In der 1. Klasse Nordwest gewann der USV Niederleis beim SC Stronsdorf mit 5:3 und nahm drei verdiente Punkte mit. Trainer Markus Wolf sprach von einem wilden ersten Durchgang mit frühem 0:2, Ausgleich und einem ganz wichtigen Strafstoß kurz vor der Pause: "Wir sind mit zwei schnellen Toren gestartet, haben dann aber leichtfertig das 2:1 und 2:2 bekommen. Der Elfmeter kurz vor der Halbzeit war sehr wichtig." Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste zu und machten den Sack zu.

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Niederleis erwischte den perfekten Start: Bereits in Minute 3 traf Frantisek Lörinczi zum 0:1, in der 17. Minute legte derselbe Mann das 0:2 nach. Wolf begründete den Traumstart schlicht: "Wir haben zwei Fehler von Stronsdorf ausgenützt – das war ein guter Startschuss." Stronsdorf schüttelte sich aber nur kurz und kam mit Christoph Lachmayer (26.) zurück, ehe Leon Bogner (31.) zum 2:2 ausglich. Die Partie war offen, das Spiel wogte hin und her, doch kurz vor der Pause setzten die Gäste den psychologischen Stich. Daniel Vogelsang verwandelte einen Strafstoß zum 2:3 (44.) – exakt die Szene, die Wolf hervorhob: "Kurz vor der Halbzeit in Führung zu gehen, war sehr wichtig." Mit diesem knappen Vorsprung ging es in die Kabinen (2:3), und Niederleis hatte das Momentum wieder auf seiner Seite.
Aus der Pause kam Niederleis entschlossener. "Zweite Halbzeit haben wir dann besser gespielt", sagte Wolf – und die Treffer untermauerten das: Dominik Halamka stellte in Minute 51 auf 2:4, ehe Lörinczi nur drei Minuten später seinen Dreierpack schnürte und auf 2:5 erhöhte (54.). Wolf schwärmte vom Auftritt seines Torjägers: "Unser Lörinczi hat den Unterschied ausgemacht." Besonders in Erinnerung blieb dem Trainer das 2:4 von Halamka: "Er ist von der Außenbahn von der Mittellinie bis fast vor das Tor gelaufen und hat den Ball irgendwie über den Tormann gelupft. Keiner wusste genau, was er wollte, aber es hat super ausgeschaut." Stronsdorf gab sich nicht auf und kam durch Stefan Edelbauer in der 83. Minute noch zum 3:5, doch am Auswärtssieg der Gäste änderte das nichts mehr.
Nach dem Schlusspfiff ordnete Wolf den Sieg nüchtern ein. Auf der Habenseite standen Glaube und Kaltschnäuzigkeit: "Wir haben trotzdem immer daran geglaubt, dass heute was möglich ist – gemeinsam gepusht zum Sieg. Aus fünf, sechs Chancen haben wir fünf Tore gemacht – das war der Unterschied." Gleichzeitig nahm er sein Team in die Pflicht: "Die Restabsicherung in der Abwehr und das Verwalten des Balls, wenn wir in Führung sind – dieses leichtfertige Hergeben darf uns so nicht passieren, da brauchen wir die nötige Struktur." Lob gab es auch für das Gespann: "Absolut souverän, ein faires Spiel – nichts, was eine schwere Entscheidung gebraucht hätte." Überschattet wurde die Schlussphase von einer schweren Verletzung bei Stronsdorf; laut Wolf musste die Rettung kommen. "Gute Besserung!" Der Blick geht nun nach vorne: Mit diesem 5:3 und einer starken zweiten Hälfte hat Niederleis Selbstvertrauen getankt – genau zur richtigen Zeit für den Saisonendspurt.