Spielberichte

„Droß war am Drücker“ – Skaloud sieht verdienten Ausgleich nach spätem 0:1

SV Droß
SV Zellerndorf

In der 1. Klasse Nordwest-Mitte trennte sich SV Droß von SV Zellerndorf mit 1:1 (0:0). Nach dem späten 0:1 durch Vinzenz Bussek (85.) glich Arjen Jedenastik (88.) für Droß rasch aus. Trainer Thomas Skaloud sprach von einem gerechten Remis, betonte aber: „Droß war am Drücker.“ Aus seiner Sicht fehlte nur die letzte Entschlossenheit vor dem Tor – und eine aberkannte Kopfballbude sorgte zusätzlich für Gesprächsstoff.

Abstoß: Nahaufnahme auf Ball und Schuhe

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Vom kurzen Zellerndorf-Schreck zum späten Droß-Jubel

Der Start gehörte laut Droß-Trainer dem Gast. „Die ersten zehn Minuten haben wir geglaubt, sie fressen uns auf“, schilderte Thomas Skaloud. Danach bekam sein Team aber Zugriff, investierte viel und hatte die Partie bis zur Pause gut im Griff. „Die erste Halbzeit waren wir sehr dominant“, so seine Einschätzung zum 0:0-Halbzeitstand. Nach dem Wechsel verflachte die Begegnung phasenweise. „Die zweite Halbzeit ist so dahin getröpfelt“, beschreibt Skaloud – bis eine späte Wendung kam: In Minute 85 schlug Zellerndorf zu, Torschütze war Vinzenz Bussek. „Zellerndorf ist eigentlich glücklich 1:0 in Führung gegangen – aus einem kapitalen Rückpass von uns“, ordnete der Coach den Gegentreffer als Eigenfehler ein. Seine Mannschaft ließ sich davon nicht beirren. Nur drei Minuten später stellte Arjen Jedenastik auf 1:1 (88.). „Wir haben Moral gezeigt und den verdienten Ausgleich geschossen“, sagte Skaloud, der das Remis insgesamt als „gerecht“ bezeichnete, gleichzeitig aber anfügte: „Droß war näher am Sieg.“

„Wir waren am Drücker“: Chancen, Standards und ein aberkanntes Kopfballtor

In seiner Analyse hob der Droß-Trainer mehrere Bestandteile hervor, die für sein Team sprachen. „Das Spiel gegen den Ball war sehr gut. Wir haben fußballerisch Chancen kreiert und auf den Außen relativ wenig zugelassen“, fasste er zusammen. Gefährlich wurde der Gegner vor allem nach ruhenden Bällen: „Bei Standardsituationen ist Zellerndorf sehr gefährlich geworden, aber sonst waren wir am Drücker.“ Chancen waren auf beiden Seiten da, der Coach hätte sich sogar ein Torspektakel vorstellen können: „Das Spiel kann genauso 4:4 oder 5:5 ausgehen.“ Diskussionspunkt blieb für ihn eine Szenenach nach der Pause: „Nach einem Flankenball hat Niklas Vorlaufer per Kopf getroffen, der Schiedsrichter hat aber auf Abseits entschieden. Aus meiner Sicht war das kein Abseits.“ Trotz dieser einen strittigen Situation fand er lobende Worte für den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter war sehr okay, sehr souverän.“

Mutige Youngsters geben Energie – was bis zum Sieg noch fehlt

Ein Schwerpunkt des Abends lag für Skaloud auf den jungen Kräften. „In den letzten 30 Minuten haben wir einen 16-Jährigen gebracht. Der Bub hat seine Rolle sehr, sehr gut gemacht“, erklärte er. Am Ende standen sogar „vier 16-jährige Burschen“ auf dem Platz. Das Fazit des Trainers: „Der Nachwuchs ist sehr stark in Droß. Die Jungs gehen komplett sorgenfrei und mutig an die Sache.“ Genau diese Frische will Droß mitnehmen, um in engen Spielen den letzten Schritt zu machen. „Uns hat die letzte Entschlossenheit und Kaltschnäuzigkeit vorm Tor gefehlt“, sagte Skaloud. Während Zellerndorf mit diesem Punkt als 13. (19 Zähler) aus der Runde geht und Droß als 14. bei 9 Punkten hält, nimmt der Hausherr vor allem das Positive mit: Stabilität gegen den Ball, Moral nach dem Rückstand und die Gewissheit, dass die Jungen bereit sind. Darauf will Droß in den kommenden Wochen aufbauen.

1. Klasse Nordwest-Mitte: SV Droß : Zellerndorf - 1:1 (0:0)

  • 88
    Arjen Jedenastik 1:1
  • 85
    Vinzenz Bussek 0:1