Spielberichte

Markus Wolf (Trainer USV Niederleis): "In Halbzeit zwei waren wir eindeutig fitter"

USV Niederleis
ÖTSU Großmugl

In der 1. Klasse Nordwest setzte sich der USV Niederleis gegen den ÖTSU Großmugl klar mit 4:0 durch. Nach einer wackeligen Anfangsphase trafen vor der Pause Dominik Halamka und Frantisek Lörinczi, nach dem Seitenwechsel legten Andreas Fuchsberger und erneut Halamka nach. Trainer Markus Wolf sprach von Effizienz vor dem Tor und einem deutlichen Fitnessvorteil nach der Pause – beides entscheidende Zutaten für einen Sieg, der sich erst nach einer halben Stunde abzeichnete, dann aber mit zunehmender Spieldauer immer sicherer wurde.

Die Beine mehrerer Fußballspieler in Rot-Gelb und Weiß

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Erst nervös, dann eiskalt: Zwei Schläge vor der Pause

Die Geschichte des Abends begann aus Sicht der Hausherren zäh. Markus Wolf nahm seine Mannschaft im Gespräch nicht aus der Pflicht und beschrieb offen die ersten Minuten: "Die ersten 25 Minuten haben wir sehr nervös gewirkt. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen und haben sehr viele Fehlpässe gemacht." Großmugl setzte früh Druck, "hat Vollgas gegeben, wollte schnell ein Tor schießen und hatte einige Möglichkeiten", so Wolf weiter. Dass die Gäste in dieser Phase nicht trafen, erwies sich für Niederleis als Glücksfall. Denn kurz vor der Pause griffen die Hausherren zu: In Minute 37 stellte Dominik Halamka auf 1:0, nur vier Minuten später erhöhte Frantisek Lörinczi auf 2:0 – laut Wolf "der kleinste Mann", der nach einem Corner zur Stelle war. Aus zwei Chancen zwei Tore, dazu die 2:0-Pausenführung: Genau diese Effizienz gab den Takt vor und kippte das Spiel in Richtung der Wolf-Elf.

Nach dem Seitenwechsel am Drücker: Fitness, 3:0, Rot und die Entscheidung

Mit dem 2:0 im Rücken änderte sich das Spiel endgültig. "Nach dem 2:0 waren sie angeknackst. Sie haben uns mit und gegen den Ball sehr gestört, aber mit den zwei Gegentoren haben wir ihnen die Chance genommen, uns wehzutun", erklärte Wolf. Zur Pause musste er laut eigener Aussage doppelt tauschen – Dominic Weisi (Schulter) und Stanislav Skuta (Oberschenkel) mussten raus –, doch die Heimelf legte im Kollektiv zu. "In der zweiten Halbzeit waren wir eindeutig die fittere, aktivere Mannschaft. Großmugl hat in der ersten Halbzeit viel Energie verschossen. Nach der Pause war es so, wie ich mir das vorstelle." Passend dazu fiel in Minute 62 das 3:0 durch Andreas Fuchsberger, ehe Großmugl nach 69 Minuten durch Rot für Dusan Devic zusätzlich geschwächt wurde. Der Unparteiische lag aus Wolfs Sicht richtig: "Wir haben einen Elfmeter bekommen, da hat sich keiner beschwert, weil Lörinczi im Strafraum gefoult wurde. Die rote Karte hat der Linienrichter gut gesehen. Der Schiedsrichter hat das tadellos über die Bühne gebracht." Den Schlusspunkt setzte in Minute 77 erneut Halamka – 4:0 und Deckel drauf.

Effizienz, Tempo – und die Lehre für den Start: Wolf blickt voraus

In seiner Analyse hob Wolf die Klarheit vor dem Tor und die Wucht nach der Pause heraus: "Unsere größte Stärke war heute die Effizienz. In der zweiten Halbzeit kam die Spiellaune dazu: Wir gewannen Zweikämpfe, ließen ein paarmal gut in die Tiefe laufen und spielten Chancen sauber zu Ende. Wir haben einfach sehr viel Speed." Gleichzeitig benannte er den Auftrag für die kommenden Wochen: "Wir müssen von der ersten Minute an unser Spiel durchziehen. Wir gehen oft zu nervös rein und brauchen zu lange, um ins eigene Spiel zu kommen. Wenn wir im Fluss sind, sind wir sehr schwer zu schlagen – aber die ersten 20, 30 Minuten müssen wir klar verbessern." Für den Gegner fand Wolf respektvolle Worte: "Großmugl ist keine schlechte Truppe. In den ersten 30 Minuten waren sie sehr aktiv, mit technisch guten Spielern. Wenn sie das länger bringen, stehen sie nicht im hinteren Drittel." Der Blick richtet sich nun auf das direkte Duell mit Leobendorf II: "Wir sind voll fokussiert auf nächste Woche Leobendorf. Jetzt gut regenerieren, eine starke Trainingswoche hinlegen und dann voll angreifen."

1. Klasse Nordwest: Niederleis : Großmugl - 4:0 (2:0)

  • 77
    Dominik Halamka 4:0
  • 62
    Andreas Fuchsberger 3:0
  • 41
    Frantisek Lörinczi 2:0
  • 37
    Dominik Halamka 1:0