Im Derby der 1. Klasse Nordwest-Mitte zwischen dem USC Ruppersthal und dem SV Heldenberg feierte Ruppersthal zum Saisonabschluss einen 1:0-Heimsieg. Trainer Ewald Jenisch sah eine intensive, aber faire Partie, in der seine Elf mehr vom Spiel hatte und sich dank eines Freistoßtreffers vor der Pause belohnte. Danach brachten die Gastgeber den knappen Vorsprung mit viel Einsatz über die Distanz – ein verdienter Derbysieg und, wie Jenisch sagt, ein versöhnlicher Abschluss.

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Das Derby begann hart umkämpft, aber ohne übertriebene Härte. Ruppersthal fand besser rein, gewann viele zweite Bälle und arbeitete sich in der ersten Hälfte ein klares Chancenplus heraus. Ewald Jenisch brachte es früh auf den Punkt: "Es war ein sehr umkämpftes, rassiges Derby, aber fair. Nicht hochklassig, doch wir hatten mehr Chancen und den Sieg verdient." In Minute 35 fiel der entscheidende Treffer: Maurice Matzku verwandelte einen Freistoß zum 1:0. "Der wichtigste Moment war das 1:0 durch einen herrlichen Freistoß von Maurice Matzku. Der hat ihn ins Kreuzeck gepfeffert – das war die Erlösung", so der Coach. Heldenberg blieb bis zur Pause ohne klare Möglichkeit, Ruppersthal ging mit dem verdienten Vorsprung in die Kabine.
Im zweiten Durchgang hielten die Gastgeber die Zügel fest in der Hand. "Nach der Pause haben wir das in der Defensive kontrolliert, da war relativ wenig Gefahr", sagte Jenisch. Seine Mannschaft ließ kaum etwas zu und setzte selbst immer wieder Nadelstiche: "Wir hatten zwei Chancen und zwei, drei Halbschancen." Heldenberg bemühte sich zwar, fand laut Jenisch aber weiterhin keine zwingende Möglichkeit: "Heldenberg ist aus dem Spiel zu keiner hundertprozentigen Chance gekommen." Passend zum Charakter dieses Nachbarschaftsduells blieb es bei aller Intensität fair. "Der Schiedsrichter hatte das Spiel sehr gut im Griff. Es war hart, aber sehr fair geführt", lobte der Trainer. Am Ende stand ein knapper, aber stabil herausgespielter 1:0-Erfolg.
Besonders zufrieden war Ewald Jenisch mit der Haltung seiner Mannschaft in einer langen Saison, in der zum Schluss die Körner knapp wurden. "Es ist Ende der Saison, wir sind schon am letzten Zacken, der Kader war dünn. Die Burschen haben das super gemacht – Einsatz, Motivation, Wille bis zum Ende." Das 1:0 sei auch emotional wichtig gewesen: "Wir hatten aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen. Es ist uns gelungen, das Derby zu gewinnen." Dazu passte die Bühne: "Die Zuschauerkulisse war super, würdig für das letzte Spiel und das Derby." Namentlich hob er Torhüter Salih Cakaloglu ("Sali"), Filip Keller und vor allem Dominik Schmutz hervor: "Dominik beendet heute seine Karriere – wir haben ihm einen würdigen Abschluss bereitet."
Mit 39 Punkten schließt Ruppersthal die Saison als Achter ab, Heldenberg beendet die Saison mit 28 Zählern auf Rang zehn. Für Jenisch bleibt nach einem langen Nachmittag vor allem eines hängen: "Der Derbysieg ist immer schön – und heute absolut verdient."