In der 25. Runde der 1. Klasse Nordwest-Mitte setzte sich der USC Kirchberg/Altenwörth im Derby gegen den USC Ruppersthal mit 2:0 durch. Simon Schörg traf schon nach einer Minute zur frühen Führung, nach der Pause legte Alexander Kurzbauer nach. Trainer Oliver Oberhammer sprach von einem ausgeglichenen Spiel mit leichten Vorteilen für seine Elf, die sich früh belohnte, am Ende aber Konterchancen liegen ließ. Unterm Strich stand ein verdienter Heimsieg, der die starke Saison von Kirchberg/Altenwörth untermauert und dem Publikum ein rassiges Derby bot.

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Kirchberg/Altenwörth erwischte den Traumstart. Bereits in Minute eins war Simon Schörg zur Stelle und stellte auf 1:0 – ein früher Treffer, der die Richtung vorgab. Oliver Oberhammer brachte es prägnant auf den Punkt: „In der ersten Minute fiel das 1:0.“ Trotzdem blieb die Partie offen. Der Coach ordnete die neunzig Minuten so ein: „Das Spiel war sehr ausgeglichen, wir hatten mehr vom Ball, aber auch zu viele Ballverluste. Bei den Chancen war es ausgeglichen.“ Die Hausherren hatten also mehr vom Spiel, ließen aber im Aufbau einiges liegen. Ruppersthal hielt dagegen, die Partie blieb trotz der Führung offen. Bis zum Halbzeitpfiff blieb es beim 1:0, weil Kirchberg/Altenwörth in der Defensive konzentriert arbeitete und „in der ersten Halbzeit wenig zugelassen“ hat, wie Oberhammer betonte.
Nach dem Seitenwechsel suchten beide Teams die nächste klare Aktion, und in der 64. Minute fand Kirchberg/Altenwörth sie: Alexander Kurzbauer traf zum 2:0 und verschaffte seiner Mannschaft das dringend benötigte Polster. Für Oberhammer waren genau diese Momente der Schlüssel: „Das 1:0 und das 2:0 waren besonders ausschlaggebend.“ Der Gegner gab sich nicht auf, blieb „sehr kompakt, sehr kampfstark, wie immer. Das Derby ist immer ein wichtiges Spiel für beide Mannschaften“, so der Trainer.
Mitte der zweiten Halbzeit war Ruppersthal nach einigen wiederholten Ballverlusten einem Treffer sehr nahe. Einmal rettete die Stange, zweimal behielt Alexander Nimmervoll im Tor der Kirchberger die Überhand und hielt seinen Kasten mit tollen Paraden sauber. Allerdings hatte auch Kirchberg die endgültige Entscheidung dreimal am Fuß, einmal rettete die Latte bei einem Versuch von Paul Wohak, einmal vergab Klimpfinger nach Stanglpass allein vorm Torhüter übers Tor, und ein drittes Mal Schörg, doch er konnte den Ball nicht gut genug für einen Abschluss unter Kontrolle bringen.
In der Schlussphase öffnete Ruppersthal etwas, Kirchberg/Altenwörth bekam Raum für Konter – die Entscheidung fiel jedoch nicht höher aus. „Am Schluss hatten wir drei, vier Konterchancen, die wir nicht gut fertig gespielt beziehungsweise nicht genutzt haben“, haderte Oberhammer ein wenig mit der Chancenverwertung, ohne die Kontrolle zu verlieren.
In seiner Analyse hob Oberhammer vor allem die Ordnung und Stabilität vor dem Wechsel hervor: „Wir waren in der ersten Halbzeit gut im Spiel und haben wenig zugelassen.“ Genau daraus zog seine Elf die Ruhe, um das Match zu kontrollieren. Gleichzeitig blieb der Coach selbstkritisch. Das, was er schon während der Partie gesehen hatte, formulierte er klar als Auftrag: „Im Spiel mit dem Ball müssen wir noch besser werden und weniger Ballverluste erzeugen.“ Trotz des Sieges blieb damit ein Lernpunkt stehen: sauberere Lösungen im Spiel mit dem Ball. Dass die Mannschaft „mehr vom Ball“ hatte, spiegelt den Plan wider. Dass es dennoch „viele Ballverluste“ gab, zeigt, wo man in der Trainingswoche ansetzen will, um Spiele früher zuzumachen.
Das Derby bot den passenden Rahmen. „Sehr gute Derbystimmung. Viele Zuschauer haben ein rassiges Spiel gesehen“, schilderte Oberhammer die Atmosphäre rund um den Platz. Zur Leistung des Unparteiischen äußerte er sich zurückhaltend kritisch: „Die Leistung des Schiedsrichterteams war aus meiner Sicht dieses Mal nicht besonders gut“, es habe „einige strittige Entscheidungen“ gegeben – ohne jedoch einzelne Szenen herauszugreifen.
Sportlich brachte der 2:0-Heimsieg wichtige Zähler: Kirchberg/Altenwörth hält nach 25 Runden bei 51 Punkten und bleibt Zweiter, Ruppersthal steht bei 36 Zählern im gesicherten Mittelfeld. Vor dem letzten Spieltag will der USC die starke Saison sauber ins Ziel bringen. Eine große Botschaft an die Mannschaft wollte Oberhammer nicht formulieren – die Leistung auf dem Platz sprach an diesem Abend ohnehin für sich.