In der 1. Klasse Nordwest setzte sich der SK Sparkasse Ernstbrunn in Runde 25 beim USV Leitzersdorf mit 5:3 durch – nach wildem Hin und Her und einem starken zweiten Durchgang. Trainer Werner Würzler brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt: "Die Systemumstellung war der Knackpunkt." Seine Mannschaft lag 0:2 hinten, drehte die Partie zwischen Minute 29 und 39, kassierte noch vor der Pause das 3:3, legte nach Seitenwechsel zu und machte auswärts den verdienten Sieg fix.

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Der Start gehörte klar den Hausherren. Das bestätigte auch Werner Würzler: "In der ersten Halbzeit war Leitzersdorf zwingender. Wir haben viele Fehler im Aufbauspiel gemacht." Aus diesen Nachlässigkeiten und vor allem aus ruhenden Bällen zogen die Gastgeber ihren Nutzen, wie der Trainer betonte: "Leitzersdorf hat mit zwei Standardsituationen 2:0 geführt." Manuel Mayr traf in Minute 23 zum 1:0, drei Minuten später legte Vinicius Leite Teles das 2:0 nach. Ernstbrunn antwortete mit Mentalität und Effizienz: David Breitseher verkürzte rasch (29.), dann drehte David Handl mit einem Doppelpack (36., 39.) das Spiel auf 2:3. Kurz vor der Pause stellte Lukas Marco Hafner in der 45. Minute auf 3:3 – mit diesem wilden Zwischenstand ging es in die Kabinen.
Nach Wiederbeginn bekam Ernstbrunn die Partie immer besser in den Griff. Würzler nannte den Auslöser ohne Zögern: "Der entscheidende Moment war die Systemumstellung." Was sich verändert hat, erklärte er ebenso klar: "Wir waren kompakter in der Defensive, und die Bewegung ohne Ball war entscheidend." Genau diese Mischung brachte Kontrolle, Räume im Zentrum und deutlich mehr Zielstrebigkeit. "In der zweiten Halbzeit waren wir klar stärker und hätten noch um einiges höher gewinnen müssen", sagte der Coach, der zudem von "fünf oder sechs Hundertprozentigen" sprach. Den verdienten Lohn holte erneut David Handl mit dem 3:4 in Minute 76, ehe ein Eigentor von Manuel Mayr in der 90. Minute den 3:5-Endstand fixierte.
Würzler hatte auch für den Gegner anerkennende Worte übrig. "Leitzersdorf war in den ersten 25 Minuten überraschend aggressiv und sehr hoch pressend", sagte er. "Bei Ecken waren sie sehr gefährlich." Zur Leitung meinte er knapp: "Die Schiedsrichterleistung war okay." Abseits des Ergebnisses sah der Ernstbrunn-Trainer zwei klare Trends: "Wir haben uns die Chancen heute besser herausgespielt als in den letzten Wochen." Gleichzeitig mahnte er: "Defensiv sind wir noch immer zu anfällig." In der Tabelle steht der SK Ernstbrunn auf Rang zwei bei 47 Punkten, Leitzersdorf hält als Elfter bei 27. Mit der Konsequenz der zweiten Halbzeit will Ernstbrunn oben dranbleiben – und die Defensive in den kommenden Wochen weiter festigen.