In der 1. Klasse Nordwest feierte der UFC Wildendürnbach einen klaren 4:1-Auswärtssieg beim USV Nappersdorf. Matchwinner war Manuel Schütz mit einem Dreierpack, Vojtech Pazdera traf nach der Pause. Nappersdorf ließ zwei Strafstöße aus und konnte den Lauf der Gäste damit nicht stoppen. Co-Trainer Christoph Rahming brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: "Wir haben das Glück heute erzwungen." Der Sieg passte in die jüngste Serie der Wildendürnbacher und gab der gesamten Truppe weiteren Rückenwind.

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Wildendürnbach kam laut Co-Trainer Rahming wuchtig ins Spiel. "Wir sind gut reingekommen, waren aggressiv von der ersten Minute weg", sagte er. Früh geriet sein Team dennoch in Gefahr, weil Wildendürnbach einen Elfmeter verursachte – Nappersdorf vergab aber. "Wir hatten da etwas Spielglück: Nach einem unnötigen Elfmeter gegen uns hat der Gegner extrem schlecht verwertet", so Rahming. Kurz darauf schlug Manuel Schütz zum ersten Mal zu: In Minute 16 stellte er auf 0:1. Rahming ordnete die Szene mit einem Schmunzeln ein: "Das 1:0 war der Klassiker, wenn ein Stürmer einen Lauf hat: langer Ball, Missverständnis, Schütz spitzelt ihn vorbei." Wildendürnbach blieb am Drücker und belohnte sich noch vor dem Wechsel ein zweites Mal. Wieder war Schütz zur Stelle – in der 37. Minute erhöhte er auf 0:2. "Das 2:0 war absolut verdient", betonte Rahming. Mit dieser klaren Führung und viel Kontrolle ging es in die Kabinen.
Auch nach der Pause blieb der Gast das aktivere Team und legte nach. In der 51. Minute traf Vojtech Pazdera zum 0:3, und Rahming beschrieb die Szene so: "Nach der Halbzeit machen wir nach einem Corner das 3:0, da schaut der Torwart nicht gut aus." Nappersdorf gab sich jedoch nicht geschlagen und verkürzte durch Harun Cetin in der 55. Minute auf 1:3. Die Hausherren bekamen später noch einen zweiten Strafstoß zugesprochen, vergaben aber auch diesen – ein weiterer Bruch in ihrem Aufbäumen. Wildendürnbach blieb ruhig und setzte in der Schlussphase den endgültigen Stich. In Minute 76 vollendete erneut Schütz zum 1:4 und schnürte damit seinen Dreierpack. Rahming sprach offen von einem Torhüterfehler: "Beim 4:1 hat der Torwart einen Blackout, Schütz steht richtig und macht ihn." Danach spielten die Gäste den Sieg seriös nach Hause.
In der Analyse rückte Rahming vor allem die Arbeit gegen den Ball in den Mittelpunkt. "Es hat heute vieles funktioniert", begann er, um dann den entscheidenden Hebel zu benennen: "Was wirklich extrem gut war, waren unsere Gegenpressing-Situationen. Vor allem das defensive Mittelfeld über Teichmann und Schuckert war überragend, wie die sofort ins Gegenpressing gegangen sind." Auch die offensive Zentrale bekam ein Extra-Lob: "Ptacek auf der Zehn hat sofort Gegendruck aufgebaut, das hat gut gepasst." Bei aller Euphorie blieb der Co-Trainer aber geerdet. "Was wir noch besser machen können: mit dem Ball teilweise noch ruhiger werden", erklärte er, fügte jedoch an: "Heute hat man in Ansätzen gesehen, wie gut wir da eigentlich sind." Das Bild vom Platz deckte sich damit: viel Zugriff, schnelles Umschalten, und vorne ein Stürmer, der seinen Lauf ausnutzte.
Trotz des deutlichen Ergebnisses verteilte Rahming auch Komplimente an den Gegner. "Nappersdorf ist gut, man merkt, dass sie Fußball spielen wollen und gute Spieler drin haben", sagte er und hob zwei Akteure hervor: "Mit Fatih Ekinci haben sie einen Innenverteidiger mit super Spieleröffnung, vorne ist Harun Cetin stark im Eins-gegen-eins und kann den Ball halten." Zum Schiedsrichter fand Rahming ebenso klare Worte: "Schiedsrichter Daubek ist eine Institution im Weinviertel, ein sehr guter Schiedsrichter. Die zwei Elfmeter kann man geben, den zweiten muss man nicht. Beim einem Wahnsinns-Sololauf von Harrach Gabriel wurde er vom letzten Mann hingelegt, da gab es nur Gelb – das war okay, der Ball war weit weg. Tadellose Leistung." Den Unterschied fasste er nüchtern zusammen: "Wir haben die Tore gemacht, der Gegner hat zwei Elfmeter verschossen – man muss sein Glück auch erzwingen." Zum Schluss weitete Rahming den Blick: "Das waren in den vergangenen zwei Spielen jetzt die zweiten sechs Punkte. Ich bin stolz auf das komplette Team, auch die Reservemannschaft trainiert super und bringt ihre Leistungen." Ein Statement, das zeigt, wie sehr in Wildendürnbach derzeit das Kollektiv trägt – und warum der 4:1-Auftritt in Nappersdorf mehr war als nur ein Ausreißer nach oben.