Im Duell der 1. Klasse Nordwest-Mitte setzte sich der SC Sitzenberg-Reidling beim SC Getzersdorf mit 2:0 durch. Nach einem torlosen ersten Durchgang entschieden Florian Kerzig und Marcel Marchetti die Partie in Halbzeit zwei. Die Gäste standen defensiv sehr stabil, nützten vorne die entscheidenden Möglichkeiten und nahmen aus dem Derby drei hart erarbeitete Punkte mit. Getzersdorf ließ im wichtigen Moment Chancen liegen, Sitzenberg blieb geduldig und legte spät den Deckel drauf – ein Sieg über Konsequenz und Kompaktheit.

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Der Beginn gehörte dem Tabellenvierten. Getzersdorf kam früh zu einer richtig großen Möglichkeit und hatte damit den besseren Start in ein Derby, das von vielen Zweikämpfen und engen Räumen geprägt war. Sitzenberg hielt dagegen, fand mit Fortdauer auch selbst Abschlüsse, doch die klareren Dinger lagen zunächst bei den Hausherren. „Getzersdorf hatte am Anfang die besseren Chancen. Sie konnten sie nicht nützen, aus unserer Sicht hatten wir da Glück, nicht in Rückstand zu geraten“, sagte Sitzenberg-Coach Armin Wodiczka. Diskussionsstoff gab es vor der Pause ebenfalls: „Da war eine Elfmeter-Szene, die vielleicht für Getzersdorf zu pfeifen gewesen wäre.“ Insgesamt blieb es aber ein faires Spiel, in dem beide Teams auf ihre Ordnung achteten. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0 – auch, weil die Gäste in der letzten Linie konzentriert blieben und wenig zuließen, wenn es brenzlig wurde.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste entschlossener aus der Kabine. In Minute 66 zahlte sich das aus: Florian Kerzig brach den Bann und stellte auf 0:1. „Florian Kerzig wurde alleine vor dem Tor freigespielt und hat mit dem linken Fuß ins kurze Eck abgeschlossen. Das war unhaltbar“, beschrieb Wodiczka das 1:0. Getzersdorf reagierte und hatte in der Folge die Riesenchance zum Ausgleich. „Da lief einer alleine im Sechzehner durch – ich glaube, es war Tobias Gattringer oder Raimund Heiss – und schoss über das Tor“, so der Trainer. Sitzenberg blieb danach abgeklärt, verteidigte den Vorsprung diszipliniert und lauerte auf die Entscheidung. Die fiel spät: In der 87. Minute sorgte Marcel Marchetti für das 0:2. „Dem Tor ging ein Superpass von Johannes Willach auf Andreas Zottl voraus, und Marchetti hat aus kurzer Distanz mit Vollrist unter die Latte gedonnert“, schilderte Wodiczka zufrieden. Bei den beiden Treffern stimmte die Mischung aus Geduld und Effizienz – vorne eiskalt, hinten stabil.
In seiner Analyse hob Wodiczka besonders die kollektive Arbeit gegen den Ball hervor: „Wir haben heute sehr gut verteidigt. Wir haben die Null gehalten – vom Tormann über die Verteidigung bis zu den defensiven Mittelfeldspielern. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Und vorne haben wir im Gegensatz zur Vorwoche unsere Chancen genutzt.“ Personell gab es auf beiden Seiten Umstellungen. „Bei Getzersdorf hat mit Albert Kaciku ein sehr guter Innenverteidiger gefehlt. Mario Weissinger musste von seiner normalen Position in die Verteidigung wechseln – das kam uns natürlich entgegen“, erklärte der Coach. Trotz einer möglichen Elfer-Szene vor der Pause blieb der Ton respektvoll: „Insgesamt war das Schiedsrichterteam sehr gut.“
Und weil es ein Derby ist, zählten am Ende vor allem die Punkte: „Zwischen Sitzenberg und Getzersdorf ist immer Derby-Stimmung. Egal, wie die Tabelle aussieht – wichtig ist, dass man das Derby gewinnt. Das ist uns heute Gott sei Dank gelungen.“ Mit dem Auswärtssieg beim starken Nachbarn nimmt Sitzenberg-Reidling Selbstvertrauen mit und kann die nächsten Aufgaben mit Rückenwind angehen.