Spielberichte

Im Schongang zum 3:0: Grüneis über Atzenbruggs Heimabschluss – "Es war nie in Gefahr"

USV Atzenbrugg/H.
SV Spitz

Zum vorletzten Spieltag in der 1. Klasse Nordwest-Mitte verabschiedete sich der USV Atzenbrugg/H. mit einem souveränen 3:0 gegen den SV Spitz/Donau vom heimischen Publikum. Die Hausherren legten die Basis noch vor der Pause und ließen nach dem Seitenwechsel nichts mehr anbrennen. Sportchef Karl Heinz Grüneis sprach von einem Abend ohne großen Druck: "Es war ein Spiel ohne Emotionen." Zugleich betonte er die Kontrolle seiner Mannschaft: "Ich hatte von Beginn an den Glauben, dass wir das gewinnen – es war nie in Gefahr."

Blick durch das Tornetz auf den Torwart

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Vor der Pause auf Kurs, nach der Pause abgeklärt

Atzenbrugg brauchte eine Weile, doch je länger die erste Hälfte dauerte, desto klarer kippte die Partie Richtung Heimteam. Laut Grüneis „hatten wir schöne Spielzüge“ – und in Minute 35 fiel folgerichtig die längst fällige Führung: Maximilian Müllner traf zum 1:0. Nur sieben Minuten später legte Philip Grubmüller nach, der Doppelschlag stellte zur Pause ein beruhigendes 2:0 her. Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Bild wenig. Die Gastgeber verwalteten clever, blieben das aktivere Team und entschieden die Partie früh: In der 54. Minute stellte Lukas Serloth auf 3:0. Danach spielte Atzenbrugg die Sache trocken herunter, ohne ins Risiko zu gehen. Genau das passte zum Charakter dieses Abends: ein kontrollierter Auftritt, der keine Hektik brauchte, weil die Weichen bereits vor der Pause gestellt waren.

Grüneis über einen Abend ohne Druck

Der Sportliche Leiter ordnete das Geschehen nüchtern ein. "Es war ein komisches Spiel, weil es eigentlich um nichts mehr gegangen ist", sagte Karl Heinz Grüneis und ergänzte: "Wir wollten uns vom Publikum mit einem Sieg verabschieden." Dass die Mannschaft ohne großen Druck agierte, war für ihn spürbar. "Die größte Stärke war, zu wissen, dass man besser ist." Auch deshalb habe es zu keinem Zeitpunkt gewackelt: "Es war nie in Gefahr." Für große Selbstkritik sah er an diesem Abend keinen Anlass. "Wenn du Meister bist, denkst du nicht an Punkte, die du sofort verbessern musst. Nächstes Jahr gibt es eine neue Mannschaft, einen neuen Kader – da ordnen wir uns in der neuen Liga neu ein." Seine Worte passten zum Auftritt: ruhig, konzentriert und effektiv, ohne das Gaspedal dauerhaft durchzudrücken.

Spitz wehrt sich, Atzenbrugg lässt wenig zu – Lob für den Referee

Vom Gegner hatte Grüneis ein klares Bild: "Spitz war kompakt und hat sich gewehrt, aber eigentlich kaum etwas zusammengebracht. Ich glaube, sie hatten in 90 Minuten einen Torschuss." Diese Einschätzung deckt sich mit dem Geschehen am Platz: Atzenbrugg hatte mehr vom Spiel, stand hinten sicher und nutzte vor der Pause zwei Chancen, um den Deckel früh fast draufzumachen. Positiv fiel für den Sportchef auch der Schiedsrichter auf. "Der Schiedsrichter ist ein alter, routinierter Mann. Er hat die Partie souverän geleitet und sich sogar die Zeit genommen, damit wir Spieler verabschieden konnten – tadellos." In Summe war es ein faires Duell, wenig nickelig, getragen von der Grundhaltung, die Sache sauber zu Ende zu bringen. Genau das gelang den Hausherren mit Pragmatismus und klaren Aktionen in den entscheidenden Momenten.

Meisterstimmung und personeller Ausblick

Nach dem Abpfiff durfte rund um den Sportplatz gefeiert werden. "Der Verein ist stolz. Diese Mannschaft hatte seit zwei Jahren eine Vision, daraus wurde eine Mission – und am Ende haben wir den Aufstieg geschafft. Man kann jedem vom Fan bis zum Funktionsteam nur gratulieren", sagte Grüneis. Gleichzeitig blickte er bereits nach vorne – und verabschiedete sich persönlich. "Ich verlasse den Verein und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute." Die Nachfolge ist geregelt: "Mein Nachfolger ist zugleich mein Vorgänger: Max Gartner. Er baut den Kader bereits gemeinsam mit dem Trainer." Für die Fans bleibt ein klarer Eindruck zurück: Ein 3:0 im Schongang, ein sauberer Heimabschluss – und die Vorfreude auf das, was in der nächsten Liga kommt. Zu guter Letzt wurden noch Niklas Sulzer und Philipp Grubmüller (Karrierepause) als auch Maxi Müllner (FC Tulln) gebührend bei Feuerwerk verabschiedet.

1. Klasse Nordwest-Mitte: Atzenbrugg : Spitz - 3:0 (2:0)

  • 54
    Lukas Serloth 3:0
  • 42
    Philip Grubmüller 2:0
  • 35
    Maximilian Müllner 1:0