Der 27. Spieltag in der 1. Klasse Nordwest brachte dem SC Stronsdorf einen 2:1-Heimsieg gegen den Tabellenführer USVG Großrußbach. Nach einem intensiven ersten Durchgang reichte den Gastgebern die Pausenführung, obwohl es nach Seitenwechsel hektisch wurde und die Gäste in der Schlussphase dezimiert waren. Besonders im Fokus: Debütant Felix Leczek, der erst auflegte und kurz darauf selbst traf. Trainer Bernd Zinser sprach von einer starken Reaktion seiner Mannschaft und hob Einsatz und Wille als Schlüssel zum Dreier hervor.
Stronsdorf erwischte einen Traumstart: In Minute 7 stellte Andreas Becker auf 1:0. Großrußbach antwortete jedoch prompt und glich durch Tobias Berthold in der 22. Minute aus. Die Heimelf ließ sich davon nicht beirren und legte nach – in der 32. Minute brachte Felix Leczek Stronsdorf wieder in Front, 2:1 zur Pause. Trainer Bernd Zinser ordnete das Geschehen so ein: „Das war sicher ein schnelles, rassiges Spiel. Vielleicht kein fußballerischer Leckerbissen, aber sehr intensiv.“ Er wollte die Frage nach der Verdientheit nicht überhöhen: „Ob das am Ende verdient war oder nicht, will ich nicht groß behaupten. Wichtig war, dass wir nach dem letzten Spiel eine Reaktion gezeigt haben.“
Im Mittelpunkt stand an diesem Abend Felix Leczek. Der Debütant gab sein erstes Spiel für die Kampfmannschaft – und wie: Erst legte er das 1:0 auf, dann erzielte er selbst das 2:1. Zinser strahlte: „Super war das erste Tor von Andreas Becker, aufgelegt hat es Felix. Und das 2:1 macht dann auch der Felix – bei seinem ersten Einsatz in der Kampfmannschaft.“ Zugleich freute er sich über Beckers Comeback-Qualitäten: „Andreas Becker war länger nicht dabei, umso schöner, dass er gleich wieder genetzt hat.“ Für Zinser war die Art, wie seine Elf das annahm, entscheidend: „Einsatz und Wille haben heute das Match für uns entschieden. So stellt man sich das als Trainer vor – das hätte man jede Woche gern.“
Im zweiten Durchgang spielten beide Seiten zunächst deutlich vorsichtiger. Klare Chancen blieben Mangelware, dafür stieg nach und nach die Hektik. In der 79. Minute sah Großrußbachs Gregor Gnant Rot. Auch diese Szene wollte Zinser nicht dramatisieren: „Das war ein hartes Einsteigen, aber für mich hätte Gelb gereicht.“ Insgesamt nahm er das Schiedsrichterteam differenziert wahr: „Der Linienrichter war sehr gut.“ Beim 1:1 habe es „angeblich zwei Meter Abseits“ gegeben – er blieb bewusst vorsichtig: „Ich war zu weit weg, dazu kann ich nichts Sicheres sagen.“ Trotz Überzahl tat sich Stronsdorf schwer, den Deckel draufzumachen. „Mit einem Mann mehr hat uns das nicht gutgetan. Wir waren dann zu hektisch. Wir müssen so ein Spiel ruhiger zu Ende spielen“, erklärte Zinser.
Auch für den Gegner fand Zinser klare Worte des Respekts. „Großrußbach ist eine kompakte, gute Mannschaft. Sie haben ein bisschen rotiert, aber sich nie aufgegeben – und sie sind ja fix Meister. Die stehen nicht ohne Grund vorne.“ Das Umfeld passte zum Spielcharakter: „Es war eine tolle Kulisse. Für solche Matches trainiert jeder Fußballer“, sagte der Stronsdorf-Coach, der die Leistung seiner Truppe vor eigenem Publikum sichtlich genoss.
Der Ausblick fällt diesmal gemütlicher aus: „Jetzt ist in drei Wochen Schluss. Wir schauen, dass der Spaß ins Training zurückkommt und wir verletzungsfrei in die Sommerpause gehen.“ Nach einem intensiven Abend mit früher Führung, wichtigem Debüt-Tor und einer hitzigen Schlussphase bleibt beim SC Stronsdorf vor allem eines hängen: Ein Sieg, der Moral und Zusammenhalt bestätigt.