Klare Ansage im Auswärtsspiel: In der 1. Klasse Nordwest setzte sich der SV Leobendorf II bei SV Unterstinkenbrunn mit 6:2 durch. Zur Pause hieß es 3:0, ehe die Gäste danach nichts mehr anbrennen ließen. Co-Trainer Gerhard Sturm sprach von einem dominanten Auftritt: "Wir waren von Anfang an dominant und spielbestimmend." Ausschlaggebend war der Führungstreffer durch Phillip Jaksic, ehe Lorenz Hafner kurz vor der Pause mit einem Doppelschlag den Grundstein für den klaren Auswärtssieg legte.

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Leobendorf II hatte von Beginn an mehr vom Spiel, suchte den Ball und hielt das Tempo hoch. Gerhard Sturm brachte es auf den Punkt: "Wir waren von Anfang an dominant und spielbestimmend, haben viel Ballbesitz gehabt." Unterstinkenbrunn versuchte es über Konter, doch die Gäste schoben früh raus. "Das haben wir mit frühem Pressing gut unterbunden. Sie mussten auf weite Bälle gehen, die wir hinten abgefangen haben", so Sturm. Der Führungstreffer fiel in Minute 28: Phillip Jaksic traf zum 0:1, nachdem – wie Sturm schilderte – "über die Seite gespielt" und ein "scharfer Pass in den Rückraum von Marco Schwarz" kam, den Jaksic trocken verwertete. Das 0:1 gab zusätzliche Sicherheit: "Natürlich war das erste Tor ausschlaggebend." Kurz vor der Pause entschied Leobendorf die Partie praktisch vor: Lorenz Hafner erhöhte in der 44. Minute auf 0:2 und legte in Minute 45+1 zum 0:3 nach – beides Einzelaktionen, "sehr schön gemacht und souverän abgeschlossen", wie Sturm betonte. Mit dieser klaren Führung ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel kam Unterstinkenbrunn noch einmal heran: Helmut Sakac stellte in Minute 53 auf 1:3. Leobendorf blieb jedoch ruhig und setzte den Matchplan weiter um. "Besonders gut funktioniert hat, dass wir mit sehr viel Tempo gespielt haben und aggressiv waren. Das hat wirklich sehr gut ausgeschaut", sagte Sturm. Als Antwort auf den Anschluss traf Tarik Klicic in der 70. Minute eiskalt zum 1:4, Thomas Stift legte in Minute 77 das 1:5 nach. Die Hausherren gaben nicht auf und kamen durch Drilon Bajrami in der 85. Minute noch zum 2:5, doch in der Nachspielzeit stellte Thomas Klaus mit dem 2:6 (90+3) den deutlichen Endstand her. Trotz des klaren Ergebnisses blieb bei den Gästen auch Selbstkritik: "Wir haben relativ viele Torszenen, die wir konsequenter nutzen müssen. Dann könnten wir Partien schon frühzeitig entscheiden." Insgesamt blieb die Freude über eine starke Vorstellung: "Man kann stolz auf die Mannschaft sein, wie sie den Matchplan umsetzt."
Sturm zollte dem Gegner Respekt: "Wir wissen, Unterstinkenbrunn ist eine kampfstarke Mannschaft. Sie hatten einige Ausfälle. Aber auch in Vollbesitz ihrer Kräfte wäre es ein Spiel für uns gewesen." Zum Unparteiischen fand er klare Worte: "Der Schiedsrichter hat die Partie recht gut geleitet, ohne großartige Fehler, sehr ruhig – eine souveräne Leistung."
Der Blick auf die Tabelle unterstreicht die Form der Gäste: Leobendorf II steht in der Liga auf Rang zwei, Unterstinkenbrunn liegt auf Platz sechs. Den Lauf will man ausbauen. "Wir sind jetzt, glaube ich, neun Spiele ungeschlagen. Diesen Schwung wollen wir mitnehmen. Man sieht, die Jungs entwickeln sich weiter, es macht Spaß, ihnen zuzuschauen." Und der Fokus bleibt scharf: "Wir müssen aufbauen und aufs nächste Spiel gegen Niederleis schauen." Für Sturm steht fest: "Wir sind ein gutes Kollektiv, jeder weiß, was er zu tun hat – das war heute der Unterschied."