In der 1. Klasse Nordwest trennten sich der SV Spillern und der SC Stronsdorf mit 1:1. Die Heimischen legten früh vor, kassierten später in Hälfte eins eine Rote Karte und den schnellen Ausgleich. Trainer Christian Malek lobte danach vor allem die Arbeit gegen den Ball in Unterzahl und hadert zugleich mit der eigenen Effizienz. Aus seiner Sicht hätte es zudem ein reguläres Tor gegeben. Trotz allem überwog beim Coach der Stolz auf die geschlossene Teamleistung.

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Spillern erwischte den Traumstart. Bereits in Minute 4 traf Philip Frithum zum 1:0 und gab seiner Mannschaft damit Rückenwind. Die Hausherren hatten in dieser Phase mehr vom Spiel, suchten konsequent den Weg nach vorne und wirkten griffig in den Zweikämpfen. Dann der Bruch: In der 27. Minute sah Adin Salihovic die Rote Karte. Nur Augenblicke später schlug Stronsdorf durch Dominik Urbancok zurück und stellte auf 1:1. Trainer Christian Malek beschrieb die Gefühlslage offen: "Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen, haben durch den numerischen Rückstand etwas den Faden verloren, waren aber trotzdem torgefährlicher als der Gegner." Bis zur Pause blieb es beim Remis. Das 1:1 zur Halbzeit passte zum Verlauf: viel Einsatz, hoher Aufwand auf beiden Seiten und das Wissen, dass der nächste Fehler die Partie kippen könnte.
Nach dem Wechsel stellte Spillern auf Kompaktheit und klare Absicherung. Stronsdorf hatte phasenweise mehr vom Spiel, doch zwingend wurde es aus Maleks Sicht nur selten. "Die erste halbe Stunde war Stronsdorf relativ stark, aber wir haben sie von Torchancen weggehalten", sagte der Coach und legte nach: "In der zweiten Hälfte hat man von der numerischen Überlegenheit nicht wirklich etwas gemerkt." Seine Elf attackierte nicht mehr so hoch, blieb aber mit schnellen Umschaltmomenten präsent. "Wir mussten defensiver agieren und konnten vorne nicht attackieren, aber das haben die Burschen sehr gut gemacht. Bei den Umschaltmomenten waren wir brandgefährlich." Gerade diese Mischung aus Disziplin hinten und Mut nach Ballgewinnen half den Spillernern, die lange Phase in Unterzahl stabil zu überstehen und weiter an den eigenen Punkt zu glauben.
Nach dem Abpfiff blieb Gesprächsstoff, den Malek sachlich einordnete. Aus seiner Sicht traf es eine Entscheidung die Heimischen besonders. Er haderte vor allem mit einem wegen Abseits aberkannten Treffer: "Es wurde zu Unrecht ein Tor aberkannt. Der Gegenspieler war unbedrängt, hat den Ball gespielt, er ist ihm über den Rist gerutscht und zu unserem Mitspieler. Der läuft allein aufs Tor und schießt ins lange Eck. Für mich war das regulär, weil der Ball vom Gegner kam." Zudem sprach er eine weitere Szene an: Der Trainer blieb dabei respektvoll, machte aber deutlich, dass solche Momente in einem engen Spiel und mit einem Mann weniger besonders wehtun können.
Sportlich sah Malek viel Positives, auch wenn die letzte Kante im Abschluss fehlte. "Leider konnten wir unsere Möglichkeiten nicht alle verwerten. Wir hatten sicher ein Plus von zwei bis drei Top-Chancen und haben die nicht genutzt." So blieb es beim 1:1, obwohl der Coach andeutete, dass an diesem Abend mehr möglich gewesen wäre. Sein Gesamturteil fiel trotzdem klar aus: "Die Defensivarbeit war hervorragend." Und zum Schluss sein Bekenntnis zur Truppe: "Ich muss meiner Mannschaft gratulieren für diese heroische Leistung." In der Tabelle steht Spillern aktuell auf Rang 12, Stronsdorf auf Rang 7. Den Punkt verbucht man in Spillern gerne. Wichtiger aber ist das Gefühl, sich trotz Unterzahl behauptet zu haben und daraus Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben zu ziehen.