserve sechs Punkte geholt – das freut uns sehr“, so der Coach. In der Tabelle hält Spitz nach Runde 24 nun bei 39 Zählern und festigt damit Rang sechs, Heldenberg bleibt mit 27 Punkten auf Platz zehn. Für Spitz ist es ein Sieg, der Selbstvertrauen gibt – und ein Beweis, dass die Mannschaft bis zur letzten Sekunde an ihren Moment glaubt.